Abo
  • IT-Karriere:

Wer Sicherheitslücken findet, hat Probleme

Die Übermittlung der Sicherheitslücken an den Hersteller der Software war schwieriger als angenommen. Obwohl direkter Kontakt bestand und versprochen wurde, die Sicherheitslücken in einem angemessenen Zeitraum zu validieren, ließ das Unternehmen trotz mehrfacher Nachfrage bis heute nicht von sich hören.

Stellenmarkt
  1. Interhyp Gruppe, München
  2. Deichmann SE, Essen

Im Rahmen des Projektes Internetwache.org haben wir bereits mehrfach diese Erfahrung machen müssen. Das liegt offensichtlich schlichtweg dran, dass viele Unternehmen keine klaren Prozesse für den Umgang mit übermittelten Schwachstellen haben oder sich vor schlechter PR fürchten. Tatsächlich schlagen allerdings die meisten CERTs und beispielsweise auch das BSI vor, nicht nach dem Konzept des Security by Obscurity vorzugehen.

Sie fordern Hersteller auf, stattdessen nach dem Prinzip des Coordinated Disclosure zu handeln (siehe dazu ein Paper mit dem Titel "Handhabung von Schwachstellen", PDF). Das bedeutet, dass Sicherheitsforscher mit dem Hersteller einer Software gemeinsam versuchen sollen, die Sicherheitslücken zu schließen und die Informationen nicht einseitig zu publizieren.

Einen Angriff beweisen, ohne anzugreifen

Bei der Untersuchung von Sicherheitslücken in ICS gibt es neben der Übermittlung der Lücken an den Hersteller allerdings noch einige weitere Problematiken. Wie kann man die Sicherheitslücken beweisen, ohne den Hack bis zum Ende durchzuführen? Wir konnten ja nicht alle Schalter, die wir fanden, einfach betätigen oder innerhalb von Live-Systemen Proof-of-Concepts von Sicherheitslücken erstellen, die möglicherweise massiv in Produktions- oder Steuerungsprozesse eingegriffen hätten.

Das macht das Testen von Sicherheitslücken, aber auch die Kommunikation mit Behörden und Betreibern zusätzlich kompliziert, beispielsweise wenn diese gar keine konkreten Folgen entdecken können. Zudem stellen sich auch ethische Fragen, etwa inwieweit wir in einem vernetzten Haus Systeme manipulieren dürfen, wenn wir nicht wissen, ob sich gerade Personen darin aufhalten.

Im Rahmen unserer Untersuchungen haben wir deshalb auf Manipulationen verzichtet, bei denen wir wussten, dass sich die Auswirkungen sich nicht bloß auf die informationstechnischen Systeme beschränkten. Außerdem haben wir nach Auffinden eines Systems direkten Kontakt mit offiziellen Stellen wie dem BSI oder CERTs gesucht. Dieses Vorgehen legen wir anderen Sicherheitsforschern im Sinne einer Verantwortlichkeit ebenfalls nahe.

 Weitere Sicherheitslücken in der SteuerungssoftwareMassive Fehlkonfigurationen 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7. 6
  8. 7
  9. 8
  10. 9
  11.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. For Honor für 11,50€, Anno 1404 Königsedition für 3,74€, Anno 2070 Königsedition...
  2. (u. a. Total war - Three Kingdoms für 35,99€, Command & Conquer - The Ultimate Collection für 4...
  3. 116,09€ (10% Rabatt mit dem Code PREISOPT10)

Bachsau 04. Okt 2016

Ich finde das Vorgehen grundfalsch, die Betroffenen nur kurz darauf hinzuweisen. Klar...

Atalanttore 12. Aug 2016

Die Namen der unwilligen Hersteller fehlerhafter Steuerungssoftware im Internet nennen...

Clokwork79 18. Jul 2016

...dann sind die Probleme gelöst *wegduck*

User_x 18. Jul 2016

Welche Gefahren gehen von euren Anlagen aus, falls diese Kompromittiert würden?

joypad 17. Jul 2016

kwt


Folgen Sie uns
       


Doom Eternal angespielt

Slayer im Kampf gegen die Höllendämonen: Doom Eternal soll noch in diesem Jahr erscheinen.

Doom Eternal angespielt Video aufrufen
FPM-Sicherheitslücke: Daten exfiltrieren mit Facebooks HHVM
FPM-Sicherheitslücke
Daten exfiltrieren mit Facebooks HHVM

Server für den sogenannten FastCGI Process Manager (FPM) können, wenn sie übers Internet erreichbar sind, unbefugten Zugriff auf Dateien eines Systems geben. Das betrifft vor allem HHVM von Facebook, bei PHP sind die Risiken geringer.
Eine Exklusivmeldung von Hanno Böck

  1. HHVM Facebooks PHP-Alternative erscheint ohne PHP

In eigener Sache: Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement
In eigener Sache
Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement

Wir haben in unserer Leserumfrage nach Wünschen für Weiterbildungsangebote gefragt. Hier ist das Ergebnis: Zwei neue Workshops widmen sich der Selbstorganisation und gängigen Fehlern beim agilen Arbeiten - natürlich extra für IT-Profis.

  1. In eigener Sache ITler und Board kommen zusammen
  2. In eigener Sache Herbsttermin für den Kubernetes-Workshop steht
  3. Golem Akademie Golem.de startet Angebote zur beruflichen Weiterbildung

LEDs: Schlimmes Flimmern
LEDs
Schlimmes Flimmern

LED-Licht zu Hause oder im Auto leuchtet nur selten völlig konstant. Je nach Frequenz und Intensität kann das Flimmern der Leuchtmittel problematisch sein, für manche Menschen sogar gesundheitsschädlich.
Von Wolfgang Messer

  1. Wissenschaft Schadet LED-Licht unseren Augen?
  2. Straßenbeleuchtung Detroit kämpft mit LED-Ausfällen und der Hersteller schweigt
  3. ULED Ubiquitis Netzwerkleuchten bieten Wechselstromversorgung

    •  /