Schulen: Berliner Senat gibt 2,2 Millionen Euro für LTE-Router aus

Um den Missstand der fehlenden Glasfaseranbindung zu verwalten, kauft der Berliner Senat jetzt 10.000 LTE-Router. Das reicht für jeweils 16 Klassenzimmer an den 600 Schulen.

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Vodafone liefert den Huawei-LTE-Router an den Senat aus.
Vodafone liefert den Huawei-LTE-Router an den Senat aus. (Bild: Vodafone Deutschland)

Deutsche Telekom und Vodafone liefern den Berliner Schulen jeweils 5.000 LTE-Router mit unlimitierter Datennutzung. Das gab die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie am 24. März 2021 bekannt. "Die Schulen erhalten diese mobilen Router als zügig realisierbare Zwischenlösung", erklärte die Senatsverwaltung.

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Damit wird Hybridunterricht für halbierte Lerngruppen endlich besser möglich. Norman Heise, Vorsitzender des Landeselternausschusses, sagte Anfang März: "Und zwar so, dass auch die Schülerinnen und Schüler, die zuhause bleiben, nicht erst mit Aufgabenblättern versorgt werden müssen, sondern wirklich am Unterrichtsgeschehen teilnehmen können."

Bildungssenatorin Sandra Scheeres sagte: "Wir stellen unseren Schulen mit den mobilen LTE-Routern eine zügige und unbürokratische Unterstützung bereit." Ziel sei die Ausstattung der Schulstandorte mit einer flächendeckend leistungsstarken Breitband-Glasfaseranbindung. Doch der Ausbau wird seit Jahren nicht angepackt, kritisiert die Lehrergewerkschaft GEW.

Angaben zu den Kosten der LTE-Router wurden nicht gemacht. Laut einem Bericht von Inforadio vom 3. März 32021 liegen die Ausgaben bei rund 100 Euro in der Anschaffung und bei zehn Euro pro Monat für die Nutzung der Router. Die Anschaffungskosten für den Bildungssenat lägen damit bei rund einer Million Euro und etwa 1,2 Millionen Euro jährlich für den Unterhalt. "Insgesamt entstehen für zwei Jahre zunächst Kosten von etwa 1,6 Millionen Euro", sagte der Sprecher dee Schulsenatorin, Martin Klesmann, Golem.de auf Anfrage.

Schulen brauchen laut Senat offenbar keine Glasfaser

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Die Router reichen zudem nicht annähend aus, um alle Räume in den Berliner Schulen zu versorgen. Die Leiterin der Schule an der Jungfernheide, Karin Stolle, sagte zu Inforadio, dass sie für ihre Schule rund 60 LTE-Router benötigte.

Die Ausgaben für die Router sind notwendig, weil es keine Glasfaseranbindung gibt. Auf Anfrage der BBZ (Berliner Bildungszeitschrift) der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) vom Juli/August 2020 räumte die zuständige Senatsverwaltung ein, dass aktuell keine der mehr als 600 allgemeinbildenden Schulen in der Stadt an das Glasfasernetz angeschlossen sei.

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SimonP 26. Mär 2021

Also erstmal ist LTE ein shared medium man Teil sich mit allen einen Turm. Zum anderen...

jpk1337 25. Mär 2021

Fun Fact: Direkt unterm Sendemast hat man überhaupt keinen Empfang. Deshalb hab ich noch...

m9898 25. Mär 2021

Naja, wenn du dir ein Angebot für 5000 Anschlüsse machen lässt wirst du wohl einen...

DerUhu 25. Mär 2021

Nein, wie der Kommentar völlig korrekt ausführt sind die Router in der Menge auch bei...

owe 24. Mär 2021

Mal ganz ehrlich: ich bin grundsätzlich froh, dass endlich in der Politik ansatzweise der...



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