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Schließung aller Gravis-Filialen: Verkauf von Produkten endet Mitte Juni

Im Zuge der geplanten Schließungen aller 37 Gravis -Filialen verlieren rund 600 Menschen ihre Arbeit. Das Unternehmen gibt es seit 38 Jahren.
/ Ingo Pakalski
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Bald werden alle Gravis-Filialen schließen. (Bild: Adam Berry/Getty Images)
Bald werden alle Gravis-Filialen schließen. Bild: Adam Berry/Getty Images

Zum 15. Juni 2024 wird der auf Apple-Produkte spezialisierte Händler Gravis den Verkauf von Waren, Produkten und Dienstleistungen einstellen. Bereits Mitte März 2024 wurde mitgeteilt, dass der Betrieb von Gravis eingestellt und der Händler komplett vom Markt verschwinden werde. Bisher wurden dafür keine Termine genannt, das holte Freenet als Inhaber der Gravis-Geschäfte nach.

So wird der Vertrieb in allen 37 Gravis-Stores sowie im Onlineshop des Unternehmens zum 15. Juni 2024 weitestgehend eingestellt. Alle ausstehenden Restarbeiten sollen voraussichtlich bis zum 30. Juni 2024 abgeschlossen werden, so dass alle Filialen zu diesem Datum geschlossen werden. Gegründet wurde Gravis 1986 - vor 38 Jahren.

Durch das Ende des Geschäftsbetriebs von Gravis werden rund 600 Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren, jedenfalls gibt Gravis selbst an(öffnet im neuen Fenster) , so viele Menschen zu beschäftigen. Angestellte und Mitarbeiter von Gravis sind nach Freenet-Angaben über die bevorstehenden Kündigungen informiert worden. Unter Berücksichtigung aller Kündigungsfristen sollen die Kündigungen frühestens zum 30. Juni 2024 wirksam werden, heißt es vom Unternehmen.

Mitarbeiter bei Gravis verlieren ihren Arbeitsplatz

Die Arbeitgeberführung habe zusammen mit dem Betriebsrat maßgebliche Eckpunkte eines Sozialplans erarbeitet, der die Betroffenen nach der Betriebsschließung so gut wie möglich unterstützen soll. Je nach Betriebszugehörigkeit und möglicher Sozialzuschläge gebe es individuelle Abfindungen für die Betroffenen.

Dazu sagt Christoph Vilanek, Vorstandsvorsitzender der freenet AG: "Unsere Mitarbeitenden sind das Herzstück von Gravis. Ihre Hingabe und Leistung haben das Unternehmen über Jahre hinweg getragen und zu einem der wichtigsten Handelspartner von Apple gemacht. Für uns ist es daher eine Selbstverständlichkeit, für eine sozialverträgliche Lösung zu sorgen und die Belegschaft bestmöglich durch diesen Wandel zu begleiten."

Nach Angaben von Gravis sollen alle Verpflichtungen gegenüber Kunden sichergestellt werden(öffnet im neuen Fenster) , dazu gehört auch die Erfüllung aller Garantieansprüche auch nach der Schließung.

Die Schließung der Gravis-Filialen wurde mit der stärkeren Konkurrenz des Onlinehandels und den Auswirkungen der Pandemie begründet. Gravis gibt zudem dem "restriktiven Konditionsmodell seitens Apple" eine Mitschuld daran, dass man keine Möglichkeit sehe, "das Geschäft in Zukunft auskömmlich zu gestalten. Das sind unter anderem die Gründe dafür, dass wir schlussendlich nicht mehr wirtschaftlich waren und zu diesem Schluss kommen mussten."


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