Schluss mit dem Konten-Sharing: Disney+ folgt dem Weg von Netflix - zunächst in den USA
In den USA übernimmt Disney+ die Passwortstrategie von Netflix(öffnet im neuen Fenster) und untersagt ab dem 14. März das Teilen von Accounts. Für die internationalen und den deutschen Ableger von Disney+ wurde bislang nichts dergleichen bekannt gegeben.
Da Netflix durch den Wegfall des Konten-Sharings ein paar Millionen(öffnet im neuen Fenster) Abonnenten dazugewann, ist aber damit zu rechnen, dass man diesen Weg auch hierzulande gehen wird.
Laut Ars Tecnica informierte zuerst Hulu seine Abonnenten in den USA, Disney+ folgte aber schnell nach. Hierzulande ist das Programm von Hulu ohnehin Teil von Disney+.
Ein Account wird so definiert: "Eine Sammlung von Geräten, die mit Ihrem persönlichen Hauptwohnsitz verbunden sind und von den dort wohnenden Personen genutzt werden."
Was bei Disney+ fehlt: dem Haushalt Mitglieder beifügen
Disney+ wird wohl ähnlich wie Netflix vorgehen und auf IP-Adressen sowie IDs der Geräte und die Account-Aktivität zurückgreifen, um sicherzustellen, dass ein Konto nur von einem Haushalt genutzt wird. In Kanada testet Disney+ ein Verbot des Sharings bereits seit November letzten Jahres.
Was es bislang bei Disney+ nicht gibt: Die Möglichkeit, dem Account weitere Mitglieder hinzuzufügen. Netflix offeriert diese Möglichkeit gegen Aufpreis. Es ist davon auszugehen, dass auch Disney+ diesen Weg gehen wird.
Die Streaminganbieter schauen sehr genau darauf, wie sich Netflix entwickelt hat, seit das Konten-Sharing unterbunden wird. Netflix meldete letzten November, dass seit der Änderung 8,8 Millionen neue Abonnenten hinzugekommen seien.
Für Disney+ wären neue Abos eine wichtige Geldeinnahmequelle. Seit dem Start des Dienstes soll er mehr als 11 Milliarden Dollar(öffnet im neuen Fenster) Verlust gemacht haben.
Disney-CEO Bob Iger erklärte im vergangenen November, dass man eine signifikante Menge an geteilten Passwörten bei den Disney-eigenen Streamingdiensten ausgemacht habe und die technische Möglichkeit besitze, dies auch zu überwachen. Mehr Abonnenten würden Igers Ziel, den Dienst zum Ende des Jahres endlich in die Gewinnzone zu führen, leichter umsetzbar machen.
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