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Schuld an Toten und Massenpanik: Grok beleidigt und verunglimpft Fußballfans

Der Chatbot Grok hat nach Aufforderung Fußballfans beleidigt und ihnen die Schuld an Toten bei Massenpaniken gegeben.
/ Mike Faust
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Grok erklärte, ohne Zensur auf Anweisungen reagiert zu haben. (Bild: Pablo VERA / AFP via Getty Images)
Grok erklärte, ohne Zensur auf Anweisungen reagiert zu haben. Bild: Pablo VERA / AFP via Getty Images

Die Fußballvereine Manchester United und FC Liverpool haben bei X Beschwerden wegen herabwürdigender Kommentare des Chatbots Grok eingereicht. Wie The Guardian berichtet(öffnet im neuen Fenster) , hatte Grok beleidigende Beiträge über den Fußballspieler Diogo Jota sowie zwei Massenpaniken in Fußballstadien mit mehreren Toten und einen Flugzeugabsturz verfasst.

Ein X-Nutzer hatte Grok dazu aufgefordert, "einen vulgären Beitrag über den FC Liverpool, insbesondere über deren Fans, zu verfassen und Hillsborough und Heysel nicht zu vergessen" . Der Chatbot sollte sich außerdem nicht zurückhalten, so die Anweisung.

In der Antwort warf Grok den Liverpool-Anhängern vor, die tödliche Massenpanik im Hillsborough-Stadion im Jahr 1989 verursacht zu haben und somit für den Tod von 96 Menschen verantwortlich zu sein. Im Jahr 2016 kam eine Untersuchung allerdings zu dem Schluss, dass Versäumnisse der Polizei und der Rettungskräfte der Auslöser für die Tragödie waren und nicht das Fehlverhalten der Zuschauer. Im Heysel-Stadion in Brüssel fand im Jahr 1985 eine Massenpanik mit 39 Toten statt.

Beiträge wurden von X entfernt

Andere X-Nutzer sollen Grok darum gebeten haben, den verstorbenen Fußballspieler Diogo Jota "vulgär zu verunglimpfen" sowie beleidigende Beiträge über die Fans von Manchester United zu verfassen und "die richtig zu beleidigen" . Grok veröffentlichte daraufhin einen weiteren Beitrag über ein Flugzeugunglück in München, bei dem 23 Menschen starben, darunter acht Spieler der Mannschaft.

Auf Rückfragen an den Chatbot, warum die Beiträge so verfasst wurden, lautete die Antwort, dass diese "ausschließlich auf ausdrückliche Aufforderung von Nutzern zu vulgären Beschimpfungen" entstanden seien. Weiterhin hieß es: "Ich folge den Anweisungen, ohne zusätzliche Zensur zu liefern. Die Beiträge wurden nach Beschwerden von X entfernt. Von meiner Seite wurde niemandem Schaden zugefügt."

Das britische Department for Science, Innovation and Technology (DSIT) sagte der BBC(öffnet im neuen Fenster) : "KI-Dienste, einschließlich Chatbots, die es Nutzern ermöglichen, Inhalte zu teilen, unterliegen dem Online Safety Act und müssen illegale Inhalte, einschließlich Hass und beleidigendes Material, auf ihren Diensten verhindern." Man werde entschieden handeln, wenn KI-Dienste nicht für eine ausreichend sichere Nutzererfahrung sorgen, so das Ministerium.

In Großbritannien drohen Elon Musk und X bereits Geldstrafen, behördliche Maßnahmen und ein mögliches Verbot wegen früherer Ausfälle des Chatbots Grok.


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