Schuldenbremse: Christian Lindner will Prämien für E-Autos abschaffen

Die Schuldenbremse soll 2023 wieder eingehalten werden. Finanzminister Lindner (FDP) will unter anderem die E-Auto-Kaufprämien streichen.

Artikel veröffentlicht am ,
Finanzminister Christian Lindner
Finanzminister Christian Lindner (Bild: Sandro Halank/CC-BY-SA 4.0)

Steigende Zinsen machen es für Deutschland teurer, neue Schulden aufzunehmen. Das veranlasst Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP), Ausgaben auf den Prüfstand zu stellen.

Stellenmarkt
  1. IT-Betreuer / Benutzerunterstützung (m/w/d)
    Zweckverband Verkehrsverbund Großraum Ingolstadt, VGI, Ingolstadt
  2. Inhouse SAP Teamleiter (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, Raum Heidelberg
Detailsuche

"Im letzten Jahr haben wir gut vier Milliarden Euro an Zinsen gezahlt", sagte Lindner gegenüber der Welt am Sonntag. "Es ist nicht ausgeschlossen, dass es kommendes Jahr bis zu 30 Milliarden Euro sein werden."

Wenn es nach ihm gehe, sagte Lindner, "werden zum Beispiel die Kaufprämien für Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride gestrichen". Die Autos würden bisher über die Lebensdauer teils mit bis zu 20.000 Euro subventioniert, auch für Topverdiener. "Da können wir Milliarden sparen, die wir sinnvoller einsetzen können."

Der Bundeshaushalt 2022 beinhaltet eine Neuverschuldung in Höhe von fast 139 Milliarden Euro. Im Haushalt 2023 , der in Kürze vorgestellt werden soll, wird es wohl eine deutlich niedrigere Neuverschuldung geben. Damit dies gelingt, müssen Ausgaben reduziert werden.

Golem Karrierewelt
  1. AZ-104 Microsoft Azure Administrator: virtueller Vier-Tage-Workshop
    19.-22.09.2022, virtuell
  2. Adobe Premiere Pro Grundkurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    26./27.09.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Anfang Mai 2022 wies bereits Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) Berichte zurück, wonach er den Verkauf von Elektroautos mit höheren staatlichen Zuschüssen finanzieren wolle. "Der Umstieg auf eine klimaneutrale Mobilität muss über marktwirtschaftliche Anreize gelingen", twitterte der FDP-Politiker am 9. Mai 2022.

Geringere oder gar keine Förderung für E-Autos ab 2023?

Bisher waren nur Pläne von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) bekannt, denen zufolge staatliche Zuschüsse für Plug-in-Hybride 2023 gestrichen werden sollen. Die Förderung für reine Elektroautos soll schrittweise gesenkt werden. Ab 2023 soll der Bundesanteil 4.000 Euro betragen, 2024 und 2025 sollen es noch 3.000 Euro sein. Zudem sollen E-Autos nur noch bis zu einem Gesamtfahrzeugpreis von 65.000 Euro gefördert werden. Die Mindesthaltedauer soll von sechs auf zwölf Monate steigen.

Der Autor meint dazu:

Lindner hat in Aussicht gestellt, dass die Elektroautoförderung in Hinblick auf Kaufprämien vollständig gestrichen werden könnte. Sollte die Prämie wegfallen, könnten Elektroautos noch teurer werden und die geplante Antriebswende verzögert werden. Da 2035 die Neuzulassung von Verbrennern beendet werden soll, müssen sich die Hersteller etwas einfallen lassen, um die Elektroautos preisgünstiger zu machen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


plutoniumsulfat 22. Jun 2022

Das war seit Jahrzehnten völlig normal - schließlich konnte man ohne Auto kaum...

plutoniumsulfat 22. Jun 2022

Da oben stehen 5l. Da muss man schon sehr, sehr sparsam fahren, um die mit einem Wagen...

plutoniumsulfat 22. Jun 2022

Aber die machen die Straße ja nicht kaputt (Vierte-Potenz-Gesetz) :D Wobei man auch...

plutoniumsulfat 22. Jun 2022

Ah, die Vorstände, die ihre überschüssigen Gewinne in die Sozialkassen einzahlen. Kennt...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
James Webb Space Telescope
Das Weltraumteleskop wird mit Javascript betrieben

Die in der Raumfahrt verwendete Software ist manchmal kurios. Im Fall des JWST wird das ISIM mit Javascript kontrolliert und betrieben.

James Webb Space Telescope: Das Weltraumteleskop wird mit Javascript betrieben
Artikel
  1. ADAC-Test: Elektroautos als Zugmaschinen - was bringt's?
    ADAC-Test
    Elektroautos als Zugmaschinen - was bringt's?

    Der ADAC hat den Stromverbrauch von Elektroautos mit Anhängern und Fahrradgepäckträgern gemessen. Gute Noten gibt es dabei keine.

  2. Macbook Air M2 im Test: Das Macbook ohne Lüfter, aber mit Notch und Magsafe
    Macbook Air M2 im Test  
    Das Macbook ohne Lüfter, aber mit Notch und Magsafe

    Im Vergleich zum Apple Macbook Pro ist das Air mit M2-Chip eine Generation weiter. Auch ohne Lüfter ist es ein leistungsstarkes Notebook.
    Ein Test von Oliver Nickel

  3. DDR5: Samsung plant 1-TByte-Speichermodul
    DDR5
    Samsung plant 1-TByte-Speichermodul

    2022 sollen 512-GByte-Riegel verfügbar sein, später die doppelte Kapazität. Davon profitieren Server-CPUs wie AMDs Epyc mit zwölf Kanälen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MindStar (MSI RTX 3090 Gaming 1.269€, Seagate Festplatte ext. 18 TB 295€) • PS5-Deals (Uncharted Legacy of Thieves 15,38€, Horzizon FW 39,99€) • HP HyperX Gaming-Maus -51% • Alternate (Kingston Fury DDR5-6000 32GB 219,90€ statt 246€) • Samsung Galaxy S22+ 5G 128 GB 839,99€ [Werbung]
    •  /