Schwerwiegende Sicherheitsmängel: EU-Parlament blockiert Outlook-App für iOS
Der IT-Service des Europäischen Parlaments zieht offenbar Konsequenzen aus der Umleitung des Mailverkehrs bei der Benutzung von Microsofts neuer Outlook-App für iOS. Wie netzpolitik.org dokumentierte(öffnet im neuen Fenster), hat die Generaldirektion Innovation und technologische Unterstützung(öffnet im neuen Fenster) (DG ITEC) "den Zugriff dieser Software auf die E-Mail-Konten des Europäischen Parlaments blockiert, um den Datenschutz und die Vertraulichkeit der Anwender zu gewährleisten".

Als Grund für das Vorgehen werden "schwerwiegende Sicherheitsmängel" angegeben. Der IT-Service warnt vor der Installation der Anwendung und empfiehlt den Nutzern, Microsoft Outlook auf ihren mobilen Geräten zu löschen. Anschließend sollte das Passwort geändert werden.
Hinter der Warnung steht vermutlich die Tatsache, dass die neue Outlook-App stark der App Acompli ähnelt, die Microsoft übernommen hatte. Die E-Mails werden dabei über Microsofts Server geleitet. Auch beim Versenden der Mails geschieht das nicht in direkter Kommunikation mit dem eigenen Mailserver, wie es in den Datenschutzbestimmungen von Acompli(öffnet im neuen Fenster) heißt.
Sogar die Zugangsdaten für den Exchange-Account speichert Microsoft, um den Maileingang zu überwachen und dem iOS-Anwender auf Wunsch eine Push-Nachricht zu schicken, wenn eine neue Nachricht eintrifft. Die Outlook-App wurde vergangene Woche für iOS und iPad(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt. Die Android-Version solle in Kürze folgen, schreibt das EU-Parlament. Die bisherige Android-Version(öffnet im neuen Fenster) besitzt nach Angaben von Microsoft derzeit noch weniger Funktionen als die iOS-Version.