Schulunterricht: IT-Ausstattung der Schulen wird immer schlechter
Schüler bewerten die IT-Ausstattung an ihren Schulen jedes Jahr schlechter. Das ist das Ergebnis einer Befragung von 512 Schülern durch den Bitkom Research und das Meinungsforschungsinstitut Aris, die am 9. Dezember 2014 vorgelegt wurde(öffnet im neuen Fenster). Die Befragung ist nach den Angaben repräsentativ.
Danach bezeichnen 54 Prozent den Zustand der Computertechnik an ihrer Schule als mittelmäßig oder schlecht. Die Kritik der Schüler an der mangelhaften IT-Ausstattung der Schulen nimmt stetig zu: Im Jahr 2010 waren nur 40 Prozent der Schüler unzufrieden, im Jahr 2007 lediglich 38 Prozent.
Jeder dritte Schüler (35 Prozent) bringt wegen der schlechten Ausstattung sein eigenes Notebook mit in den Unterricht, jeder fünfte (19 Prozent) ein Tablet.
"Wenn die Ausstattung nicht stimmt, sind die Bemühungen zum Einsatz digitaler Medien im Unterricht zum Scheitern verurteilt", sagte Bitkom-Vizepräsident und Bertelsmann-Manager Achim Berg. "Die Schüler helfen sich selbst. Ihre Smartphones und Tablets haben nicht selten ein Vielfaches der Rechenleistung der in die Jahre gekommenen 'Computerkabinette' unserer Schulen. Die Schere zwischen der privaten IT-Ausstattung und dem Gerätepark der Schulen öffnet sich immer weiter."
8 von 10 Schülern werden mit Hilfe von digitalen Tafeln (Whiteboards) unterrichtet. Schon deutlich seltener werden Tablets (29 Prozent) oder E-Book-Reader (6 Prozent) eingesetzt. Täglich genutzt werden all diese Geräte aber kaum. Nur 35 Prozent der Schüler erleben täglich Whiteboards im Unterricht, noch weniger Notebooks (34 Prozent) oder stationäre PCs (28 Prozent). Selbst der Beamer wird nur bei jedem vierten Schüler (25 Prozent) an jedem Schultag eingesetzt.
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