Schnelle Webseiten: Google will AMP-Seiten nicht mehr bevorzugen

Die Schlagzeilen der Google-Suche sind künftig nicht mehr nur AMP-Seiten vorbehalten. Und der Suchmaschinenbetreiber beteiligt französische Verlage an Einnahmen.

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Google nimmt künftig auch Nicht-AMP-Seiten in die Schlagzeilen auf.
Google nimmt künftig auch Nicht-AMP-Seiten in die Schlagzeilen auf. (Bild: Spencer Platt/Getty Images)

Seit mehr als vier Jahren bietet Google in seiner Suche eine spezielle Kachelansicht aktueller Nachrichten. Die Funktion heißt auf Deutsch Schlagzeilen (englisch Top Stories) und war bisher ausschließlich jenen mobilen Webseiten vorbehalten, die das von Google initiierte AMP-Projekt unterstützen. Ab Mai 2021 will Google den AMP-Zwang jedoch aufheben, wie das Unternehmen im Blog zu seiner Suche schreibt.

Zu der Entscheidung heißt es: "Wir werden Seiten mit hervorragender Seitenerfahrung priorisieren, unabhängig davon, ob sie mit AMP oder einer anderen Webtechnologie implementiert wurden, wenn wir die Ergebnisse bewerten". Die gewählte Technologie ist künftig also nicht mehr für die Aufnahme in die Schlagzeilen-Kategorie ausschlaggebend.

Für Google selbst war die besondere Funktion in seiner Suche wohl ein sehr wichtiger Treiber der Verbreitung des AMP-Formats, was für Accelerated Mobile Pages steht und vor allem Nachrichtenseiten dabei helfen sollte, schneller zu werden. Das Format und vor allem die Kopplung an die Google-Suche wurden jedoch immer wieder als marktverzerrend kritisiert, auch weil die AMP-Seiten über einen Google-Cache ausgespielt werden.

Das Unternehmen ist in den vergangenen Jahren auch wegen seiner News-Angebote und der Darstellung in der Suche sowie seinen Werbeangeboten immer wieder in den Fokus von Kartellwächtern gerückt, zuletzt etwa in den USA. Darüber hinaus streiten sich seit Jahren Medienkonzerne mit Google, die an dessen Einnahmen beteiligt werden wollen. Nachdem der Konzern bereits Anfang Oktober zu entsprechenden Verhandlungen gemäß des Leistungsschutzrechtes in Frankreich verpflichtet wurde, meldet Google nun erste Einigungen mit Verlagen.

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