Abo
  • Services:

Schwachstelle: Certifi-Gate erlaubt Zertifikatsmissbrauch unter Android

Bösartige Apps können in Android legitime Zertifikate nutzen, um erhöhte Rechte zu erhalten. Die Entdecker der Schwachstelle haben dieser den Namen Certifi-Gate gegeben. Google bestätigt die Lücke, betont aber, dass Apps im Play Store auf ein solches Missbrauchspotential überprüft würden.

Artikel veröffentlicht am ,
Das IT-Sicherheitsunternehmen Checkpoint warnt vor dem Missbrauch von Zertifikaten unter Android.
Das IT-Sicherheitsunternehmen Checkpoint warnt vor dem Missbrauch von Zertifikaten unter Android. (Bild: Checkpoint)

Certifi-Gate nennen die Forscher des IT-Sicherheitsunternehmens Checkpoint die Schwachstelle, die sie auf der Hackerkonferenz Black Hat 2015 präsentierten. Bösartige Apps können legitime Zertifikate nutzen, um sich selbst erhöhte Zugriffsrechte unter Android zu geben.

Stellenmarkt
  1. M-net Telekommunikations GmbH, München
  2. Dataport, verschiedene Einsatzorte

Die legitimen Zertifikate stammen beispielsweise von Remote Support Tools, denen weitreichende Rechte gewährt werden. Diese Fernwartungsprogramme erhalten oftmals sogar Zertifikate von den Herstellern selbst, etwa wenn sie zu Supportzwecken auf Geräten ausgeliefert werden. Zu den Herstellern, die für solche Angriffe anfällig sind, gehören unter anderem Teamviewer, Rsupport oder Communitake Remote Care.

Grundlegende Änderungen nötig

Bösartige Apps können die Zertifikate dieser Hersteller ohne Überprüfung auch selbst nutzen. Mit den erhöhten Rechten lassen sich beispielsweise weitere Malware installieren oder private Daten auf dem betroffenen Gerät abgreifen. Anwender können nur die legitime Fernwartungssoftware deinstallieren, um sich gegen solche Angriffe zu wehren. Allerdings betont Google, dass die Überprüfung von Apps im offiziellen Play Store einen solchen Zertifikatsmissbrauch verhindere. Sowohl Google als auch Checkpoint warnen daher vor der Installation von Apps aus unbekannten Quellen.

Das eigentliche Problem zu beheben, sei aber schwierig, sagte Michael Shaulov von Checkpoint Golem.de. Zum einen gebe es keine Möglichkeit für Anwender, missbrauchte Zertifikate zu sperren. Gerätehersteller, die solche Fernwartungssoftware mit ihrem eigenen Zertifikat ausstatteten, könnten dieses nicht ohne weiteres zurückziehen. Die Hersteller der Remote Access Software müssten daher ihre Anwendungen grundlegend umgestalten, um solche Angriffe permanent zu verhindern. Hinweise darauf, dass die Schwachstelle bereits ausgenutzt werde, haben weder Checkpoint noch Google entdeckt.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 1.299,00€
  2. 399€ (Vergleichspreis ab 467€)
  3. 149,90€ + Versand (im Preisvergleich ab 184,95€)

Jasmin26 07. Aug 2015

nicht Android, aber für Google könnte es eng werden, da dies jetzt nicht wirklich...

Mingfu 07. Aug 2015

Die technischen Hintergründen gibt es hier (Registrierung mit beliebigen Daten und...

W0flgang 07. Aug 2015

Laut dem Artikel und dem verlinkten Blog hört sich das wirklich mega schlimm an, vorallem...


Folgen Sie uns
       


Geforce RTX 2070 - Test

Wir haben uns zwei Geforce RTX 2070, eine von Asus und eine von MSI, angeschaut. Beide basieren auf einem TU106-Chip mit 2.304 Shader-Einheiten und einem 256-Bit-Interface mit GByte GDDR6-Speicher. Das Asus-Modell hat mehr Takt und ein höhere Power-Target sowie eine leicht bessere Ausstattung, die MSI-Karte ist mit 520 Euro statt 700 Euro aber günstiger. Beide Geforce RTX 2070 schlagen die Geforce GTX 1080 und Radeon RX Vega 64.

Geforce RTX 2070 - Test Video aufrufen
Resident Evil 2 angespielt: Neuer Horror mit altbekannten Helden
Resident Evil 2 angespielt
Neuer Horror mit altbekannten Helden

Eigentlich ein Remake - tatsächlich aber fühlt sich Resident Evil 2 an wie ein neues Spiel: Golem.de hat mit Leon und Claire gegen Zombies und andere Schrecken von Raccoon City gekämpft.
Von Peter Steinlechner

  1. Resident Evil Monster und Mafia werden neu aufgelegt

Sony-Kopfhörer WH-1000XM3 im Test: Eine Oase der Stille oder des puren Musikgenusses
Sony-Kopfhörer WH-1000XM3 im Test
Eine Oase der Stille oder des puren Musikgenusses

Wir haben die dritte Generation von Sonys Top-ANC-Kopfhörer getestet - vor allem bei der Geräuschreduktion hat sich einiges getan. Wer in lautem Getümmel seine Ruhe haben will, greift zum WH-1000XM3. Alle Nachteile der Vorgängermodelle hat Sony aber nicht behoben.
Ein Test von Ingo Pakalski


    Autonome Schiffe: Und abends geht der Kapitän nach Hause
    Autonome Schiffe
    Und abends geht der Kapitän nach Hause

    Weite Reisen in ferne Länder, eine Braut in jedem Hafen: Klischees über die Seefahrt täuschen darüber hinweg, dass diese ein Knochenjob ist. Doch in wenigen Jahren werden Schiffe ohne Besatzung fahren, überwacht von Steuerleuten, die nach dem Dienst zur Familie zurückkehren. Daran arbeitet etwa Rolls Royce.
    Ein Bericht von Werner Pluta

    1. Elektromobilität San Francisco soll ein Brennstoffzellenschiff bekommen
    2. Yara Birkeland Autonome Schiffe sind eine neue Art von Transportsystem
    3. Power Pac Strom aus dem Container für Ozeanriesen

      •  /