Schwarzkopien: Nintendo Switch prüft offenbar jede Hardware und Software

Zum Schutz vor illegal kopierten Spielen prüft die Nintendo Switch über mehrere Server offenbar jede Konsole und jedes Spiel. Simple Tricks aus der 3DS-Zeit zum Umgehen der Sicherheitsmaßnahmen sollen nicht mehr funktionieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Eingabegerät der Nintendo Switch
Eingabegerät der Nintendo Switch (Bild: Nintendo)

Seit Mai 2018 gibt es Berichte, dass Nintendo die Onlinefunktionen der Switch sperrt, bei denen es Hinweise auf ein Ausnutzen des Tegra-1-Exploits hindeuten - sprich: auf denen etwa schwarzkopierte Spiele verwendet werden. Nun hat ein Nutzer mit dem Pseudonym SciresM auf Reddit aufgezeigt, dass Nintendo inzwischen generell bei jedem im E-Shop und im stationären Handel gekauften Spiel prüft, ob es regulär lizenziert ist.

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Falls das nicht der Fall ist, kann das eine Reihe von Konsequenzen haben, von denen die härteste der generelle Ausschluss der betroffenen Switch von den Onlinefunktionen ist. Derzeit ist unklar, ob Nutzer dann noch an Updates für Spiele und an aktualisierte Firmware für die Switch gelangen - auf Reddit wird diese Frage zur Zeit diskutiert.

Generell sei es so, dass Nintendo dafür gesorgt hat, dass beim Überprüfen von Hardware und Software bei jedem Start eines Spiels verschlüsselte Anfragen zu speziellen Servern des Herstellers geschickt werden. Wenn alles in Ordnung ist, antworten die Server mit einem Token und der Spieler kann loslegen. Der eigentliche Trick bei der Switch ist allerdings, dass Nintendo laut SciresM bei jedem im Handel gekauften Spiel ein Zertifikat mit einer eigenen verschlüsselten Seriennummer verwendet. Damit sei es nicht mehr möglich, wie noch bei illegalen Kopien für das Handheld 3DS einfach einen generischen Header auf der Gamecard zu verwenden.

Außerdem verfüge die Switch - wie alle anderen Konsolen auch - über eine derzeit noch nicht manipulierbare Hardwarekennung, so dass auch online gekaufte Spiele zertifiziert und damit die jeweiligen Lizenzen eindeutig überprüfbar seien. Dadurch, dass alle Elemente an Hardware und Software klar für die Server von Nintendo identifizierbar seien, sei es trotz der bekannten Sicherheitslücken sehr schwierig, etwa eine Verwertungskette für nicht lizenzierte Software aufzubauen. "Das sind extrem starke Anti-Piraterie-Maßnahmen - Nintendo hat hier einen tollen Job gemacht", schätzt SciresM die Lage ein.

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dxp 29. Jun 2018

Stimmt nicht, das bezieht sich nur auf den Wii Shop, nicht auf den Wii U eShop

forenuser 26. Jun 2018

(...) (...) Hmm... Auf Playstation, Saturn, Game Cube etc. konnte man Kopien der...

t3st3rst3st 26. Jun 2018

Backups wären es ausschliesslich dann wenn man die Cartridge ROMs selber mit...

t3st3rst3st 26. Jun 2018

Du hast es impliziert mit dieser Aussage: Und wieviele Typen denkst du sind auf dem...



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