Schulden: Verkauf der Telekom-Mobilfunktürme beginnt

Wie geplant startet der Verkauf der Funkturmsparte der Telekom. Als Berater unterstützt Goldman Sachs.

Artikel veröffentlicht am ,
Anlage der Deutschen Telekom
Anlage der Deutschen Telekom (Bild: DFMG)

Die Deutsche Telekom hat mit dem Verkauf ihrer Mobilfunktürme begonnen und erwartet in den nächsten Wochen Angebote. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf drei Quellen mit Kenntnis der Transaktion. Der Netzbetreiber arbeitet mit Goldman Sachs als Berater beim Verkauf seiner 40.600 Masten zusammen, die auf fast 18 Milliarden Euro (19,9 Milliarden US-Dollar) geschätzt werden.

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Angesichts der hohen Nachfrage nach Anlagemöglichkeiten im Bereich Infrastruktur sei laut informierten Kreisen eine so hohe Bewertung einschließlich Schulden möglich, was dem 30-fachen des erwarteten Betriebsergebnisses (Ebitda) entsprechen würde, berichtete das Handelsblatt Ende des vergangenen Jahres. Allerdings spielten die Verträge zur künftigen Nutzung der Masten durch die Telekom eine entscheidende Rolle bei der Bewertung.

Die in den USA ansässige American Tower Corp und der spanische Mobilfunkinfrastrukturbetreiber Cellnex bereiten Angebote vor, sagten zwei der Quellen laut Reuters. Das in Madrid und Barcelona ansässige Unternehmen hat seine 53.000 europäischen Sites in den vergangenen Jahren durch eine Reihe von Übernahmen aufgebaut und bereits einen Vertrag mit der Telekom in den Niederlanden geschlossen. American Tower verfügt über fast 220.000 Türme weltweit, ein Viertel davon in Europa.

Im Januar wurde berichtet, dass die Telekom eine Fusion ihrer Mobilfunkmasten mit denen von Konkurrenten wie Vodafone und Orange erwägt. Vodafones Vantage hat ungefähr 82.000 Türme. Der Chef von Vodafone, Nick Read, sagte im Februar, dass der nächste Schritt für Vantage Towers eine Fusion sein sollte.

Höttges: "Wir machen keine schlechten Deals"

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Totem, der Funkturmbereich von Orange (France Telecom), hat nur 26.000 Türme. Orange-Chef Stephane Richard hat die Möglichkeit angedeutet, Totem mit einem der anderen Betreiber in Europa zusammenzulegen.

"Wir machen keine schlechten Deals", sagte Telekom-Konzernchef Tim Höttges am 24. Februar 2022 zum Verkaufsprozess der Funktürme. Bei dem Verkauf geht es wie üblich nur um die passive Infrastruktur, nicht um die Sendeanlagen. Derzeit hat das Unternehmen Schulden in Höhe von knapp 130 Milliarden Euro. Die Außenstände sind durch die Übernahme von Sprint, die Integration und neue 5G-Frequenzen in den USA stark angestiegen.

Das Tower-Business umfasst sowohl kleinere als auch größere Anlagen bis hin zum Berliner Fernsehturm am Alexanderplatz. Die Telekom hat einen Großteil ihrer Funktürme seit dem Jahr 2016 in einer separaten Einheit zusammengefasst. Dazu zählt vor allem die Deutsche Funkturm GmbH (DFMG) mit Hauptsitz in Münster. Die Gesellschaft verwaltet die mehr als 33.000 Standorte in Deutschland und errichtet neue Standorte. Hinzu kommen rund 7.000 Standorte in Österreich. Die Telekom besitzt in Europa noch weitere Funktürme, die noch nicht in die Einheit eingegliedert sind.

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x2k 13. Mär 2022

Manager denken aber nicht so wirtschaftlich. Bei denen geht es darum eine...

Maximilian154 11. Mär 2022

Klar, irgendwo müssen doch die ganzen Erlöse aus dem Verkauf ja hin?



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