Schwertransporte: Aral eröffnet ersten Ladekorridor für Lkw in Europa

Mit bis zu 300 kW können Lkw an den speziellen Ladestationen von Aral laden. In 45 Minuten reicht das für 200 weitere Kilometer.

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Aral hat inzwischen sechs Ladestationen für Lkw in Betrieb genommen.
Aral hat inzwischen sechs Ladestationen für Lkw in Betrieb genommen. (Bild: Aral)

Der Tankstellen- und Ladenetzbetreiber Aral hat beim Aufbau eines Ladenetzwerks für Lkw eine durchgängige Strecke entlang der Rheinschiene ausgestattet. "Aktuell umfasst der Ladekorridor sechs an die Maße von Lkw angepasste, gut beleuchtete und sichere 300 kW-Ladestationen", teilte die Firmentochter des Mineralölkonzerns BP am 23. Januar 2023 mit. Pro Tag und Ladesäule könnten mehr als 20 Lkw während der gesetzlich vorgeschriebenen Fahrerpause von 45 Minuten grünen Strom für eine Reichweite von bis zu 200 km beziehen. Pkw könnten diese Ladestationen ebenfalls benutzen.

Der Mitteilung zufolge befinden sich die Ladestationen an Aral-Autohöfen in Schwegenheim, Bensheim, Rüsselsheim, Rheinböllen, Düsseldorf und Dortmund. In den kommenden Monaten werde je eine weitere Ladestation in Bad Honnef an der A3 und in Köln den Ladekorridor vervollständigen.

Daimler Truck und Aral arbeiteten bei der Definition von Anforderungen an eine Lkw-Ladestation zusammen. Die erste der Stationen wurde im Juli 2022 in Schwegenheim eröffnet. Wie auf der IAA Transportation im September 2022 zu sehen war, setzen die Lkw-Hersteller inzwischen vor allem auf Batterieantriebe und nicht auf die Brennstoffzelle.

Bund plant Ausschreibung für Lkw-Ladenetz

Alexander Junge, Aral-Vorstand für E-Mobilität, bezeichnete den ersten europäischen Ladekorridor als "wichtigen Meilenstein" auf dem Weg zur Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs, "denn damit ermöglichen wir das Aufladen von E-Lkws, die derzeit meist in ihr Heimat-Depot zum Laden zurückkehren müssen".

Nach Angaben von Johannes Pallasch, Sprecher der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur, arbeitet die Leitstelle zusammen mit dem Bundesverkehrsministerium "unter anderem an einer Ausschreibung für ein deutschlandweites initiales Lkw-Ladenetz entlang der Fernverkehrsachsen, die die Initiativen der Unternehmen ergänzt".

Aral hat ebenso wie die Konkurrenz von Shell in den vergangenen Jahren ein Schnellladenetzwerk an seinen Standorten aufgebaut. Der Mutterkonzern BP will 2030 weltweit mehr als 100.000 Ladepunkte installieren.

Nachtrag vom 24. Januar 2023, 12:28 Uhr

Nach Angaben von Aral verfügt jede Ladestation über zwei Ladesäulen mit je zwei Ladekabeln. Die Anschlussleistung betrage 600 kW. Sollten zwei Lkw eine Ladesäule gemeinsam nutzen, reduziere sich die Leistung pro Ladepunkt auf 175 kW, sagte ein BP-Sprecher auf Anfrage von Golem.de. Ein weiterer Ausbau des Lkw-Netzes über den Ladekorridor hinaus sei vorerst nicht vorgesehen. Zunächst sollten die Erfahrungen mit dem Pilotprojekt ausgewertet werden.

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