Bots manipulieren Trends, Gruppen und einzelne Personen

Wirtschaftswoche Online: Was ist das Gefährliche an Social Bots?

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Hegelich: Ich sehe drei Risiken. Zunächst die Manipulation von Trends: Schon für zweistellige Beträge kann sich jeder Tausende von neuen Twitter-Followern kaufen. Denn wer mehr Follower hat, hat mehr Einfluss - die eigenen Inhalte werden prominenter in den sozialen Medien angezeigt.

Dann gibt es die Strategie, einzelne Gruppen zu manipulieren. Das zeigte sich gut am Beispiel des Russland-Ukraine-Konflikts. Bei einem Botnetz ist es zum Beispiel so, dass 90 Prozent der Inhalte sexistische Kommentare oder Sportnachrichten sind. Damit sollen junge Männer erreicht werden. Denn die übrigen zehn Prozent sind faschistische Propaganda.

Und als drittes Problem sehe ich die 1:1-Manipulation von Privatleuten. Ein Bot wird auf eine Person abgestellt, studiert ihr Profil und entwickelt sich mit den Informationen quasi zum perfekten Freund, der im Anschluss mit dem Nutzer in Kontakt tritt. Das ist eine sehr subtile Art der Manipulation, die auf Privatmenschen zugeschnitten ist. Das Schlimme: Aufwendiger ist diese Herangehensweise nicht. Denn wenn man es einmal geschafft hat, einen Bot auf bestimmte Dinge zu trainieren, kann man mit demselben Programm Millionen Bots mit den gleichen Eigenschaften steuern. Preiswert und schnell.

Haben Bots den brexit manipuliert?

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Wirtschaftswoche Online: Britische Forscher der Oxford Universität haben im Vorfeld des EU-Referendums in Großbritannien untersucht, wie stark Social Bots in die Brexit-Diskussion auf Twitter eingreifen. Das Ergebnis: Ein Drittel der Tweets geht auf automatisierte Programme zurück. Haben die Bots den Ausgang der Wahl manipuliert?

Hegelich: Natürlich haben Bots ein großes Potenzial, Meinungen zu beeinflussen. Die These, die Bots hätten das Referendum manipuliert, lässt sich aber allein durch die Datenlage dieser Studie nicht stützen. Die Forscher haben lediglich herausgefunden, dass sich viele automatisierte Accounts an das Brexit-Thema drangehängt haben.

So hat ein großer Prozentteil der analysierten Fake-Profile Pro- und Contra-Hashtags gleichzeitig verwendet. Das deutet darauf hin, dass es wohl Bots gewesen sind, die beispielsweise Werbung für russische Videos machen und an ihren Post den trendigen Hashtag Brexit dranhängen, um Aufmerksamkeit zu bekommen.

Laut dieser Studie haben die meisten Bots auf Twitter für einen Brexit Stimmung gemacht. In Großbritannien benutzen hauptsächlich jüngere Menschen Twitter. Hätten die Bots die Wahl manipuliert, dann hätte gerade diese Altersgruppe mehrheitlich für den Brexit stimmen müssen. Das war aber nicht der Fall.

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 Schrott im Netz: Wie Social Bots das Internet gefährdenGefährden Bots die Demokratie? 
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Pointer 25. Jul 2016

Guggst du: http://lmgtfy.com/?q=AI+Box+Experiment

Pointer 25. Jul 2016

Leider nicht jedem. In den sechziger Jahren lernten wir noch Informationen kritisch...

jungundsorglos 21. Jul 2016

Das gilt nicht nur fürs Internet, wie der Artikel andeutet. Auch nicht nur bei komischen...

lala1 21. Jul 2016

"bösartige Bots" ... Bots sind nicht gut und böse (genau so wie Tiere nicht) sondern es...



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