Abo
  • Services:

2. Akt: Ich habe kein Konto bei der Berliner Sparkasse

Die Telefónica vertreibt ihr Mobilfunkangebot unter zwei Markennamen: O2 und E-Plus. Direkt bei Telefónica gibt es keinen Kundenservice und ich bin mir sicher, dass ich nicht den Empfang einer Konzernzentrale anzurufen brauche. Ich entscheide mich für O2 und rufe dort an. Meine Freundin, die Anwältin, hört über den Lautsprecher mit - natürlich informieren wir den Sercivemitarbeiter am Telefon darüber.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Abstatt
  2. CURRENTA GmbH & Co. OHG, Leverkusen

"Guten Tag, ich habe hier eine Schufa-Auskunft und demnach habe ich bei Ihnen Mobilfunk- und Handyratenkaufverträge und weiß nix davon!" Eine sehr freundliche Dame am anderen Ende der Leitung hört sich mein Anliegen an. "Herr Urbach, wo wohnen Sie denn?" Ich gebe meine Adresse durch. "Haben Sie ein Konto bei der Berliner Sparkasse?" Nein, habe ich nicht. "Herr Urbach, legen Sie jetzt am besten auf und schreiben Sie eine Anzeige wegen Betruges und senden Sie uns diese in Kopie an diese E-Mail-Adresse". Ich mache große Augen und die Dame am anderen Ende der Leitung klingt, als ob sie diese Art von Gespräch öfters führen müsste. Ich hatte mich schon gewundert, warum sie mich bei der Schilderung meines Problems nicht unterbrochen hatte. "Wenn wir die Anzeige vorliegen haben, können wir den Vertrag stilllegen und Ihnen bestätigen, dass wir keine Forderungen gegen Sie haben." Es ist wohl ein ganz normaler Vorgang, dass ein leicht aufgebrachter Mensch (ich) der Hotline erzählt, dass da ein Vertrag ist, von dem der Mensch nichts weiß.

Wie gut, dass man die Anzeige online stellen kann und dafür die Couch nicht mehr verlassen muss. Ich fülle das Formular aus und sende das PDF wie gefordert an Telefónica. Man könnte meinen, jetzt sei alles erledigt, oder? Es ist nicht ganz so einfach. Der Eintrag ist ja noch bei der Schufa gespeichert und ich entscheide mich, dort anzurufen. Ernüchterung. Der freundliche Mensch bei der Schufa kann oder will mir nicht helfen. Die falsch gemeldeten Daten müsse der Vertragspartner der Schufa korrigieren lassen - also in diesem Fall Telefónica.

Ich verweise auf meinen Anspruch nach Bundesdatenschutzgesetz, dass falsch gespeicherte Daten von der datenspeichernden Stelle korrigiert werden müssen. Der Schufa-Mensch sagt, dass ich ja gar nicht der Vertragspartner sei. Mein Einwand, dass mir das scheißegal ist, weil die Schufa nun mal falsche Daten über mich gespeichert hat, ist ihm nach meinem Eindruck auch scheißegal. Sie seien ja ihren Vertragspartnern verpflichtet und nicht der Person, über die sie Daten speichern.

Atmen. Erst einmal atmen. Über Twitter erfahre ich, dass die Schufa eine Abteilung für Identitätsdiebstahl hat und man über ein Formular genau solche Fälle ausfüllen kann, damit das bearbeitet wird. Genau das mache ich nun, drucke Papier aus, Ausweiskopien und packe alles in einen Umschlag. Ein paar Tage später bekomme ich einen Brief von Telefónica, in dem mir bestätigt wird, dass das Unternehmen aus den Verträgen, die ich nicht abgeschlossen habe, keine Ansprüche gegen mich hat oder haben wird. Da bin ich jetzt also erst einmal raus.

Da ist noch was von Mobilcom Debitel

Der nächste Brief ist von der Schufa mit der Bitte, die Anzeige, deren Aktenzeichen und Polizeidienststelle ich bereits auf dem Antrag mitgeteilt habe, unbedingt einzusenden. Auch gerne per E-Mail. Ich tue dies und ein paar Tage später erhalte ich die Bestätigung der eingerichteten Übermittlungssperre und die Information, dass jetzt bei einer Anfrage zu meinen Daten ein Anruf auf meine Mobilfunknummer erfolgt, um nachzufragen, ob die Anfrage legitim ist. Noch einmal zehn Tage später bekomme ich eine neue Schufa-Auskunft: Die Telefónica-Einträge sind weg, aber der von Mobilcom Debitel nicht.

