Abo
  • Services:
Anzeige
Springender Softbot: fleischfarbenes Silikon
Springender Softbot: fleischfarbenes Silikon (Bild: Harvard University/Screenshot: Golem.de)

Schnell, aber ungenau: Roboter springt im Explosionsschritt

US-Forscher haben einen Roboter vorgestellt, der durch Gasexplosionen in seinem Fuß angetrieben wird. Er landet zwar nicht sehr zielgenau, aber seine Sprünge sind beeindruckend.

Anzeige

Forscher der Harvard-Universität haben auf einer Robotikkonferenz einen Roboter vorgestellt, der sich mit Sprüngen fortbewegt, die durch Explosionen ausgelöst werden. Eine Schönheit ist der Roboter allerdings nicht gerade.

Der Roboter steht auf einem Fuß, der die Form eines Balges hat und als sein Antrieb dient. Der Körper besteht aus drei Tentakeln, die die Navigation steuern: Zwei von ihnen werden so weit aufgepumpt, dass sie auf dem Boden hängen und damit die Ausrichtung des Roboters vorgeben.

Explosion im Fuß

Dann wird aus einem Tank Butangas in den Fuß geleitet. Hinzu kommt chemisch erzeugter Sauerstoff. Mit einem elektrischen Funken wird das Gemisch gezündet, und die Explosion katapultiert den Roboter in hohem Bogen voran, wobei er über einen halben Meter hoch aufsteigt.

Die Forscher um Michael Tolley hatten bereits im vergangenen Jahr einen Roboter mit einem solchen Antrieb präsentiert. Der Vorgänger hatte jedoch einen externen Antrieb und hing deshalb an diversen Schläuchen und Kabeln. Der Nachfolger kann sich hingegen frei bewegen und hat genug Treibstoff für 80 Sprünge.

Fleischfarbenes Silikon

Allerdings sah der Vorgänger mit seinen drei Gliedmaßen aus milchig-weißem Silikon deutlich eleganter aus als sein Nachfolger mit seinen aus einem fleischfarbenen Silikon gefertigten Tentakeln.

Vorteil eines solchen Antriebs ist, dass sehr viel Energie freigesetzt wird, der Roboter also sehr weit springen kann. Chemische Treibstoffe hätten eine hohe Energiedichte - sie seien eine effiziente Möglichkeit, Energie mitzunehmen, sagte Tolley dem US-Wissenschaftsmagazin IEEE Spectrum.

Zu viel Schwung

Allerdings ist der Roboter auch nicht sehr genau: Der Versuch, den Roboter auf einen Kasten springen zu lassen, misslang: Der Roboter landete zwar darauf, rollte dann aber durch den Schwung der Tentakel wieder herunter. Die Wissenschaftler wollen ihn deshalb künftig mit der Fähigkeit ausstatten, sich festzuhalten.

Die Forscher um Tolley haben den springenden Roboter auf der International Conference on Intelligent Robots and Systems (IROS) vorgestellt. Die Konferenz fand vom 12. bis 18. September 2014 in Chicago im US-Bundesstaat Illinois statt.

Weiche Roboter aus Harvard

Die Harvard-Arbeitsgruppe, die von George Whitesides geleitet wird, beschäftigt sich seit einigen Jahren mit sogenannten Softbots. Das sind Roboter ohne eine starre Struktur. Ihre Gliedmaßen sind Hohlkammern. Der Vorteil daran ist, dass sie sich verformen können - dadurch können sie sich beispielsweise flexibel in enge Zwischenräume zwängen.

Außerdem ermöglicht das alternative Formen der Fortbewegung - wie eben diese durch Explosionen. Ein anderer dieser Softbots bewegt sich durch einen pneumatischen Antrieb fort: In die Gliedmaßen wird wechselseitig Luft gepumpt. Diese verformen sich und dadurch kann der Roboter laufen. Eine erste Version zeigten die Harvard-Forscher 2011. Kürzlich stellten sie eine größere Version vor, der - wie der neue Explosionsroboter - ohne Leitungen auskommt.


eye home zur Startseite
ChrisMS 22. Sep 2014

Mir würde spontan ein Kriegsrobotor einfallen der durch Sensoren gewarnt wird das eine...

