Schulden: Vodafone bereitet Verkauf seiner Mobilfunkmasten vor

Die britische Vodafone Group wird ihre Mobilfunkmasten in Europa ausgründen. Wie das Unternehmen am 26. Juli 2019 bekanntgab(öffnet im neuen Fenster) , ist ein Börsengang des Bereiches möglich. Der neue Geschäftsbereich wird die 61.700 Sendemasten des Unternehmens in zehn Märkten umfassen.
Laut Vodafone laufen derzeit "Vorbereitungen für eine Reihe von Monetarisierungsmöglichkeiten" , die in den nächsten 18 Monaten umgesetzt würden. Mobilfunkbetreiber verkaufen ihre Masten häufig an Investmentgesellschaften, um sie dann zurückzumieten, dies wird Sale-Leaseback (SLB) genannt.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) der Türme würde rund 900 Millionen Euro betragen. Der Erlös eines Börsengangs würde zur Tilgung der Schulden verwendet, erklärte Vodafone.
Vodafone meldete auch Ergebnisse für sein erstes Finanzquartal, nach denen der organische Serviceumsatz, die Einnahmen des Unternehmens mit Kunden, um 0,2 Prozent zurückging. Vodafone rechnet mit einer Verbesserung im Jahresverlauf und bekräftigte seine Prognose. Der Gesamtumsatz ging um 2,3 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro zurück. "Wir haben ein solides Momentum" , sagte Vodafone-Deutschlandchef Hannes Ametsreiter dennoch.
Kabelnetz stärker als Mobilfunk
Bei Vodafone Deutschland(öffnet im neuen Fenster) stieg der Gesamt-Service-Umsatz um 0,4 Prozent. Der Festnetz-Service-Umsatz wächst um 1,5 Prozent vor allem durch das Kabelgeschäft. Im Mobilfunkbereich ging der Umsatz um 0,5 Prozent zurück. 74 Prozent aller neuen Kabelkunden buchen 200 MBit/s und mehr. Vodafone Kabel verzeichnete 35.000 neue Kabelkunden und ein Plus von 3,6 Prozent im Kabel-Service-Umsatz.
Am 18. Juli 2019 hatte die EU-Kommission der Übernahme der Kabelnetze von Unitymedia in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen durch Vodafone zugestimmt.



