Schleswig-Holstein: Landesregierung ist mit dem E-Highway auf der A1 zufrieden

Der E-Highway im Norden funktioniert weitgehend, wie er soll. Ob das Projekt die gewünschten Vorteile für die Umwelt bringt, lässt sich aber noch nicht sagen.

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Elektrifizerte A1 bei Lübeck: mehr Masten in Hessen
Elektrifizerte A1 bei Lübeck: mehr Masten in Hessen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Seit knapp einem Jahr fährt auf einem Autobahnteilstück in Schleswig-Holstein ein Laster, der mit einem Stromabnehmer ausgestattet ist. Rund 1.000 Fahrten hat er bisher absolviert. Für die schwarz-grün-gelbe Landesregierung ist das Projekt ein Erfolg.

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Für den Feldtest wurde ein rund fünf Kilometer langer Autobahnabschnitt zwischen der Anschlussstelle Reinfeld und dem Autobahnkreuz Lübeck in beiden Fahrtrichtungen mit Oberleitungen ausgestattet. Seit Anfang Januar pendelt der Oberleitungs-Lkw (O-Lkw) einer Spedition mehrmals täglich zwischen Reinfeld und dem Lübecker Hafen.

Es gibt kleinere Mängel

In den etwa 1.000 Fahrten habe sich gezeigt, dass die Strecke tauglich sei, sagte Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) der Nachrichtenagentur Deutsche Presseagentur (dpa). "Es gibt noch ein paar kleine Mängel, die nachgebessert werden müssen, aber im Großen und Ganzen läuft das Projekt."

Ziel des E-Highways ist es, die Schadstoffemissionen im Gütertransport zu senken: Die Sattelschlepper der VW-Tochter Scania haben einen konventionellen Dieselmotor sowie einen elektrischen Antriebsstrang. Auf Strecken mit einer Oberleitung fährt ein O-Lkw elektrisch. Zudem lädt er seinen Akku. Verlässt der O-Lkw die Oberleitungsautobahn, wird auf Akkubetrieb umgeschaltet. Allerdings ist der Akku vergleichsweise klein und bietet nur wenig Reichweite. Wenn er leer ist, springt der Dieselmotor an. Wenn das Oberleitungssystem mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen gespeist wird, könnte der Schadstoffausstoß des Lkw um 95 Prozent gesenkt werden.

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Es sei aber noch zu früh für Aussagen über die Umweltauswirkungen, sagte Elisabeth Niehaus der dpa. Niehaus arbeitet bei der Forschungs- und Entwicklungszentrum der Fachhochschule Kiel GmbH. Bei dieser liegt die Leitung des Foschungsprojekts. "Es liegen zwar erste Daten der verschiedenen Messsysteme aus dem Fahrzeug und an der Anlage vor, aber die sind noch nicht ausgewertet."

Neben dem E-Highway-Projekt in Schleswig-Holstein gibt es noch eines in Hessen, auf der A5 bei Darmstadt. Dort sollen in einer Fahrtrichtung auf sieben Kilometern weitere Strommasten aufgestellt werden. Bislang sind in beiden Fahrtrichtungen jeweils fünf Kilometer elektrifiziert.

In Baden-Württemberg wird eine Oberleitung auf der Bundesstraße 462 bei Rastatt nahe Karlsruhe gebaut. Diese Teststrecke soll im kommenden Frühjahr in Betrieb genommen werden. In Mittelschweden läuft ein Pilotprojekt bereits seit 2016.

"Es geht nicht darum, alle Autobahnen in Deutschland mit Oberleitungen auszustatten", sagte Buchholz der dpa. "Aber auf Strecken wie der A1, wo der Schwerlastverkehr regelmäßig auf kürzeren Strecken unterwegs ist, bietet sich zumindest ein Test an." Kürzlich hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) angekündigt, dass er 4.000 Kilometer Oberleitungen bis zum Jahr 2030 an Autobahnen aufstellen lassen wolle.

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Arsenal 16. Dez 2020

Sehe ich anders (offensichtlich).

forenuser 26. Nov 2020

Das mag sicher die bessere Alternative sein... Aber "hier" fahren wenigstens die 40t...

Ein Spieler 26. Nov 2020

Das Problem sind die LKWs an sich. Hier werden Symptome behandelt, nicht die eigentliche...

Karbid 25. Nov 2020

So ein System hätte zwei Vorteile. Zu einem kann ein externes (Computer-)System mit den...



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