• IT-Karriere:
  • Services:

Schnupperangebot: Verbraucherschützer und Mieterbund kritisieren Unitymedia

Unitymedia gewährt seinen Kunden mit Basis-Internetanschluss eine höhere Datenübertragungsrate. Eine kleine Gruppe ist davon ausgeschlossen, weil sie eine kostenfreie Internet-Minimalversorgung ausprobiert. Das sorgt für Kritik, doch ist das berechtigt?

Artikel veröffentlicht am ,
Kabenetzanschluss wird montiert.
Kabenetzanschluss wird montiert. (Bild: Unitymedia)

Verbraucherschützer und Mieterbund werfen Unitymedia überzogene Versprechungen zur Datenübertragungsrate in einer Werbekampagne vor. Es sei wettbewerbswidrig, dass der Kabelnetzbetreiber mit Sätzen wie "Unsere Bestandskunden surfen jetzt noch schneller" seine Angebote bewerbe, aber nicht transparent mache, dass einzelne Personengruppen davon ausgeschlossen seien, sagte Tom Janneck vom Projekt Marktwächter Digitale Welt der Verbraucherzentralen dem Handelsblatt.

Stellenmarkt
  1. Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH, Karlsruhe
  2. über duerenhoff GmbH, Raum Frankfurt

Der Deutsche Mieterbund kritisierte laut Handelsblatt: "Unitymedia hat höhere Geschwindigkeiten für alle Kunden versprochen. Wenn die Firma diese Ankündigung nicht erfüllt, bricht sie damit ihr Versprechen", sagte der Geschäftsführer des Mieterbundes, Ulrich Ropertz. "Mit höherer Leistung für das gleiche Geld hat Unitymedia geworben und die Verbesserungen ausdrücklich für alle Kunden angekündigt. Dann darf das Unternehmen nicht nachträglich einzelne Kundengruppen von den Verbesserungen ausklammern."

Doch Unitymedia gewährt seinen Kunden mit Basis-Internetanschluss eine höhere Datenübertragungsrate, gab das Unternehmen im August 2018 bekannt. Rund eine halbe Million Bestandskunden erhielten bis Ende November 2018 eine Datenrate von 30 MBit/s ohne Aufpreis. "Das betrifft alle unsere Bestandskunden, die derzeit noch unter 30 MBit/s surfen, zum Beispiel Kunden mit Altverträgen", hieß es im August. Über 50 Prozent der vom kostenlosen Upgrade betroffenen Kunden hätten noch einen Zugang unter 20 MBit/s.

Unitymedia: haben Versprechen erfüllt

Dies habe der Kabelnetzbetreiber auch erfüllt, betonte Unternehmenssprecher Helge Buchheister im Gespräch mit Golem.de. Darin eingeschlossen seien alle Kunden, mit denen ein entgeltlicher Vertrag über ein Internetprodukt wie 1play, 2play und 3play geschlossen sei. Dies gelte auch für Mieter in Liegenschaften der Wohnungswirtschaft, die mit Unitymedia einen entgeltlichen Vertrag über die Internetversorgung abgeschlossen hätten. "Daher meine ich, dass wir unser Versprechen erfüllt haben, diesen meist langjährigen Kunden mit einer höheren Internetgeschwindigkeit für ihre Treue zu danken und so die Kundenzufriedenheit zu steigern. Nachträglich ausgeschlossen haben wir niemanden."

Die Fälle, die vom Handelsblatt angesprochen werden, beträfen eine Sonderkonstellation, bei der einige Bewohner von Mehrfamilienhäusern ein Schnupperangebot für eine kostenfreie Internet-Minimalversorgung erhalten hätten. Mit einzelnen Hausgesellschaften gebe es Vereinbarungen, dass deren Mieter kostenlos eine Minimalversorgung nutzen könnten, die in den meisten Fällen etwa 1 MBit/s ermögliche.

Buchheister erklärte, die Kunden aus dieser Gruppe müssten sich bei Unitymedia aus rechtlichen Gründen formal registrieren, um den Internetzugang nutzen zu dürfen, schlössen aber keinen entgeltlichen Vertrag mit Mindestvertragslaufzeit ab. "Wenn Kunden aus dieser Gruppe einen entgeltlichen Vertrag mit weniger als 30 MBit/s nutzten, haben wir sie auch im Rahmen unseres Tempo-Upgrades auf 30 MBit/s hochgeschraubt".

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 15,49€
  2. 4,19€

chigy100 16. Jan 2019

Bei Unitymedia zahlt man in den meisten Wohngemeinschaften schon über die Nebenkosten...

Eheran 16. Jan 2019

Genau daher machen sie nichts mehr, wenn der Vertrag ein mal abgeschlossen wurde. Mit...

Eheran 16. Jan 2019

So lese ich das ebenfalls raus.

ZeldaFreak 16. Jan 2019

Als Neukunde hat man die ersten 12 Monate deutlich günstiger und bekommt auch sonst...

PiranhA 16. Jan 2019

Naja, Monopol ist Kabel immer. Und viele in der Region wollen halt Kabel. Aber DSL über...


Folgen Sie uns
       


Samsung Galaxy Z Flip - Hands on

Das Galaxy Z Flip ist Samsungs zweites Smartphone mit faltbarem Display - und besser gelungen als das Galaxy Fold.

Samsung Galaxy Z Flip - Hands on Video aufrufen
SpaceX: Die Raumfahrt ist im 21. Jahrhundert angekommen
SpaceX
Die Raumfahrt ist im 21. Jahrhundert angekommen

Das Crew-Dragon-Raumschiff von SpaceX ist gestartet und hat einen Namen bekommen. Golem.de verfolgt den Rest der Reise zur ISS.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Satelliteninternet SpaceX schießt 60 weitere Starlink-Satelliten ins All
  2. SpaceX Vierter Starship-Prototyp explodiert in gewaltigem Feuerball
  3. SpaceX Crew Dragon erfolgreich gestartet

Thinkpad DIY: Wie ich meinen alten Laptop fit für die Zukunft mache
Thinkpad DIY
Wie ich meinen alten Laptop fit für die Zukunft mache

Mit ein paar neuen Teilen und etwas Bastelei kann mein acht Jahre altes Thinkpad wieder mit den Laptops der Kollegen mithalten.
Ein Erfahrungsbericht von Moritz Tremmel

  1. MNT Reform Preis des quelloffenen Selbstbau-Laptops steht fest
  2. Golem.de-Hobbys fürs Social Distancing "Sie haben Ihre Schiffchen kaputt gemacht!"
  3. Arduino Diese Visitenkarte ist ein Super-Mario-Spielender-Würfel

Zhaoxin KX-U6780A im Test: Das kann Chinas x86-Prozessor
Zhaoxin KX-U6780A im Test
Das kann Chinas x86-Prozessor

Nicht nur AMD und Intel entwickeln x86-Chips, sondern auch Zhaoxin. Deren Achtkern-CPU fasziniert uns trotz oder gerade wegen ihrer Schwächen.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. KH-40000 & KX-7000 Zhaoxin plant x86-Chips mit 32 Kernen

    •  /