Schulunterrricht: Datenschützer hält Skype-Nutzung für bedenklich

Zwar will Hamburgs Datenschützer die Nutzung von Skype durch Schulen in der Corona-Krise nicht direkt verbieten. Doch gut findet er sie nicht.

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Hamburgs Datenschützer sieht Skype kritisch, will die Nutzung durch Schulen aber nicht verbieten.
Hamburgs Datenschützer sieht Skype kritisch, will die Nutzung durch Schulen aber nicht verbieten. (Bild: Mario Tama/Getty Images)

Hamburgs Datenschutzbeauftragter Johannes Caspar hat Medienberichte zurückgewiesen, wonach er den Schulen die Nutzung von Skype zur Videokommunikation mit Schülern generell untersagt hat. Caspar zeigte sich "entsetzt über die Berichterstattung" des Hamburger Abendblatts. Es habe weder ein Skype-Verbot noch eine Untersagung des Unterrichts via Skype oder eines anderen Messenger-Dienstes durch Caspar persönlich oder durch seine Mitarbeiter gegeben, teilte die Behörde am Donnerstag mit. Allerdings habe eine Schule auf die Nutzung von Skype verzichtet, nachdem sich ein Mitarbeiter Caspars mit dem Datenschutzbeauftragten der Hamburger Schulbehörde über die Problematik ausgetauscht habe.

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Ein Sprecher Caspars sagte auf Anfrage von Golem.de, dass dies jedoch kein generelles Verbot der Skype-Nutzung bedeute. Darüber hinaus könne die Behörde derzeit kein Videokonferenz-System als datenschutzfreundliche Alternative empfehlen. Eine entsprechende Prüfung solcher Programme habe bislang nicht stattgefunden. Caspar sehe jedoch ebenso wie die Datenschutzbeauftragten anderer Bundesländer "die Nutzung von kommerziellen Kommunikationsplattformen für schulische Zwecke unter datenschutzrechtlichen Aspekten grundsätzlich kritisch", heißt es in der Mitteilung.

FAQ angekündigt

Es sei jedoch die klare Position, "in enger Absprache mit der Behörde für Schule und Berufsbildung auf Überzeugungsarbeit bei den verantwortlichen Stellen, nicht aber auf Untersagungen und Verbote zu setzen. Dies gilt in besonderem Maße in der gegenwärtigen Situation der Corona-Krise". Die Behörde kündigte an, am Freitag ein FAQ zu Datenschutzfragen rund um die Corona-Krise zu veröffentlichen.

Einer Recherche von Golem.de zufolge nutzen Schulen in Berlin Telefon- und Videokonferenzen bisher eher selten. Die Kommunikation findet eher über Cloud-Dienst, Messenger oder Kollaborations-Apps wie Wire statt. Golem.de hat vor kurzem neben Skype sieben weitere Videokonferenzprogramme getestet.

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quineloe 27. Mär 2020

Merkantilismus ist überholt.

TechBen 27. Mär 2020

Leider schreibt er nicht, welche Bedenken er bei SKYPE hat. Das wäre ja auch sachlich...

flow77 27. Mär 2020

Es sterben täglich tausende Menschen, auch ohne Corona und auch nicht nur wegen...

Ingenerd 26. Mär 2020

Mit jitsi schon. Rocket.Chat kenne ich nicht.


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