Der Eintrag soll auch weg, denn ich erinnere ich mich noch an die Zeit, als jede Anfrage für einen Kredit bei einer Bank den Score schlechter machte. Konditionen zu vergleichen führte also dazu, dass gerade diese immer schlechter wurden und dann das beste Angebot auch wieder schlechter wurde, da sich der Score aufgrund der Fragen verschlechtert hatte. Mittlerweile verändern Konditionsanfragen den Score nicht mehr, ich will den falschen Eintrag aber trotzdem lieber löschen lassen. Ich rufe bei der Schufa an: Wenn die Anfrage unberechtigt war, muss ich mit Mobilcom klären, dass die Anfrage entfernt wird.

 Kontoeröffnung: Kleinganoven, überforderte Hotlines und ein einfaches Konto3. Akt: Nachspiel 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)
  2. (u. a. Logan, John Wick, Alien Covenant, Planet der Affen Survival)

/mecki78 26. Apr 2018

Dann ist das halt so. Und? Dann zahle ich sie entweder komplett oder aber ich gehe zu...

Apfelbaum 26. Apr 2018

Sorry, ich wollte nur lustig sein. Im Nachhinein auf deine Kosten finde ich es auch nicht...

HerrUrbach 26. Apr 2018

Fidor, N26 (*lachend ab*), netbank (sehr günstig) sind die ersten, die mir spontan...

HerrUrbach 26. Apr 2018

Das finde ich sehr plausibel. Die andere plausible Theorie: Hehler/Dealer, die halt...

User_x 25. Apr 2018

Kreditgeschäfte im Micropayment-Bereich oder Ortung zur Terrorabwehr. Irgend ein Vorwand...


Folgen Sie uns
       


Dell Ultrasharp 49 (U4919DW) - Fazit

Dells neuer Super-Ultrawide-Monitor begeistert uns im Test als sehr guter Allrounder. Einzig einige Gaming-Features fehlen ihm.

Dell Ultrasharp 49 (U4919DW) - Fazit Video aufrufen
Red Dead Online angespielt: Schweigsam auf der Schindmähre
Red Dead Online angespielt
Schweigsam auf der Schindmähre

Der Multiplayermodus von Red Dead Redemption 2 schickt uns als ehemaligen Strafgefangenen in den offenen Wilden Westen. Golem.de hat den handlungsgetriebenen Einstieg angespielt - und einen ersten Onlineüberfall gemeinsam mit anderen Banditen unternommen.

  1. Spielbalance Updates für Red Dead Online und Battlefield 5 angekündigt
  2. Rockstar Games Red Dead Redemption 2 geht schrittweise online
  3. Games US-Spielemarkt erreicht Rekordumsätze

Autonome Schiffe: Und abends geht der Kapitän nach Hause
Autonome Schiffe
Und abends geht der Kapitän nach Hause

Weite Reisen in ferne Länder, eine Braut in jedem Hafen: Klischees über die Seefahrt täuschen darüber hinweg, dass diese ein Knochenjob ist. Doch in wenigen Jahren werden Schiffe ohne Besatzung fahren, überwacht von Steuerleuten, die nach dem Dienst zur Familie zurückkehren. Daran arbeitet etwa Rolls Royce.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Elektromobilität San Francisco soll ein Brennstoffzellenschiff bekommen
  2. Yara Birkeland Autonome Schiffe sind eine neue Art von Transportsystem
  3. Power Pac Strom aus dem Container für Ozeanriesen

IT: Frauen, die programmieren und Bier trinken
IT
Frauen, die programmieren und Bier trinken

Fest angestellte Informatiker sind oft froh, nach Feierabend nicht schon wieder in ein Get-together zu müssen. Doch was ist, wenn man kein Team hat und sich selbst Programmieren beibringt? Women Who Code veranstaltet Programmierabende für Frauen, denen es so geht. Golem.de war dort.
Von Maja Hoock

  1. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix
  2. Job-Porträt Cyber-Detektiv "Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen"
  3. Bundesagentur für Arbeit Ausbildungsplätze in der Informatik sind knapp

    •  /