Schwache Nachfrage: SK Hynix verliert Milliarden in einem Quartal

Geringe Nachfrage und niedrige Preise machen Speicherherstellern zu schaffen. Selbst ASML spürt die verringerte Nachfrage. Besserung soll bald kommen.

Artikel veröffentlicht am , Johannes Hiltscher
Einer der Hoffnungsträger: HBM3-Speicher soll dank anspruchsvoller KI den Umsatz von SK Hynix ankurbeln.
Einer der Hoffnungsträger: HBM3-Speicher soll dank anspruchsvoller KI den Umsatz von SK Hynix ankurbeln. (Bild: SK Hynix)

Während bei manchen Halbleitern das Angebot noch immer der Nachfrage hinterherhinkt, werden die Hersteller andere nicht los. Besonders stark betroffen ist der Speichermarkt, wie der aktuelle Geschäftsbericht des südkoreanischen Speicherherstellers SK Hynix zeigt: Gegenüber dem Vorjahr ist der Umsatz im ersten Quartal 2023 um 58 Prozent auf knapp 5,1 Billionen Won (rund 3,5 Milliarden Euro) gesunken. Insgesamt machte das Unternehmen einen Verlust von 3,4 Billionen Won (rund 2,3 Milliarden Euro).

Verluste in dieser Höhe verzeichnete das Unternehmen zuletzt 2012 durch die Übernahme von Hynix. Ab der zweiten Jahreshälfte rechnet SK Hynix mit einer Verbesserung der Nachfrage: Im ersten Quartal 2023 hätten Kunden ihre Lagerbestände abgebaut, die geplanten Verringerungen der Produktion sollen dann die Preise für DRAM und Flash stabilisieren.

Besonders der Serverbereich soll für Wachstum sorgen: Hier rechnet SK Hynix dank Trends zu großzügigerer Speicherausstattung und des Bedarfs nach viel und schnellem Speicher für KI-Anwendungen mit anziehender Nachfrage.

Trotz der aktuellen Schwäche will SK Hynix weiter in seinen 1b-Fertigungsprozess und NAND-Flash mit 238 Lagen investieren, um zügig die Serienfertigung zu starten, sobald sich das Marktumfeld bessert.

Schlechte Zahlen in der gesamten Industrie

Zuvor hatte auch Micron bereits schlechte Geschäftszahlen mit ähnlich hohen Verlusten vorgelegt. Samsung, der dritte große Speicherhersteller, veröffentlichte bislang noch keine Geschäftszahlen, rechnet aber ebenfalls mit einem starken Gewinneinbruch.

Die Speicherhersteller sind zwar besonders betroffen, doch das gilt auch für andere, ansonsten sehr krisenfeste Unternehmen: TSMC verfehlte bereits das zweite Quartal in Folge seine geplanten Umsatzzahlen. Selbst der niederländische Hersteller von Belichtungsmaschinen ASML bekommt die aktuelle Marktschwäche zu spüren. Ihm kommt allerdings sein langes Auftragsbuch zugute, weshalb zuletzt rückläufige Bestellungen sich nicht in der Bilanz niederschlagen – und das Umsatzziel für 2023 zuletzt erhöht wurde.

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