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Grafik von Lindqvist
Grafik von Lindqvist (Bild: Gofundme.com)

Schwere Vorwürfe: Exangestellter sammelt Geld für Klage gegen Crytek

Grafik von Lindqvist
Grafik von Lindqvist (Bild: Gofundme.com)

Es gibt schon länger Berichte aus anonymen Quellen, nun geht ein ehemaliger Angestellter von Crytek an die Öffentlichkeit: Ludvig Lindqvist will per Crowdfunding 20.000 Euro sammeln, um seinen ehemaligen Arbeitgeber auf Auszahlung ausstehender Gehälter zu verklagen.

Seit Anfang November 2016 gibt es Berichte darüber, dass Crytek seinen Angestellten keine oder nur verspätet Gehälter bezahlt. Einer der offenbar Betroffenen geht nun an die Öffentlichkeit: Der Grafikdesigner Ludvig Lindqvist will 20.000 Euro per Crowdfunding sammeln, um seinen Arbeitgeber mit einer anwaltlichen Klage zu zwingen, ihm den ausstehenden Lohn zu zahlen. Die Belege und Angaben von Lindqvist wirken authentisch. Auch sonst weist bei einer Suche im Netz nichts darauf hin, dass die Aktion eine Fälschung ist.

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Auf Gofundme.com schreibt Lindqvist, dass er von März 2015 bis Dezember 2016 im Hauptquartier von Crytek in Frankfurt/Main angestellt gewesen sei. Nachdem er zwei Monate lang nicht bezahlt worden sei, habe er fristlos gekündigt. Sein letzter Arbeitstag sei der 8. Dezember 2016 gewesen.

Crytek habe Lindqvist und allen seinen Kollegen seit Mai 2016 das Gehalt mehrfach mit Verspätung ausbezahlt. Am Tag, an dem er die Crowdfuning-Kampagne geschrieben habe - am 14. Dezember -, habe er seit 58 Tagen keinen Lohn bekommen.

Crytek schweigt

Crytek hat sich zu diesen und zu ähnlichen, anonymen Vorwürfen in Foren bislang nicht öffentlich geäußert. Von der Firma selbst ist derzeit schlicht nichts zu hören. Dabei geht es nicht "nur" um die verspäteten Gehälter und das persönliche Schicksal der Angestellten. Allmählich könnte sich auch die Frage stellen, ob Crytek möglicherweise einen Insolvenzantrag stellen müsste. Bei Insolvenzverschleppung - sie tritt drei Wochen nach Eintreffen der Zahlungsunfähigkeit ein - drohen den Verantwortlichen bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe.

Die Vorgänge erinnern an die Probleme, die Crytek im Jahr 2014 hatte. Auch damals gab es unter anderem Verspätungen bei den Gehaltszahlungen. Crytek hatte die Berichte über finanzielle Probleme zunächst dementiert, später aber eingeräumt, dass die Meldungen zutreffend waren.

Die Schwierigkeiten damals wurden, soweit bekannt, durch einen Millionendeal mit Amazon behoben: Der US-Konzern hatte damals eine Lizenz der Cryengine gekauft, die er seitdem selbst unter dem Markennamen Lumberyard weiterentwickelt.


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picaschaf 16. Dez 2016

In der falschen. Klar hat er es, weil irgendwelche Idioten in der Regierung diese...

bofhl 16. Dez 2016

In diesen Fall sollte aber selbst den Dümmsten der bei dieser Firma arbeitenden Personen...

bofhl 16. Dez 2016

Wird nie kommen - da sich der Sozialstaat immer mehr in un-finanzierbaren Bereiche...

PiranhA 16. Dez 2016

Vorhin war der Betrag aber noch höher. Vermutlich haben die meisten ihr Geld zurück...

bofhl 16. Dez 2016

Aber nur wenn diese Rechtsschutzversicherung explizit auch das Arbeitsrecht beinhaltet...



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