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Schule in Florida: KI-Sicherheitssystem verwechselt Klarinette mit Schusswaffe

In den USA werden in zahlreichen Schulen KI -Systeme eingesetzt, um Schusswaffen zu erkennen. Wieder ist es zu einer Verwechslung gekommen.
/ Tobias Költzsch
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Achtung, Klarinette! (Bild: Pexels)
Achtung, Klarinette! Bild: Pexels / Pexels-Lizenz

Eine Schule in Florida ist abgeriegelt worden, weil ein KI-basiertes Sicherheitssystem eine Klarinette für eine Schusswaffe hielt. Wie verschiedene lokale Medien(öffnet im neuen Fenster) berichten, wurde die Lawton Chiles Middle School in Oviedo in einen Lockdown versetzt, nachdem ein Schüler offenbar aus Spaß sein Instrument wie eine Waffe hielt.

Das reichte scheinbar aus, um das Sicherheitssystem auszulösen, da es die Klarinette mit einem Gewehr verwechselte. Nachdem die Schule abgeriegelt war, untersuchte die lokale Polizei die Situation und hob den sogenannten Code Red wieder auf.

Wie die lokale Nachrichtenseite News 6 schreibt, seien der Polizei zufolge zu keinem Zeitpunkt Kinder in Gefahr gewesen – was angesichts einer Klarinette als Gefahrenquelle auch nicht sonderlich verwundert. Einem lokalen Radiosender zufolge(öffnet im neuen Fenster) seien keine Verhaftungen erfolgt, da es kein kriminelles Verhalten gegeben habe.

KI-System kostet 250.000 US-Dollar im Abo

Die Schule verwendet einem früheren Bericht zufolge(öffnet im neuen Fenster) das KI-basierte Sicherheitssystem von einem Unternehmen namens Zeroeyes, für die der Schulbezirk 250.000 US-Dollar für ein Cloud-Abonnement zahlt. Das System wird in 43 Bundesstaaten der USA von Schulen verwendet und soll mehr als 100 Schusswaffen erkennen.

Dafür wird das Videomaterial von in den Bildungseinrichtungen installierten Kameras mithilfe von KI-Algorithmen analysiert. So sollen frühzeitig Bedrohungen erkannt werden – was aber auch zu Verwechslungen wie in Oviedo führt. Der Nachrichtenseite Spectrum News 13 konnte der für Oviedo zuständige Schulbezirk in einer früheren Anfrage keine Zahl nennen, wie viele tatsächliche Bedrohungen das System verhindert habe.

In der Vergangenheit führten vergleichbare KI-Sicherheitssysteme an Schulen in den USA bereits zu teils kuriosen Verwechslungen, die nicht immer so glimpflich ausgingen wie im aktuellen Fall. So wurde im Oktober 2025 ein Schüler überwältigt und in Handschellen gelegt, weil das ein System des Herstellers Omnilert eine Doritos-Tüte mit einer Schusswaffe verwechselte.


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