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Schwacher Absatz: Umsatzwarnung bei EA wegen Fußball und Dragon Age

Das letzte Dragon Age hat sich mäßig verkauft, auch EA Sports FC 25 enttäuscht: Electronic Arts warnt seine Aktionäre und der Kurs bricht ein.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von EA Sports FC 25 (Bild: Electronic Arts)
Artwork von EA Sports FC 25 Bild: Electronic Arts

Electronic Arts hat seine Anteilseigner mit einer offiziellen Umsatzwarnung(öffnet im neuen Fenster) auf schlechte Geschäftsergebnisse vorbereitet, unmittelbar darauf brach der Aktienkurs um knapp 14 Prozent ein.

Konkret schreibt EA in einer Pressemitteilung, dass vor allem wegen schwacher Verkaufszahlen von EA Sports FC 25 mit einem Umsatzrückgang zu rechnen sei – zuvor war das Management um Firmenchef Andrew Wilson noch von einem Plus ausgegangen.

Die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2025 liegt nun bei 7 Milliarden US-Dollar bis 7,15 Milliarden US-Dollar. Zuvor hatte EA eine Spanne von 7,5 Milliarden US-Dollar bis 7,8 Milliarden US-Dollar genannt.

EA Sports FC 25 mit technischen Problemen

Electronic Arts macht keine Angaben über die Gründe für den schwächelnden Absatz von EA Sports FC. Die Reihe ist enorm wichtig für das Unternehmen, in Deutschland führte sie auch 2024 die Jahrescharts an.

Dass der jüngste Serienteil sich dennoch schlecht verkauft, dürfte auch an Qualitätsproblemen liegen. FC 25 erhielt auf Steam nur die Durchschnittsbewertung(öffnet im neuen Fenster) "Ausgeglichen" von der Community.

In den Begründungen gibt es Kritik wegen Bugs, Abstürzen, Rucklern sowie allgemein am Gameplay – etwa am Passsystem. Auf Playstation 5 und Xbox Series X/S ist die Lage ähnlich enttäuschend.

Ebenfalls zum Umsatzminus trug laut EA der enttäuschende Absatz des im Herbst 2024 veröffentlichten Dragon Age – The Veilguard bei. Das von Bioware Edmonton entwickelte Rollenspiel fand weltweit lediglich rund 1,5 Millionen Spieler, der Hersteller hatte das Doppelte erwartet.

Dragon Age – The Veilguard (20 Minuten Gameplay)
Dragon Age – The Veilguard (20 Minuten Gameplay) (20:17)

Dragon Age schnitt in Tests recht gut ab ( auch bei Golem.de ). In der Community wurde es allerdings – vor allem in den USA – teils massiv für als "woke" empfundene Inhalte kritisiert.

In den vergangenen Tagen war bekannt geworden, dass Game Director Corinne Busche das Team verlassen hat. Daraufhin gab es Gerüchte, dass das gesamte Studio geschlossen wird – bislang bewahrheitete sich das nicht. Bioware arbeitet momentan am nächsten Teil der Mass-Effect-Saga.


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