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Schreckliche Weihnachtszeit: McDonald's zieht KI-Werbespot nach Kritik zurück

Ein ironisch gemeinter KI -generierter Weihnachtsspot ist für McDonald's nach hinten losgegangen.
/ Tobias Költzsch
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Ein Werbespot zur Weihnachtszeit ist für McDonald's schlecht gelaufen. (Bild: CHARLY TRIBALLEAU/AFP via Getty Images)
Ein Werbespot zur Weihnachtszeit ist für McDonald's schlecht gelaufen. Bild: CHARLY TRIBALLEAU/AFP via Getty Images

McDonald's hat einen ausschließlich mit KI generierten Werbespot für die Niederlande zurückgezogen. Der 45-sekündige Werbeclip wurde nach überwiegend negativem Echo von Youtube gelöscht. Zuvor hatte die Fastfoodkette die Kommentare gesperrt, das Video bekam aber sehr viel Daumen nach unten, wie Futurism(öffnet im neuen Fenster) berichtet.

In dem Spot wird die Weihnachtszeit ironisch betrachtet und als Verursacher für Stress beschrieben – was in Teilen sicherlich jeder nachvollziehen kann. Es werden zahlreiche Missgeschicke gezeigt, wie Stromausfälle, Backunfälle und Stürze beim Schlittschuhfahren. Der Spot ist unter anderem hier(öffnet im neuen Fenster) zu sehen.

Die KI-Darstellung ist dabei fotorealistisch, die gezeigten Situationen sind allerdings in ihren Details unrealistisch. Zudem ist unter anderem an der Bewegungsphysik erkennbar, dass es sich um KI-generierte Inhalte handelt. Auch der schnelle Schnitt deutet auf KI-Clips hin, da diese, wie auch Futurism betont, in der Regel unrealistischer werden, je länger sie dauern.

Spot hat negativen Grundton

Manche Zuschauer bemängeln den negativen Grundton des Spots, in dem die Szenen mit einer abgewandelten Version des Liedes It's the most wonderful time of the year unterlegt sind. Diese lautet allerdings "It's the most terrible time of the year" . Zum Ende des Spots wird vorgeschlagen, bis Januar in einem McDonald's zu bleiben.

Futurism zufolge soll sich die Produktionsfirma Sweetshop, die von der Werbeagentur TBWA\Neboko mit der Erstellung des Spots beauftragt wurde, zur Kritik geäußert haben. Der verlinkte Beitrag ist allerdings nicht erreichbar. Demnach soll Sweetshop den Film rechtfertigen und auf die menschliche Arbeit bei der Erstellung hinweisen.

"Sieben Wochen lang haben wir kaum geschlafen, da bis zu zehn unserer internen KI- und Post-Spezialisten von The Gardening Club (unserer internen KI-Engine) Hand in Hand mit den Regisseuren gearbeitet haben" , zitiert Futurism den CEO von Sweetshop. "Das war kein KI-Trick. Es war ein Film."


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