Schnittstelle: USB 4 nutzt Thunderbolt für 40 GBit/s

Doppelte Datenrate für Universal Serial Bus: Mit USB 4 wird die Schnittstelle doppelt so schnell und schafft 40 GBit/s brutto - so wie Thunderbolt 3. Das ist kein Wunder, denn USB 4 basiert auf dem Protokoll von Intel.

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USB 4 benötigt zwingend Type-C-Stecker.
USB 4 benötigt zwingend Type-C-Stecker. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Die USB Promoter Group hat die bevorstehende Veröffentlichung der Spezifikation von USB 4 angekündigt: Der neue Standard des Universal Serial Bus erreicht eine theoretische Geschwindigkeit von 40 GBit/s und damit doppelt so viel wie USB 3.2 Gen2x2. Der aktuell in Chipsätzen sowie Geräten verwendete Standard, mittlerweile USB 3.2 Gen2 und zuvor USB 3.1 Gen2 genannt, schafft 10 GBit/s.

Wer bei 40 GBit/s (5 GByte/s) wissend nickt, liegt richtig: USB 4 ist so schnell wie Intels Thunderbolt 3, welches bereits im Sommer 2015 vorgestellt wurde, und basiert auf dem von Intel geschaffenen Protokoll. USB 4 erfordert wie Thunderbolt 3 zwingend USB Type C, also den verdrehsicheren Anschluss, der mit USB 3.2 Gen2 eingeführt wurde. Hintergrund ist, dass USB-C zwei Bahnen mit jeweils zwei Datenpfaden verwendet, nämlich RX1/RX2 und TX1/TX2. Bei Thunderbolt 3 und auch USB 4 werden sie alle genutzt statt nur teilweise.

Ursprüngliche BezeichnungVorherige BezeichnungAktuelle BezeichnungGeschwindigkeitStecker
USB 3.0USB 3.1 Gen1USB 3.2 Gen15 GBit/sType A+C
USB 3.1USB 3.1 Gen2USB 3.2 Gen210 GBit/sType A+C
USB 3.2-USB 3.2 Gen2x220 GBit/sType C
-USB 3.2 Gen2x2USB 4 Gen2x220 GBit/sType C
USB 4-USB 4 Gen3x2 /USB 4 Version 1.040 GBit/sType C
--USB 4 Version 2.080 GBit/sType C
USB-Spezifikationen im Überblick

Die USB Promoter Group äußerte sich neben der reinen Geschwindigkeit von USB 4 auch dazu, wie sich der neue Standard bei der Unterstützung von Alternate Modes sowie Power Delivery verhält. Zur Erinnerung: USB-C kann bei entsprechender Controller-Implementierung bei Client- und Host-Gerät neben Daten auch Bildsignale wie Displayport oder HDMI übertragen und Geräte aufladen. Das Protokoll von Thunderbolt 3 umfasst Displayport-1.2/1.4- sowie eben Thunderbolt-Signale und bis zu 100 Watt. Folgerichtig beherrscht USB 4 dies ebenfalls, anders als bei Thunderbolt 3 werden aber keine Lizenzgebühren an Intel fällig und auch andere Hersteller wie AMD oder Asmedia können entsprechende Controller für ihre Plattformen entwickeln.

Bisher sind für Thunderbolt 3 dedizierte Controller notwendig, konkret die Alpine Ridge oder die neueren Titan Ridge von Intel. Der Hersteller wird ab Ende 2019 allerdings eine native Unterstützung für Thunderbolt 3 und somit auch für USB 4 in seine CPUs integrieren: Bei den Ice Lake U genannten Modellen für Ultrabooks steckt TB3 direkt im Prozessor. Die Ice Lake U sind 15-Watt-Quadcores mit Sunny-Cove-Mikroarchitektur samt neuer Gen11-Grafikeinheit und LPDDR4X-Speicherinterface.

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NaruHina 12. Aug 2019

Wie schauts aus es ist bereits august Antwort erhalten? Ich bin schon gespannt auf...

Neuro-Chef 01. Aug 2019

Diese drei AM4-Boards haben funktionslose Zierelemente drauf und bunte LED's drin...

h3nNi 05. Mär 2019

Ich finde, die sollten da einfach was ganz neues machen. Wie wärs mit "USB NEXT 4.1...

Tuxgamer12 05. Mär 2019

Das nennt man aneinander vorbeireden. Der TO will zum Ausdruck bringen: Es gilt nicht...



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