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Schnittstellen-Standard: Displayport 2.0 schafft 8K bei 60 Hz mit HDR10

Gut drei Jahre nach Displayport 1.4 erscheint Displayport 2.0: Der Standard liefert bis zu 16K bei 60 Hz samt High Dynamic Range, ohne Kompression immer noch 8K 60 mit HDR . Wie schon USB 4 setzt auch Displayport 2.0 auf Thunderbolt 3 als Interface, USB-C als Stecker ist optional.
/ Marc Sauter
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VESA auf der CES 2018 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
VESA auf der CES 2018 Bild: Marc Sauter/Golem.de

Die Video Electronics Standards Association (VESA) hat den Displayport 2.0(öffnet im neuen Fenster) genannten Schnittstellen-Standard für Monitore und Grafikkarten veröffentlicht. Verglichen zum älteren Displayport 1.4 von März 2016 verdreifacht sich die zur Verfügung stehende Datenrate, wodurch höhere Auflösungen bei höheren Frequenzen mit wie ohne High Dynamic Range möglich sind.

Konkret liefert Displayport 2.0 eine Bandbreite von 80 GBit/s anstelle der bisherigen 32,4 GBit/s. Technisch erreicht die VESA das durch die Nutzung von Intels ehemals proprietärem Thunderbolt 3, genauer dessen Physical Interface – kurz Phy. Anders als Displayport 1.4 kommt eine 128b/130b- statt einer 8b/10b-Codierung zum Einsatz, was den Overhead zugunsten von effektiv mehr Durchsatz verringert. Am Ende steht es daher 77,37 GBit/s zu 25,92 GBit/s.

Folgerichtig eignet sich die neue Schnittstelle für 8K-UHD mit 7.680 x 4.320 Pixeln bei 60 Hz mit voller 4:4:4-Abtastung sowie 10 Bit pro Farbkanal für HDR10. Ohne High Dynamic Range ist 10K bei 60 Hz umsetzbar, wird hingegen die DSC (Display Stream Compression) eingesetzt, klappt gar 16K bei 60 Hz im SDR-Betrieb (8 Bit pro Kanal). Auf zwei Monitoren entspricht das dann zwei 4K-Displays mit 144 Hz und SDR oder drei Bildschirmen mit 4K bei 90 Hz.

Als Stecker wird bei Displayport 2.0 der bekannte Fullsize-Anschluss verwendet, alternativ gibt es eine USB-C-Verbindung. Das bisher schon optionale Adaptive Sync, um die Frequenz des Monitors an die Bildrate der Grafikkarte anzupassen, bleibt weiterhin optional.


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