Schleswig-Holstein: Bundesland baut Glasfaser mit 1&1 Versatel aus

1&1 Versatel verlegt 300 Kilometer neue Kabeltrassen für ein Landesnetz. 70 Prozent der Schulen sollen Glasfaseranschlüsse erhalten.

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Bei Dataport
Bei Dataport (Bild: Dataport)

Schleswig-Holstein setzt beim Glasfaserausbau auf 1&1 Versatel. Das gab der Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei, Thomas Losse-Müller, bekannt. 1&1 Versatel sei mit der Anbindung von Schulen, Landesdienststellen, Behördenstandorten und kommunalen Standorten an das Glasfasernetz beauftragt worden. Die United-Internet-Tochter plane den Bau von rund 300 Kilometern neuer Kabeltrassen und investiere einen "mehrstelligen Millionenbetrag".

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70 Prozent des Landesnetzes könnten so wirtschaftlich mit Glasfasern versorgt werden. Auftraggeber ist Dataport, der IT-Dienstleister der Verwaltung in Schleswig-Holstein. Beteiligt sei auch die Hansewerk-Gruppe und 26 Subunternehmern, meist regionale und kleine Gesellschaften.

Richtfunk als Alternative

Alle 800 Schulen würden bis in fünf Jahren Breitbandanschlüsse erhalten. Regionen, die nicht wirtschaftlich mit Glasfaser versorgt werden können, werden von Dataport über alternative Technik wie Richtfunk angeschlossen. "Jede Schule bekommt Breitband oberhalb von 50 Megabit pro Sekunde,", sagte Staatskanzlei-Chef Thomas Losse-Müller. Derzeit haben nur 12 Prozent aller Schulen einen Anschluss, mit dem die Datenübertragungsraten mit rund 100 Mbit/s möglich ist. Das Land Schleswig-Holstein und Dataport prüfen zudem, ob sie Strecken eigenständig mit Glasfaser ausbauen.

Gegenwärtig habe das Landesnetz einen Glasfaseranteil von 14 Prozent. Nach der Neuausschreibung des Netzes werde sich dieser Anteil deutlich erhöhen, erklärte die Staatskanzlei, ohne jedoch genaue Angaben zu machen.

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Dataport-Chef Johann Bizer sagte: "In einem einzigen Netz bündeln wir das Landesnetz, den BOS-Digitalfunk und fördern den Breitbandausbau, indem wir diese Netze nutzen. An dieses Netz sind Landes- und Kommunalverwaltungen, Polizeidienststellen und zukünftig auch alle Schulen angeschlossen."

Unternehmenssprecherin Britta Heinrich erklärte Golem.de auf Anfrage: "Die Nutzung der Glasfasern durch Dritte wird zurzeit geprüft."

Nachtrag vom 13. Juli 2016, 17:59 Uhr

Eine Sprecherin der Staatskanzlei sagte Golem.de: "Momentan liegt die Verfügbarkeitsquote für FTTH (Fiber-To-The-Home) bei 23 Prozent. 14 Prozent der Haushalte nutzen FTTH. Langfristig soll das Glasfasernetz in Schleswig-Holstein flächendeckend ausgebaut werden."

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