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Schwerlastverkehr: Acht Konzerne planen europäisches Wasserstoffnetz

Daimler Truck, Volvo und Partner wollen in Europa ein Tankstellennetz für wasserstoffbetriebene Lastwagen aufbauen.
/ Nils Matthiesen
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Acht Konzerne planen gemeinsames Wasserstoffnetz für LKW. (Symbolbild) (Bild: JOHN MACDOUGALL/AFP via Getty Images)
Acht Konzerne planen gemeinsames Wasserstoffnetz für LKW. (Symbolbild) Bild: JOHN MACDOUGALL/AFP via Getty Images

Acht Industrie- und Energiekonzerne bündeln ihre Aktivitäten beim Thema Wasserstoff. Daimler Truck, Volvo, Toyota Motor, Bosch, Air Liquide, Total Energies, Teal Mobility sowie MB Energy beabsichtigen die Errichtung einer gemeinsamen Tankstelleninfrastruktur(öffnet im neuen Fenster) in Europa.

Wie die Beteiligten am Standort Leinfelden-Echterdingen mitteilten, streben sie an, den alternativen Treibstoff wirtschaftlich attraktiv zu gestalten. Die Allianz konzentriert sich dabei vorrangig auf flächendeckende Zapfpunkte und bezahlbare Verkaufspreise. Nach Angaben der Kooperation lässt sich ein funktionierendes Umfeld für Wasserstoff als Ergänzung zu Akku-Lkw nur realisieren, wenn sämtliche Stufen der Erzeugung, Verteilung und Nutzung aufeinander abgestimmt werden. Ausführliche Details wollen die Vorstände der Unternehmen am 15. September 2026 im Rahmen einer Pressekonferenz auf der Messe IAA Transportation in Hannover präsentieren.

Brennstoffzellen für schwere Nutzfahrzeuge

Neben batterieelektrischen Antrieben gilt Wasserstoff als valide Option für den Fernverkehr. Daimler Truck und Volvo betreiben als bisherige Gesellschafter das Gemeinschaftsunternehmen Cellcentric. Im Juli 2026 unterzeichnete Toyota eine verbindliche Vereinbarung, um als gleichberechtigter Miteigentümer einzusteigen. Das in Kirchheim unter Teck angesiedelte Unternehmen entwickelt, fertigt und verkauft Brennstoffzellensysteme, die speziell für schwere Lastwagen konzipiert sind.

Niedrige Absatzzahlen und verhaltene Nachfrage

Umweltfreundliche Antriebe erreichen im Nutzfahrzeugsektor bisher allerdings nur geringe Marktanteile. Daimler Truck bietet beispielsweise bereits Akku-Lkw an, deren Anteil am Gesamtabsatz mit rechnerisch rund 1,4 Prozent (2.147 von 155.556 Fahrzeugen im ersten Halbjahr 2026) jedoch gering(öffnet im neuen Fenster) bleibt. Parallel treibt das Unternehmen die Entwicklung wasserstoffbasierter Antriebe voran. Nach Testläufen mit Prototypen plant der Hersteller für Ende dieses Jahres die Auslieferung einer Kleinserie von 100 Fahrzeugen an Kunden.

Der Zulieferer Bosch vertreibt ebenfalls seit geraumer Zeit ein Brennstoffzellensystem für Schwerlaster, stößt damit bei Käufern jedoch bislang nur auf geringes Interesse. Pilotkunde Nikola, für dessen Lkw das System ursprünglich vorgesehen war, meldete im Februar 2025 Insolvenz an(öffnet im neuen Fenster).


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