TuX12 22. Sep 2014

Vor HL2-Zeiten habe ich für die auch oft den Namen "Facehugger" gelesen. Ebenfalls sehr...

strauch 22. Sep 2014

Also wenn US-Amerikanische Forscher etwas in 2 Jahren nicht hinbekommen, dann muss das...

KingOfTheFools 21. Sep 2014

Als ich mich da zuletzt informiert hatte, gibt's genug Nahrung für alle. Hungernde...

strauch 21. Sep 2014

Wieso nicht. Der Roboter hier im Artikel kann nicht laufen ob nun Beine oder Räder...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Springer Science+Business Media Deutschland GmbH, Berlin
  2. Regierungspräsidium Freiburg, Freiburg
  3. IT Baden-Württemberg (BITBW), Stuttgart-Feuerbach
  4. TUI AG, Hannover


Anzeige
Top-Angebote
  1. (50% Rabatt!)
  2. 219,00€ (Bestpreis!)
  3. (u. a. Gear VR 66,00€, Gear S3 277,00€)

Folgen Sie uns
       


  1. Skylake-X

    Intel kontert mit Core i9 und 18 Kernen

  2. Mobile-Games-Auslese

    Weltraumkartoffel und Bilderbuchwanderung für mobile Spieler

  3. Experten fordern Grenzen

    Smartphones können Kinder krank machen

  4. Wifi4EU

    EU will kostenlose WLAN-Hotspots fördern

  5. In eigener Sache

    Studentenrabatt für die große Quantenkonferenz von Golem.de

  6. Obsoleszenz

    Apple repariert zahlreiche Macbooks ab Mitte 2017 nicht mehr

  7. Komplett-PC

    In Nvidias Battleboxen steckt AMDs Ryzen

  8. Internet

    Cloudflare macht IPv6 parallel zu IPv4 jetzt zur Pflicht

  9. Square Enix

    Neustart für das Final Fantasy 7 Remake

  10. Agesa 1006

    Ryzen unterstützt DDR4-4000



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Razer Core im Test: Grafikbox + Ultrabook = Gaming-System
Razer Core im Test
Grafikbox + Ultrabook = Gaming-System
  1. Gaming-Notebook Razer will das Blade per GTX 1070 aufrüsten
  2. Razer Lancehead Symmetrische 16.000-dpi-Maus läuft ohne Cloud-Zwang
  3. 17,3-Zoll-Notebook Razer aktualisiert das Blade Pro mit THX-Zertifizierung

Matebook X und E im Hands on: Huawei kann auch Notebooks
Matebook X und E im Hands on
Huawei kann auch Notebooks
  1. Matebook X Huawei stellt erstes Notebook vor
  2. Trotz eigener Geräte Huawei-Chef sieht keinen Sinn in Smartwatches
  3. Huawei Matebook Erste Infos zu kommenden Huawei-Notebooks aufgetaucht

Debatte nach Wanna Cry: Sicherheitslücken veröffentlichen oder zurückhacken?
Debatte nach Wanna Cry
Sicherheitslücken veröffentlichen oder zurückhacken?
  1. Android-Apps Rechtemissbrauch ermöglicht unsichtbare Tastaturmitschnitte
  2. Sicherheitslücke Fehlerhaft konfiguriertes Git-Verzeichnis bei Redcoon
  3. Hotelketten Buchungssystem Sabre kompromittiert Zahlungsdaten

  1. Re: 2020!? Und die Personalien?

    Dwalinn | 09:25

  2. Re: Akkuproblem noch viel schlimmer als bei PKW!

    tomatentee | 09:25

  3. Was Hans schon nicht kann...

    AngryFrog | 09:23

  4. Brechend: Die Dosis macht das Gift

    MrHurz | 09:23

  5. Ich fänds gut

    dabbes | 09:21


  1. 09:42

  2. 09:25

  3. 09:08

  4. 08:30

  5. 08:21

  6. 07:17

  7. 18:08

  8. 17:37


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel