Abo
  • Services:
Anzeige
Jeder zweite Klick im Internet soll auf das Konto von autonomen Softwarerobotern gehen.
Jeder zweite Klick im Internet soll auf das Konto von autonomen Softwarerobotern gehen. (Bild: Jeff J Mitchell/Getty Images)

Bots manipulieren Trends, Gruppen und einzelne Personen

Wirtschaftswoche Online: Was ist das Gefährliche an Social Bots?

Hegelich: Ich sehe drei Risiken. Zunächst die Manipulation von Trends: Schon für zweistellige Beträge kann sich jeder Tausende von neuen Twitter-Followern kaufen. Denn wer mehr Follower hat, hat mehr Einfluss - die eigenen Inhalte werden prominenter in den sozialen Medien angezeigt.

Dann gibt es die Strategie, einzelne Gruppen zu manipulieren. Das zeigte sich gut am Beispiel des Russland-Ukraine-Konflikts. Bei einem Botnetz ist es zum Beispiel so, dass 90 Prozent der Inhalte sexistische Kommentare oder Sportnachrichten sind. Damit sollen junge Männer erreicht werden. Denn die übrigen zehn Prozent sind faschistische Propaganda.

Anzeige

Und als drittes Problem sehe ich die 1:1-Manipulation von Privatleuten. Ein Bot wird auf eine Person abgestellt, studiert ihr Profil und entwickelt sich mit den Informationen quasi zum perfekten Freund, der im Anschluss mit dem Nutzer in Kontakt tritt. Das ist eine sehr subtile Art der Manipulation, die auf Privatmenschen zugeschnitten ist. Das Schlimme: Aufwendiger ist diese Herangehensweise nicht. Denn wenn man es einmal geschafft hat, einen Bot auf bestimmte Dinge zu trainieren, kann man mit demselben Programm Millionen Bots mit den gleichen Eigenschaften steuern. Preiswert und schnell.

Haben Bots den brexit manipuliert?

Wirtschaftswoche Online: Britische Forscher der Oxford Universität haben im Vorfeld des EU-Referendums in Großbritannien untersucht, wie stark Social Bots in die Brexit-Diskussion auf Twitter eingreifen. Das Ergebnis: Ein Drittel der Tweets geht auf automatisierte Programme zurück. Haben die Bots den Ausgang der Wahl manipuliert?

Hegelich: Natürlich haben Bots ein großes Potenzial, Meinungen zu beeinflussen. Die These, die Bots hätten das Referendum manipuliert, lässt sich aber allein durch die Datenlage dieser Studie nicht stützen. Die Forscher haben lediglich herausgefunden, dass sich viele automatisierte Accounts an das Brexit-Thema drangehängt haben.

So hat ein großer Prozentteil der analysierten Fake-Profile Pro- und Contra-Hashtags gleichzeitig verwendet. Das deutet darauf hin, dass es wohl Bots gewesen sind, die beispielsweise Werbung für russische Videos machen und an ihren Post den trendigen Hashtag Brexit dranhängen, um Aufmerksamkeit zu bekommen.

Laut dieser Studie haben die meisten Bots auf Twitter für einen Brexit Stimmung gemacht. In Großbritannien benutzen hauptsächlich jüngere Menschen Twitter. Hätten die Bots die Wahl manipuliert, dann hätte gerade diese Altersgruppe mehrheitlich für den Brexit stimmen müssen. Das war aber nicht der Fall.

 Schrott im Netz: Wie Social Bots das Internet gefährdenGefährden Bots die Demokratie? 

eye home zur Startseite
Pointer 25. Jul 2016

Guggst du: http://lmgtfy.com/?q=AI+Box+Experiment

Pointer 25. Jul 2016

Leider nicht jedem. In den sechziger Jahren lernten wir noch Informationen kritisch...

jungundsorglos 21. Jul 2016

Das gilt nicht nur fürs Internet, wie der Artikel andeutet. Auch nicht nur bei komischen...

lala1 21. Jul 2016

"bösartige Bots" ... Bots sind nicht gut und böse (genau so wie Tiere nicht) sondern es...

theonlyone 21. Jul 2016

Poste mal ein paar links zu solchen Topics. Wenn man da ein Muster erkennen kann wird...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Nürnberg
  2. über Hanseatisches Personalkontor Bremen, Bremen
  3. Heraeus infosystems GmbH, Hanau bei Frankfurt am Main
  4. BENTELER-Group, Düsseldorf


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 799,90€

Folgen Sie uns
       


  1. Die Woche im Video

    Schwachstellen, wohin man schaut

  2. UAV

    Matternet startet Drohnenlieferdienst in der Schweiz

  3. Joint Venture

    Microsoft und Facebook verlegen Seekabel mit 160 Terabit/s

  4. Remote Forensics

    BKA kann eigenen Staatstrojaner nicht einsetzen

  5. Datenbank

    Börsengang von MongoDB soll 100 Millionen US-Dollar bringen

  6. NH-L9a-AM4 und NH-L12S

    Noctua bringt Mini-ITX-Kühler für Ryzen

  7. Wegen Lieferproblemen

    Spekulationen über Aus für Opels Elektroauto Ampera-E

  8. Minix

    Fehler in Intel ME ermöglicht Codeausführung

  9. Oracle

    Java SE 9 und Java EE 8 gehen live

  10. Störerhaftung abgeschafft

    Bundesrat stimmt für WLAN-Gesetz mit Netzsperrenanspruch



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Olympus Tough TG5 vs. Nikon Coolpix W300: Die Schlechtwetter-Kameras
Olympus Tough TG5 vs. Nikon Coolpix W300
Die Schlechtwetter-Kameras
  1. Mobilestudio Pro 16 im Test Wacom nennt 2,2-Kilogramm-Grafiktablet "mobil"
  2. HP Z8 Workstation Mit 3 TByte RAM und 56 CPU-Kernen komplexe Bilder rendern
  3. Meeting Owl KI-Eule erkennt Teilnehmer in Meetings

E-Paper-Tablet im Test: Mit Remarkable machen digitale Notizen Spaß
E-Paper-Tablet im Test
Mit Remarkable machen digitale Notizen Spaß
  1. Smartphone Yotaphone 3 kommt mit großem E-Paper-Display
  2. Display E-Ink-Hülle für das iPhone 7

Parkplatz-Erkennung: Bosch und Siemens scheitern mit Pilotprojekten
Parkplatz-Erkennung
Bosch und Siemens scheitern mit Pilotprojekten
  1. Community based Parking Mercedes S-Klasse liefert Daten für Boschs Parkplatzsuche

  1. Re: Mal sehen, wie das bei den "echten deutschen...

    Icestorm | 09:43

  2. Re: Und bei DSL?

    Ovaron | 09:42

  3. Re: IPv6 Subnetze? was habt Ihr?

    WalterWhite | 09:29

  4. Re: Das hängt von Geschwindigkeit und Interface ab

    Ovaron | 09:26

  5. Re: 190.000 Euro sollen an den TÜV für eine...

    User_x | 09:18


  1. 09:03

  2. 17:43

  3. 17:25

  4. 16:55

  5. 16:39

  6. 16:12

  7. 15:30

  8. 15:06


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel