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Schweiz: Bundesamt für Informatik und Telekommunikation über Sharepoint gehackt

Ein Cyberangriff hat das Schweizer BIT getroffen. Angreifer sind über Microsoft Sharepoint eingedrungen und haben Hunderte Nutzerkonten kompromittiert.
/ Marc Stöckel
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Unbekannte Angreifer sind in einen Server des Schweizer BIT eingedrungen. (Bild: pexels.com / Sora Shimazaki)
Unbekannte Angreifer sind in einen Server des Schweizer BIT eingedrungen. Bild: pexels.com / Sora Shimazaki

Das Schweizer Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) ist Ziel eines Cyberangriffs geworden. Das bestätigt die betroffene Behörde in einer Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster). Ziel des Angriffs war demnach ein vom BIT betriebener Microsoft-Sharepoint-Server. Hinweise auf einen Datenabfluss gibt es bisher wohl nicht, es sollen aber einige Nutzerkonten kompromittiert worden sein.

Entdeckt wurde der Angriff den Angaben zufolge am 28. Juli. Spezialisten hätten an diesem Tag "Auffälligkeiten" bemerkt, heißt es. Der Zugriff auf den Sharepoint-Server aus dem Internet sei daraufhin umgehend blockiert und die ausgenutzten Schwachstellen geschlossen worden.

Wie genau die Angreifer bei der Attacke vorgingen, schildert das BIT nicht. Die Behörde verweist zwar darauf, dass bei Microsoft Sharepoint zuletzt mehrere (teils sogar aktiv ausgenutzte) Schwachstellen bekannt geworden waren, diese will das BIT jedoch unmittelbar nach Verfügbarkeit der entsprechenden Updates gepatcht haben. Offenbar sind die Angreifer dem BIT aber zuvorgekommen.

200 Nutzerkonten infiltriert

Wer hinter dem Cyberangriff auf das Schweizer BIT steckt, ist bisher nicht bekannt. Sicherheitsspezialisten sollen jedoch zum 31. Juli festgestellt haben, dass rund 200 Nutzerkonten kompromittiert wurden, darunter solche regulärer Nutzer sowie auch "technische Konten". Die zugehörigen Passwörter setzte das BIT bereits zurück.

Darüber hinaus gibt es nach Angaben des Bundesamtes bisher keine Anzeichen für einen Datenabfluss. Das BIT gesteht allerdings auch, dass die zusammen mit dem Schweizer Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) und Microsoft durchgeführten Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind. Diese könnten durchaus noch weitere Erkenntnisse zutage fördern.

Der betroffene Sharepoint-Server wird laut Mitteilung derzeit komplett neu aufgesetzt. Der Zugriff über das Internet soll vorerst gesperrt bleiben, bis die Arbeiten abgeschlossen sind. Nutzer aus der Schweizer Bundesverwaltung können aber wohl weiterhin auf ihre Dokumente zugreifen und sie über andere Kanäle mit ihren Kollegen austauschen.


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