Abo
  • Services:

Wie die angreifbaren Systeme gefunden wurden

Der Anfang der Untersuchungen liegt im Herbst 2015. Wir beschäftigten uns mit Industrieroutern, die unter anderem innerhalb von sogenannten ICS (Industrial Control Systems) eingesetzt werden. Im Oktober 2015 erregte eine Webapplikation zur Verwaltung der Parkdecks des Züricher Prime Towers unsere Aufmerksamkeit. Wir stellten daraufhin einige Nachforschungen an und entdeckten, dass sich innerhalb des HTTP-Headers ein gewisses Muster erkennen ließ. Aus Sicherheitsgründen und zur Abwendung von Nachahmern wird dieses hier nicht näher erläutert.

Stellenmarkt
  1. Landesamt für Steuern Niedersachsen, Hannover
  2. DGQ Service GmbH über Dr. Heimeier & Partner Management- und Personalberatung GmbH, Frankfurt am Main

Anschließend programmierten wir ein Python-Script und nutzten das Tool zmap, um dieses Muster an beliebigen öffentlichen IP-Adressen zu testen. Dadurch gelang uns im April dieses Jahres ein erster erstaunlicher Fund, bei dem wir unseren Augen kaum trauten: Wir hatten die Administrationsoberfläche eines deutschen Wasserwerkes auf unserem Bildschirm. Diesen Fund meldeten wir an das CERT-Bund, das zum Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gehört. Es erklärte, dass "das BSI keine Notwendigkeit [sehe], diese [Applikation] exponiert und direkt im Internet erreichbar zu betreiben".

Kritische Systeme sind betroffen

Innerhalb von 48 Stunden informierte das BSI den Betreiber und veranlasste, dass die Applikation nicht mehr aus dem öffentlichen Internet zu erreichen war. Ab diesem Zeitpunkt war uns klar, dass unsere Funde äußerst kritische Systeme betrafen, die keine Honeypots waren, also keine Lockvorrichtungen, um das Verhalten von Angreifern zu studieren. Wir hielten es für möglich, dass wir noch deutlich mehr Systeme aufspüren könnten - womit wir recht behielten.

Wir beschäftigten uns noch tiefergehender mit der genutzten Software und der Methodik zum Auffinden von weiteren Systemen. Wir schrieben ein Plugin für das Tool nmap und nutzten bestehende Scans des Projektes scans.io, wodurch sich die Suche nach Anlagen erneut erleichtern und beschleunigen ließ. Mit Hilfe der Datensätze konnte somit ein IPv4-Adressbereich von circa 4 Milliarden IPv4-Adressen des Internets auf die genannten Auffälligkeiten untersucht werden. Am Ende der Untersuchungen stand eine Liste von über 100 Systemen zur Verfügung, darunter auch die bereits angeführten Anlagen.

 Totale Kontrolle über einen Tower voller LuxuswohnungenSchwierige Kontaktaufnahme mit den Betreibern 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7. 6
  8. 7
  9. 8
  10. 9
  11.  


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 9,99€

Bachsau 04. Okt 2016

Ich finde das Vorgehen grundfalsch, die Betroffenen nur kurz darauf hinzuweisen. Klar...

Atalanttore 12. Aug 2016

Die Namen der unwilligen Hersteller fehlerhafter Steuerungssoftware im Internet nennen...

Clokwork79 18. Jul 2016

...dann sind die Probleme gelöst *wegduck*

User_x 18. Jul 2016

Welche Gefahren gehen von euren Anlagen aus, falls diese Kompromittiert würden?

joypad 17. Jul 2016

kwt


Folgen Sie uns
       


Thinkpad X1 Carbon Gen6 - Test

Wir testen das Thinkpad X1 Carbon Gen6, das neues Business-Ultrabook von Lenovo. Erstmals verbaut der chinesische Hersteller ein HDR-Display und einen neuen Docking-Anschluss für die Ultra Docking Station.

Thinkpad X1 Carbon Gen6 - Test Video aufrufen
Gemini PDA im Test: 2004 ist nicht 2018
Gemini PDA im Test
2004 ist nicht 2018

Knapp über ein Jahr nach der erfolgreichen Finanzierung hat das Startup Planet Computers mit der Auslieferung seines Gemini PDA begonnen. Die Tastatur ist gewöhnungsbedürftig, längere Texte lassen sich aber mit Geduld durchaus damit tippen. Die Frage ist: Brauchen wir heute noch einen PDA?
Ein Test von Tobias Költzsch und Sebastian Grüner

  1. Atom Wasserfestes Mini-Smartphone binnen einer Minute finanziert
  2. Librem 5 Freies Linux-Smartphone wird größer und kantig
  3. Smartphone-Verkäufe Xiaomi erobert Platz vier hinter Huawei, Apple und Samsung

Sonnet eGFX Box 650 im Test: Wenn die Vega 64 am Thinkpad rechnet
Sonnet eGFX Box 650 im Test
Wenn die Vega 64 am Thinkpad rechnet

Die eGFX Box 650 von Sonnet ist ein eGPU-Gehäuse, das dank 650-Watt-Netzteil auch mit AMDs Radeon RX Vega 64 läuft. Die Box ist zwar recht leise, dennoch würden wir den Lüfter gerne steuern.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Razer Core X eGPU-Box kostet 300 Euro
  2. eGFX Breakaway Box 650 Sonnets Grafik-Gehäuse läuft mit Vega 64
  3. XG Station Pro Asus' zweite eGPU-Box ist schlicht

Live-Linux: Knoppix 8.3 mit Docker
Live-Linux
Knoppix 8.3 mit Docker

Cebit 2018 Die Live-Distribution Knoppix Linux-Magazin Edition bringt nicht nur die üblichen Aktualisierungen und einen gegen Meltdown und Spectre geschützten Kernel. Mir ist das kleine Kunststück gelungen, Knoppix als Docker-Container zu starten.
Ein Bericht von Klaus Knopper


      •  /