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Schwere Verluste: Gopro fällt hart

Für den einstigen Pionier der Actionkameras geht es weiter bergab: Statt eines Gewinns wie im Vorjahr erwirtschaftet Gopro einen Verlust in sechsfacher Höhe. Die Verkäufe sollen dabei stabil geblieben sein, doch der Preisdruck durch Mitbewerber setzt den Hersteller offenbar unter Druck.
/ Tobias Költzsch
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Für Gopro verläuft das Geschäftsjahr nicht gut. (Bild: Gopro)
Für Gopro verläuft das Geschäftsjahr nicht gut. Bild: Gopro

Das erste Quartal 2016 war finanziell für Gopro eine Katastrophe: Mit den Geschäftszahlen zeigt(öffnet im neuen Fenster) das Unternehmen ein schlechtes Ergebnis. Die Umsätze lagen mit 183,5 Millionen US-Dollar (160,5 Millionen Euro) um 50 Prozent unter denen des ersten Quartals 2015. Damals erzielte Gopro Umsätze in Höhe von 363 Millionen US-Dollar (317,5 Millionen Euro).

Hoher Verlust statt wie noch im Vorjahr Gewinn

Statt eines Gewinns wie im Vorjahr machte Gopro im ersten Quartal 2016 zudem einen satten Verlust: Konnte der Hersteller zum Frühling 2015 noch 22,3 Millionen US-Dollar (19,5 Millionen Euro) Gewinn nach GAAP aufweisen, schreibt das Unternehmen jetzt nach GAAP 121,4 Millionen US-Dollar (106,2 Millionen Euro) Verlust. Das Minus ist damit sechsmal höher als der Gewinn im gleichen Zeitraum des letzten Jahres.

Bereits im vierten Quartal 2015 lag der Umsatz um 31 Prozent unter dem des vierten Quartals 2014, ein Wert, der mit den aktuellen Ergebnissen nochmals unterschritten wurde. Gopro zufolge sollen die Verkaufszahlen allerdings auf einem stabilen Niveau geblieben sein. Eine der Ursachen für das schlechte Abschneiden dürfte die starke Konkurrenz im Segment der Actionkameras und der damit verbundene Preisdruck sein.

Multicopter muss wieder verschoben werden

Auch die erneute Verschiebung des Verkaufsstarts für Gopros ersten Multicopter Karma dürfte die Zahlen des ersten Quartals 2016 getrübt haben. Die Drohne soll jetzt zum Weihnachtsgeschäft 2016 erscheinen, erklärt der Gründer und CEO von Gopro, Nicholas Woodman.

Gopro reagierte bereits auf die sich anhaltend verschlechternde Geschäftslage. Statt sechs Kameras wird das Unternehmen nur noch drei anbieten, zudem wurden bereits Mitarbeiter entlassen. Nach Veröffentlichung der jüngsten Quartalszahlen fiel der Aktienkurs.


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