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Schneller, leiser, sicherer: Neue Planungssysteme für den Flughafen

Wer den Verkehr auf dem Rollfeld eines großen Flughafens koordiniert, hat einen anspruchsvollen und fordernden Job. Um den zu erleichtern, haben Forscher jüngst auf großen Flughäfen wie Hamburg neue digitale Hilfesysteme getestet.

Ein Bericht von Friedrich List veröffentlicht am
Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel: besondere Herausforderung durch kreuzende Bahnsysteme
Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel: besondere Herausforderung durch kreuzende Bahnsysteme (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Für den Passagier wirkt das Geschehen auf dem Flughafen wie eine gut einstudierte Choreographie: Ein Flugzeug wird an sein Gate geschleppt, ein anderes gerade beladen, ein Schlepper schiebt ein drittes Flugzeug vom Gate weg auf das Rollfeld. Aber dieses komplexe, dynamische System zu organisieren, ist harte und oft stressige Arbeit. Das gilt besonders für die Lotsen, die den Rollverkehr auf dem Flughafen koordinieren.

"Der Hauptjob des Lotsen ist, den Flieger möglichst schnell und sicher von der Rollbahn auf seine Parkposition zu bringen", sagte Steffen Loth vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Gespräch mit Golem. Loth arbeitet am Institut für Flugführung des DLR in Braunschweig. Unter seiner Ägide führte das DLR zusammen mit europäischen Partnern aus Forschung und Industrie das Projekt IAO durch. Die Abkürzung steht für Integrated Airport Operations oder Integrierter Flugbetrieb. Unter dem Dach des IAO haben die Forscher Lösungen entwickelt, die den Vorfeldlotsen die Arbeit erleichtern sollen.

Denn auf dem Vorfeld sind neben Flugzeugen auch zahlreiche Bodenfahrzeuge unterwegs. Also müssen die Lotsen eine Vielzahl von Faktoren im Blick behalten: An- und Abflugzeiten, die Positionen und die Rollgeschwindigkeit der einzelnen Flugzeuge, aber auch die Zeit, die etwa ein einzelner Airliner von seinem Gate zur Startposition braucht. Es sind komplexe Abläufe, die ständige Präsenz und Konzentration erfordern.

Die Vorfeldlotsen entscheiden über Route und Reihenfolge der rollenden Flugzeuge. Sie müssen nicht nur die Rollrouten der einzelnen Flugzeuge entwickeln und im Blick behalten, sondern auch überwachen, ob ihre Anweisungen befolgt werden. "Das erfordert extrem viel Erfahrung", sagt Loth. Zwar gibt es für viele Situationen Standardverfahren, trotzdem müssen die Lotsen jedes Mal neu planen und vorausschauend Anweisungen geben.

Forschung für sicheren Luftverkehr

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Das Projekt IAO untersuchte den Rollverkehr auf dem Flughafen, also die Wege, die Flugzeuge nach der Landung zum Gate oder von dort zur Startbahn nehmen. Im IAO arbeiten Wissenschaftler und Experten aus der Industrie aus fünf europäischen Ländern zusammen. "Es ging darum, den Lotsen, die den Rollverkehr leiten, zusätzliche Anwendungen an die Hand zu geben und ihnen die Arbeit zu erleichtern", sagt Loth.

Zwar wächst der Luftverkehr nicht mehr so stark wie vor einigen Jahren, das Geschehen auf den Flughäfen wird dennoch immer komplexer. Dabei sind die Flughäfen die Engstellen des Systems Luftverkehr: Immer mehr Flugzeuge müssen sich eine Fläche teilen, die nicht einfach mitwachsen kann. Damit der Luftverkehr auch bei weiterem Wachstum sicher bleibt und umweltfreundlicher wird, fördert die EU seit Jahren im Rahmen von Sesar zahlreiche Forschungsvorhaben. IAO ist Teil dieser Bemühungen.

Sesar steht für Single European Sky ATM Research Programme, also Flugsicherungsforschungsprogramm für den einheitlichen europäischen Luftraum. Die Abkürzung ATM steht für Air Traffic Management, zu Deutsch Flugsicherung, also die Koordination und Leitung des Luftverkehrs. Ziel von Sesar ist der sogenannte Single European Sky, also ein einheitliches Flugsicherungssystem in Europa.

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Ohne digitale Planungshilfen geht es nicht 
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