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Manuelle Schlüssel werden zum Sicherheitsrisiko

Diebe werden sich von derlei Hürden kaum abhalten lassen. Dass es ohne Extras geht, beweist Greenberg, der einfach ein normales Foto von dem fremden Schlüssel machte.

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KeyMe ist damit die erste kommerzielle Anwendung, die das Schlüsselmachen jedem ermöglicht. Eine Schlüsselfabrik für die Hosentasche. Auf die Probleme der normalen Metallschlüssel hatten CCC-Mitglieder aus München bereits vor KeyMe hingewiesen. Auf dem 29. Chaos Communication Congress, 29C3, zeigten sie bereits, wie sie Schlüssel kopieren. Darunter waren auch Nachbauten einiger Handschellenschlüssel.

Die dabei eingesetzte Technik ähnelt der von KeyMe: Auf Grundlage eines Fotos wird ein 3D-Modell des Schlüssels erstellt. Ein 3D-Drucker druckt anhand dieses Modells den neuen Schlüssel aus. 3D-Drucker sind bei der Herstellung also die Brücke zwischen dem digitalen Modell und dem materiellen Schlüssel. Da es mittlerweile brauchbare 3D-Drucker für ein paar Hundert Euro gibt, kann jeder zum Schlüsselhersteller werden - auch ohne KeyMe.

Der Kreis der Panzerknacker wächst

Der Metallschlüssel wird in Zukunft also leicht kopierbar sein. Witzigerweise war er das schon immer: Denn der Schlüsselladen um die Ecke braucht auch nur 10 Euro und weniger als fünf Minuten, um einen vorgelegten Schlüssel zu kopieren.

Der entscheidende Unterschied ist ein anderer: Der Personenkreis der Schlüsselnachahmer erweitert sich massiv. Bislang konnte man nur mit dem Schlüssel in der Hand zum Schlüsseldienst gehen. Mit KeyMe reicht schon heute ein Handyfoto aus, Zeugen gibt es im Zweifel nicht. Es kann nicht lange dauern, bis auch schlechte oder verzerrte Fotos als Grundlage für ein Modell ausreichen.

Als Nächstes kommt der Autoschlüssel

Behörden werden sich darauf einstellen müssen, ihre bisherigen Schließsysteme zu sichern. Am offensichtlichsten tritt das bei den Handschellenschlüsseln zutage, wie der Vortrag auf dem 29C3 zeigte. Nachgemachte Schlüssel sind aber nicht nur in Haus und Gefängnis ein Problem: Überall werden Menschen bald Schlüssel kopieren können. Sei es im Schwimmbad bei den Spinden oder im Büro bei den verschließbaren Trolleys. Ein Foto genügt und das Schloss ist passé. Und ständig Schlösser auszutauschen, wird teuer.

Statt Metall werden daher künftig elektronische Transponder die Aufgabe des Schlüssels übernehmen. Darauf stellen sich namhafte Schlüsselhersteller wie Assa Abloy seit langem ein. Dabei werden vor allem RFID-Chips benötigt. Bislang werden diese Systeme vor allem in Unternehmen gebraucht.

KeyMe schafft sich selbst ab

KeyMe lässt das unberührt. Das Unternehmen hat angekündigt, bald auch Autoschlüssel zu kopieren. Marketingchef Harbolt sagte Golem.de, dass KeyMe nach Europa expandieren wolle. Die Konkurrenz der elektronischen Schlösser hält KeyMe für unbegründet.

Das größte Problem für KeyMe werden aber nicht die Gesetze und Märkte anderer Länder. Es wird sein Geschäftsmodell. Denn mit KeyMe und dem dahinterstehenden Verfahren wird der Metallschlüssel unsicher. Ein unsicheres Schloss aber ist sinnlos. Mit anderen Worten: Je erfolgreicher KeyMe läuft, desto mehr schafft sich das Unternehmen selbst ab.

 Schlüsseldienste: Apps für Panzerknacker
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Shoedoc 09. Jun 2015

Die 120 Euro sind m.E. nach noch ganz in Ordnung, außerhalb der normalen Arbeitszeit mu...

Zwangsangemeldet 17. Jan 2015

Und das ist gut so! Wenn es kryptographisch sichere RFID-Schlüssel gibt, können die nicht...

Robert0 14. Jan 2015

Jaja, die USA und die Leute, die dort ihre eigenen Probleme lösen. Dort gibt es ja auch...

jclaus19 13. Jan 2015

ein guter Schlüsseldienst kann jeder Schlüssel nachfertigen ohne ein original zu haben...

plutoniumsulfat 09. Jan 2015

Was ändert es daran, ob der Staatsanwalt nen Plastikschlüssel nimmt, oder deine Tür...


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Von Maja Hoock

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