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Conrad-Tochter: Online-Elektronikhändler Getgoods.de ist am Ende

Laut einem Medienbericht haben alle Beschäftigten bei Getgoods die Kündigung erhalten. Nach Insolvenz, Betrugsvorwürfen und Verkauf kommt jetzt das Ende. Der Kauf durch Conrad brachte keine Rettung für den Online-Elektronikhändler.
/ Achim Sawall
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Getgoods: Übernahme brachte keine Rettung. (Bild: Getgoods/Screenshot: Golem.de)
Getgoods: Übernahme brachte keine Rettung. Bild: Getgoods/Screenshot: Golem.de

Der Online-Elektronikhändler Getgoods.de beendet zum Jahresende 2015 offenbar den Geschäftsbetrieb. Das berichtet der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB)(öffnet im neuen Fenster) , dem Informationen vorliegen, dass die 65 Beschäftigten am Standort Schönefeld (Dahme-Spreewald) ihre Kündigung erhalten haben.

Es sei nicht gelungen, das durch die Insolvenz im Jahr 2013 beschädigte Kundenvertrauen zurückzugewinnen, sagte Volker Oschkinat, Geschäftsführer von Get-it Quick dem RBB. Der Standort in Frankfurt (Oder) wurde bereits im Jahr 2014 geschlossen. Von 190 Beschäftigten wurden nach Schönefeld nur 65 übernommen.

Am 14. November 2013 musste Getgoods.de Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen.

Conrad übernimmt

Danach wurde Getgoods.de vorgeworfen, 50 Millionen Euro vor Anmeldung der Insolvenz unterschlagen zu haben. Die beiden Firmenstandorte und das Privathaus des Geschäftsführers wurden durchsucht. Der US-Telekommunikations-Distributor Brightstar warf Getgoods.de vor, der Händler habe 192.000 Mobiltelefone verkauft, die dort nur gelagert wurden. Laut Anzeige habe Getgoods.de mit dem Verkauf fremder Waren den eigenen Umsatz aufgewertet.

Im Dezember 2013 kündigte Conrad Electronic an , die zu Getgoods gehörenden Onlineshops Getgoods.de, HoH.de und Handyshop.de zu kaufen. Den Kauf tätigte die Conrad-Tochter Get-it Quick. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Angeblich sollten nahezu alle der 190 Mitarbeiter der Gruppe übernommen werden.

Laut RBB Vor hatte das Unternehmen vor knapp einem Jahr laut Amtsgericht Frankfurt (Oder) fast 2.400 Gläubiger. Die Forderungen beliefen sich auf 100 Millionen Euro.

Das Unternehmen verkauft Smartphones, Festnetztelefone, Notebooks, Tablet-PCs, Unterhaltungselektronik, Spielzeuge sowie Freizeit- und Baumarktartikel.


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