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Schweiz: 800.000 Kundendaten von Swisscom kopiert

Nach 2013 sind bei der Swisscom erneut Nutzerdaten weggekommen: Über den Account eines Vertriebspartners kopierten Unbekannte 800.000 Daten. Immerhin sollen keine Passwörter betroffen sein.

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Eine Swisscom-Telefonzelle
Eine Swisscom-Telefonzelle (Bild: Fabrice Coffrini/Getty Images)

Bei dem Schweizer Telekommunikationsanbieter Swisscom wurden von Unbekannten rund 800.000 Kundendaten kopiert, wie das Unternehmen selbst mitteilt. Einen Hack soll es dabei nicht gegeben haben, sondern einen unberechtigten Datenzugriff bei einem Vertriebspartner. Passwörter oder Zahlungsdaten sollen nicht betroffen sein.

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Betroffen sind rund 800.000 Daten, darunter Namen, Adressen, Telefonnummern und Geburtsdaten. "Besonders schützenswerte Personendaten" wie Passwörter, Gesprächs- oder Zahlungsdaten sind nach Angaben von Swisscom nicht darunter. Über die Angreifer weiß das Unternehmen bislang nichts. Einziger Anhaltspunkt sei "eine französische IP-Adresse."

Die Zugänge des Vertriebspartners sollen mittlerweile gesperrt sein, außerdem will Swisscom massenhafte Datenabfragen in Zukunft besser erkennen und unterbinden. Dazu soll das eigene Sicherheitskonzept überarbeitet werden. Philippe Vuillemier, Leiter Group Security bei Swisscom, sagte: "So etwas wird nicht mehr passieren."

Vertriebspartner sollen noch in diesem Jahr für den Zugriff auf Nutzerdaten verpflichtend Zwei-Faktor-Authentifizierung einsetzen müssen. Außerdem schaltete das Unternehmen den eidgenössichen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) ein.

Swisscom-Kunden können prüfen, ob sie betroffen sind

Wer Swisscom-Kunde ist, kann nach Angaben des Unternehmens aus dem Mobilfunknetz eine SMS mit dem Stichwort Info an die Nummer 444 senden und so feststellen, ob persönliche Daten kopiert wurden oder nicht. Das Unternehmen rät "generell zur Vorsicht", wenn ungewöhnliche Kontaktaufnahmen oder Marketinganrufe auftreten.

Schon im Jahr 2013 hatte es bei Swisscom einen Datenschutzvorfall gegeben. Damals waren Datensicherungen aus Bandlaufwerken nicht geschreddert worden, sondern in falschen Händen gelandet.



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