Schraubenlose M.2-SSD-Montage: Ich brauche keinen Radiergummi mehr!
Ein geschätzter Ex-Kollege von mir sagte einmal: "Herzlichen Glückwunsch, du hast die Lösung für ein nicht existentes Problem gefunden!" Den gleichen Gedanken hat wohl auch Asus gehabt, denn der Mainboardhersteller wird seine kommenden Z590-Platinen mit einer aus meiner Sicht genialen Lösung versehen.
Statt eine M.2-SSD fummelig mit einem Gewindepodest und einer kleinen Schraube zu verankern, wird einfach eine rotierende Kunststoff-Arretierung(öffnet im neuen Fenster) verwendet. Das mag aus der Perspektive von nicht hardwaretestenden Menschen arg irrelevant klingen.
Wer aber an einem Arbeitstag schon mal ein halbes Dutzend verschiedener Boards auf dem Benchtable hatte, weiß, wovon ich rede. Meine bisherige Lösung war ein Radiergummi, den ich als nicht elektrisch leitendes Gewicht auf die M.2-SSD gelegt habe, damit die Kontakte korrekt greifen und das SSD-Kärtchen nicht verrutscht.
Die Idee mit dem Radiergummi stammt übrigens von einem anderen Ex-Kollegen, der damit aber Grafikkarten abgestützt hat, damit diese im offenen Testaufbau nicht allzu sehr zur Seite kippen. Der handelsübliche Radiergummi ist ergo ein wichtiges Gadget für Hardwareredakteure, weshalb ich meine Sammlung trotz Asus' Kunststoff-Arretierung auch künftig einzusetzen weiß.
Und vielleicht finden sich ja weitere Lösungen für nicht existente Probleme: Beispielsweise könnte ich ausprobieren, welcher Radiergummityp sich am besten zum Verstreichen von Wärmeleitpaste eignet und sich mit dem harten blauen Ende vielleicht sogar die Reste des Flüssigmetalls von meinem guten alten VGA-Kühler entfernen lassen ...
IMHO ist der Kommentar von Golem.de [IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)]
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