Abo
  • Services:
Anzeige
Wasserwerke sollten aus dem Internet nicht erreichbar sein.
Wasserwerke sollten aus dem Internet nicht erreichbar sein. (Bild: Golem.de)

Totale Kontrolle über einen Tower voller Luxuswohnungen

Anschließend hatte ein Angreifer vollumfänglichen Zugriff auf die Funktionen der Gebäudeautomatisierung des Towers. Dieser Zugriff beinhaltet die Steuerung der Beleuchtung, die Bedienung von Frisch- und Abwasserpumpen, die Kontrolle der Klimaanlagen im gesamten Gebäude, den Zugriff auf den Sicherungskasten und sogar auf die Rauchmelder oder Temperaturmessgeräte der Poolanlagen. Kurzum: Es liegt eine totale Kontrolle über sämtliche smarte Bestandteile des Gebäudes vor. Die Bewohner wären somit einem bösartigen Angreifer schutzlos ausgeliefert.

Anzeige
  • Die Steuerungsanlage eines Wasserwerks lässt sich manipulieren. (Screeenshot: Golem.de)
  • Die Steuerungsanlage eines Wasserwerks lässt sich manipulieren. (Screeenshot: Golem.de)
  • Die Steuerungsanlage eines Wasserwerks lässt sich manipulieren. (Screeenshot: Golem.de)
  • Die Steuerungsanlage eines Wasserwerks lässt sich manipulieren. (Screeenshot: Golem.de)
  • Auch ein Blockheizkraftwerk fanden wir ungeschützt im Internet. (Screenshot: Golem.de)
  • Auch ein Blockheizkraftwerk fanden wir ungeschützt im Internet. (Screenshot: Golem.de)
  • Bei einer Ferienwohnung in Österreich konnten wir die Temperatur und andere Einstellungen verändern. (Screenshot: Golem.de)
  • Bei einer Ferienwohnung in Österreich konnten wir die Temperatur und andere Einstellungen verändern. (Screenshot: Golem.de)
  • Und bei einem Smart Tower in Isarel war die gesamte Elektronik aus der Ferne steuerbar. (Screenshot: Golem.de)
  • Und bei einem Smart Tower in Isarel war die gesamte Elektronik aus der Ferne steuerbar. (Screenshot: Golem.de)
  • Und bei einem Smart Tower in Isarel war die gesamte Elektronik aus der Ferne steuerbar. (Screenshot: Golem.de)
  • Und bei einem Smart Tower in Isarel war die gesamte Elektronik aus der Ferne steuerbar. (Screenshot: Golem.de)
Und bei einem Smart Tower in Isarel war die gesamte Elektronik aus der Ferne steuerbar. (Screenshot: Golem.de)

Der könnte beispielsweise mitten in der Nacht einen Blackout in die Wege leiten und hat dafür gleich zwei Möglichkeiten. Zum einen, da sich die Außenbeleuchtung des Towers an den Werten zum Sonnenaufgang und Sonnenuntergang orientieren und sich über das Webinterface einstellen lassen. Zum anderen, da eine Kontrolle über den Stromkasten möglich ist und somit Sicherungen per Mausklick ausgeschaltet werden könnten.

Mit Letzterem könnte man möglicherweise auch Fahrstühle oder Alarmanlagen deaktivieren. Zwar gibt es im Gebäude eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV), allerdings ist auch der Zugriff auf diese über die erwähnte Applikation möglich. Über die Kontrolle der Klimaanlagen, also über Kühlung oder Hitze, ließen sich darüber hinaus weitere Angriffe auf die Bewohner des Gebäudes durchführen.

Durch die Beobachtung der Logdateien konnten wir feststellen, dass sich diese Applikation tatsächlich in aktiver Benutzung befindet. So ließ sich beispielsweise exakt erkennen, zu welcher Zeit ein Fehlalarm eines Rauchmelders vorlag und welcher Operator diese Störungsmeldung quittiert und vermutlich behoben hatte.

Ahnungslose Hausbesitzer

Neben dieser Applikation gab es einige weitere Fälle aus dem Bereich der Gebäudeautomatisierung. Diese gehörten zu Hotels, Smart Buildings und auch Smart Homes. Bei Letzteren gab es meist keinerlei Authentifizierung. Es ließen sich also Licht, Heizung oder Jalousien direkt per Webapplikation fernsteuern oder auch einfach nur beobachten, was in den jeweiligen Gebäuden vor sich ging.

Durch etwas Google-Recherche unter Verwendung der innerhalb der Applikation vorhandenen Informationen gelang es uns, ein Hotel und eines der Smart Homes exakt zuzuordnen. Bei dem Smart Home handelte sich um eine Ferienwohnung in Österreich, die für über 100 Euro pro Nacht zur Verfügung stand und auf einem Portal für Ferienwohnungen mit fünf Sternen gelistet wurde. Sofern ein Angreifer sich an der Steuerung zu schaffen gemacht hätte - es war Zugriff auf die Lichtsteuerung und Heizung möglich -, wäre das für die Gäste sicherlich ein unvergesslicher Urlaub geworden.

