Schleppender Verkauf: VW-Händler raten Kunden von Elektroautos ab

Der ID.3 wird von den VW-Händlern schlechter verkauft als erwartet. Grund ist deren Aufwand bei der Beratung und die niedrige Marge.

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Volkswagen ID.3
Volkswagen ID.3 (Bild: Volkswagen)

Der ID.3 ist der Hoffnungsträger von Volkswagen. Das erste als reines Elektroauto konstruierte Fahrzeug wird über das Händlernetz von VW verkauft - aber mit mäßigem Erfolg, wie die Wirtschaftswoche berichtet. Die Händler rieten Kunden sogar meist von E-Autos ab, heißt es in dem Bericht.

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Von dem seit September erhältlichen ID.3 wurden bis Ende November nur 7.349 Fahrzeuge zugelassen, die Wirtschaftswoche berichtet von rund 3.000 Eigen- und Händlerzulassungen. Zum Vergleich: Im November wurden 10.515 VW Golf verkauft, davon 1.941 E-Golf.

Unter Berufung auf einen ihr vorliegenden Report von Greenpeace schreibt die Wirtschaftswoche, Volkswagen wolle auch nur so viele ID.3 verkaufen wie nötig seien, um die EU-Anforderungen hinsichtlich Flottenemissionen zu erzielen. Diesen Wert dürfte VW gegen Ende des Jahres trotz des Verkaufs von Plug-In-Hybriden aber nicht erreichen. 95 Gramm CO2 je Kilometer und Fahrzeug sind das Ziel, 98 Gramm sollen es werden. Das würde den Autokonzern etwa 250 Millionen Euro Strafe kosten. Dennoch werde mit Verbrennern mehr Geld verdient - die Marge ist laut Greenpeace bei Elektroautos durch höhere Produktions- und Rohstoffkosten geringer. Das bestätigte VW auch gegenüber der Wirtschaftswoche.

Greenpeace habe im November mit 56 Testkäufern bei 50 Volkswagenhändlern in 38 deutschen Städten versucht, Beratungsgespräche bei VW-Händlern zu führen. Sie sollten sich als ideale Zielgruppe des ID.3 ausgeben, dennoch wurde das Fahrzeug nur in einem Viertel aller Gespräche empfohlen, wenn die Kunden nicht eindeutig vorgaben, den ID.3 kaufen zu wollen. Wenn sie vorgaben, zwischen ID.3 und normalem Golf zu schwanken, wurde das Elektroauto nur in 7 von 25 Fällen empfohlen. Die Verkäufer äußerten teils grundsätzliche Zweifel an der Elektromobilität. Ein Grund könnte die geringe Marge sein. Bei Verbrennen liegt diese laut Wirtschaftswoche zwischen 16 und 18 Prozent, bei den ID-Modellen nur bei 6 Prozent. Zudem seien E-Autos erklärungsbedürftiger und keine so guten Werkstattkunden. Ein Händler müsse also mehr erklären, bekomme weniger Geld und dann auch noch weniger Werkstattumsatz.

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wasdeeh 21. Dez 2020

Heh, in der Tat. Weil das, was z.B. in einem Model S (zumindest bis BJ 2019) an einem...

mj 21. Dez 2020

hier steht was von 1% pro nacht https://tff-forum.de/t/vampir-verlust/24088/7 hab gerade...

mj 21. Dez 2020

Das kann durch aus sein. Bei uns sind zwei Gebiete wo auf einer Laufstrecke von maximal...

maniac_2k 21. Dez 2020

Das macht den Diesel natürlich teurer. Aber das Grundproblem bleibt meiner Meinung nach...

SvD 20. Dez 2020

Bei der VAG steigt die Beratungsqualität... zumindest schon mal partiell. Wenn sie jetzt...



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