  • Die Steuerungsanlage eines Wasserwerks lässt sich manipulieren. (Screeenshot: Golem.de)
  • Die Steuerungsanlage eines Wasserwerks lässt sich manipulieren. (Screeenshot: Golem.de)
  • Die Steuerungsanlage eines Wasserwerks lässt sich manipulieren. (Screeenshot: Golem.de)
  • Die Steuerungsanlage eines Wasserwerks lässt sich manipulieren. (Screeenshot: Golem.de)
  • Auch ein Blockheizkraftwerk fanden wir ungeschützt im Internet. (Screenshot: Golem.de)
  • Auch ein Blockheizkraftwerk fanden wir ungeschützt im Internet. (Screenshot: Golem.de)
  • Bei einer Ferienwohnung in Österreich konnten wir die Temperatur und andere Einstellungen verändern. (Screenshot: Golem.de)
  • Bei einer Ferienwohnung in Österreich konnten wir die Temperatur und andere Einstellungen verändern. (Screenshot: Golem.de)
  • Und bei einem Smart Tower in Isarel war die gesamte Elektronik aus der Ferne steuerbar. (Screenshot: Golem.de)
  • Und bei einem Smart Tower in Isarel war die gesamte Elektronik aus der Ferne steuerbar. (Screenshot: Golem.de)
  • Und bei einem Smart Tower in Isarel war die gesamte Elektronik aus der Ferne steuerbar. (Screenshot: Golem.de)
  • Und bei einem Smart Tower in Isarel war die gesamte Elektronik aus der Ferne steuerbar. (Screenshot: Golem.de)
Bei einer Ferienwohnung in Österreich konnten wir die Temperatur und andere Einstellungen verändern. (Screenshot: Golem.de)

Es ist davon auszugehen, dass dem Besitzer des Hauses diese Gefahrenlage gar nicht bewusst war. Hausbesitzer nutzen vermutlich entweder die Applikation lokal, kennen den Fernzugriff gar nicht oder halten den Remote-Zugriff schlicht für bequem, ohne sich über Risiken durch Manipulation Gedanken zu machen.

 Systeme und Menschen in GefahrWie die angreifbaren Systeme gefunden wurden 

eye home zur Startseite
Bachsau 04. Okt 2016

Ich finde das Vorgehen grundfalsch, die Betroffenen nur kurz darauf hinzuweisen. Klar...

Atalanttore 12. Aug 2016

Die Namen der unwilligen Hersteller fehlerhafter Steuerungssoftware im Internet nennen...

Clokwork79 18. Jul 2016

...dann sind die Probleme gelöst *wegduck*

User_x 18. Jul 2016

Welche Gefahren gehen von euren Anlagen aus, falls diese Kompromittiert würden?

joypad 17. Jul 2016

kwt



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Helicopter Flight Training Services GmbH, Bückeburg
  2. EMIS Electrics GmbH, Waldkirch (Breisgau)
  3. Verve Consulting GmbH, Köln
  4. Webdata Solutions GmbH, Leipzig


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 29,97€
  2. 24,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. (Blu-rays, 4K UHDs, Box-Sets und Steelbooks im Angebot)

Folgen Sie uns
       


  1. Festnetz und Mobilfunk

    Telekom kämpft mit Zerstörungen durch den Orkan Friederike

  2. God of War

    Papa Kratos kämpft ab April 2018

  3. Domain

    Richard Gutjahr pfändet Compact-online.de

  4. Carsharing

    Drivenow und Car2Go wollen fusionieren

  5. Autonomes Fahren

    Alstom testet automatisierten Zugbetrieb

  6. Detectron

    Facebook gibt eigene Objekterkennung frei

  7. Mavic Air

    DJI präsentiert neuen Falt-Copter

  8. Apple

    Homepod soll ab Frühjahr 2018 in Deutschland erhältlich sein

  9. 860 Evo und 860 Pro

    Samsungs SSDs sind flotter und sparsamer

  10. Mozilla

    Firefox Quantum wird mit Version 58 noch schneller



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Sgnl im Hands on: Sieht blöd aus, funktioniert aber
Sgnl im Hands on
Sieht blöd aus, funktioniert aber
  1. NGSFF alias M.3 Adata zeigt seine erste SSD mit breiterer Platine
  2. Displaytechnik Samsung soll faltbares Smartphone auf CES gezeigt haben
  3. Vuzix Blade im Hands on Neue Datenbrille mit einem scharfen und hellen Bild

Matthias Maurer: Ein Astronaut taucht unter
Matthias Maurer
Ein Astronaut taucht unter
  1. Rocketlab Billigrakete startet erfolgreich in Neuseeland
  2. Planetologie Forscher finden große Eisvorkommen auf dem Mars
  3. SpaceX Geheimer Satellit der US-Regierung ist startklar

Zahlungsverkehr: Das Bankkonto wird offener
Zahlungsverkehr
Das Bankkonto wird offener
  1. Gerichtsurteil Internet- und Fernsehkunden müssen bei Umzug weiterzahlen
  2. Breitbandmessung Provider halten versprochene Geschwindigkeit fast nie ein
  3. EU-Verordnung Verbraucherschützer gegen Netzsperren zum Verbraucherschutz

  1. Re: SSD-Testergebnisse: thx! ergo merkt man kaum...

    itse | 04:30

  2. Re: Sie kriechen schon aus ihren Löchern...

    HerrMoser | 03:55

  3. Re: Das alte WiFi Grundproblem, die gesicherte...

    Pjörn | 03:49

  4. Re: der-stürmer.de als neue Domain?

    HerrMoser | 03:47

  5. Re: Dabei sind doch gerade die VTs zu dieser...

    HerrMoser | 03:44


  1. 18:19

  2. 18:08

  3. 17:53

  4. 17:42

  5. 17:33

  6. 17:27

  7. 17:14

  8. 16:14


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel