Schlechtes Internet: Kunden können Zahlungen leichter reduzieren

Bis Ende des Jahres soll es für Kunden einfacher werden, bei langsamer Internet-Verbindung den Preis für den Anschluss zu reduzieren.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Wenn die Internetleitung zu langsam ist, kann der monatliche Preis reduziert werden.
Wenn die Internetleitung zu langsam ist, kann der monatliche Preis reduziert werden. (Bild: Pixabay)

Wer daheim viel schlechteres Internet hat als vom Provider versprochen, kann ab Dezember 2021 monatliche Zahlungen an diesen reduzieren. Die Bundesnetzagentur will Kriterien festlegen, die am 8. September 2021 als Entwurfsfassung veröffentlicht werden. Zuvor wurden Marktteilnehmer dazu befragt und diese Daten für die endgültige Festlegung berücksichtigt.

Stellenmarkt
  1. Data Discovery Analyst (w/m/d)
    Bundeskartellamt, Bonn
  2. Manager (m/w/d) IT Enterprise Architecture
    Porsche Financial Services GmbH, Bietigheim-Bissingen
Detailsuche

In dem Kriterienkatalog geht es darum, wie groß die Defizite bei der Kundschaft bezüglich der tatsächlich nutzbaren Internetgeschwindigkeit sein müssen, bevor diese das Minderungsrecht für die monatlichen Zahlungen in Anspruch nehmen dürfen. Die Kriterien gelten dabei für den Internetzugang über das Festnetz.

Bei der Novellierung des Telekommunikationsgesetzes in diesem Jahr wurde die Rolle der Verbraucher gestärkt. Es war bereits möglich, die monatliche Zahlung an den Internetanbieter zu reduzieren, wenn die Leistung schlecht war. Allerdings war es für Verbraucher sehr schwierig, dieses Recht tatsächlich durchzusetzen.

Bundesnetzagentur will Kundenrechte stärken

Das soll sich ändern: Wer künftig Messungen mit der App der Webseite breitbandmessung.de von der Bundesnetzagentur vornimmt, kann mit diesen Werten die Reduzierung der monatlichen Zahlungen rechtfertigen.

Golem Karrierewelt
  1. Automatisierung (RPA) mit Python: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    03./04.11.2022, Virtuell
  2. AZ-104 Microsoft Azure Administrator: virtueller Vier-Tage-Workshop
    19.-22.09.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Bundesnetzagentur bestimmt die Schwelle, ab der Verbraucher Anspruch auf Minderung haben. Bei einer "erheblichen, kontinuierlichen oder regelmäßig wiederkehrenden Abweichung bei der Geschwindigkeit" kann so viel gemindert werden, wie der Abstand zwischen tatsächlicher und vertraglich vereinbarter Leistung beträgt.

Beim Abschluss von Internetverträgen müssen die Provider in Produktinformationsblättern klarstellen, wie hoch die maximalen und minimalen Datenübertragungsraten sind, die Kunden zu erwarten haben. Außerdem muss die reelle Geschwindigkeit angegeben werden, die normalerweise zur Verfügung steht. An diesen Werten müssen sich Verbraucher orientieren, um je nach Ergebnis der Messungen weniger zahlen zu dürfen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


tomate.salat.inc 09. Sep 2021

Denn ohne Internet, kannst du den Test gar nicht erst machen. Haben wir aktuell gerade...

JE 08. Sep 2021

Ich habe eine Leitung, die nominell 175 MBit liefern soll (down), habe aber real nur 120...

dummzeuch 08. Sep 2021

Liest sich wie ein weiterer Fall für Starlink. Ein Kollege mit einem ähnlichen Problem...

Anhaltender 08. Sep 2021

Die Breitbandmessung erfolgt mittlerweile mit Direktanschluss am DE-CIX. Gab es mal nen...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Gegen das kommerzielle Internet
Warum Filesharing legalisiert werden sollte

Die Subkultur des illegalen Filesharing ist der letzte Atemzug des nichtkommerziellen Internets. Warum es legalisiert werden sollte.
Ein Essay von Lennart Mühlenmeier

Gegen das kommerzielle Internet: Warum Filesharing legalisiert werden sollte
Artikel
  1. Geplante Obsoleszenz: Epson schaltet Drucker wegen voller Schwämme ab
    Geplante Obsoleszenz
    Epson schaltet Drucker wegen voller Schwämme ab

    Die Drucker funktionieren noch tadellos, ein angebliches Risiko durch volle Tintenschwämme ist für Epson aber Grund, die Geräte zu deaktivieren.

  2. Patentklage von Nokia: Oneplus und Oppo verkaufen keine Smartphones in Deutschland
    Patentklage von Nokia
    Oneplus und Oppo verkaufen keine Smartphones in Deutschland

    Nokia hat mit einer Patentklage gegen Oppo und Oneplus Erfolg - das Resultat: Vorerst stellen die Hersteller den Verkauf von Smartphones ein.

  3. Staubsaugerroboter: Amazon kann nach Roomba-Deal Wohnungen kartieren
    Staubsaugerroboter
    Amazon kann nach Roomba-Deal Wohnungen kartieren

    Moderne Saugroboter erfassen Grundrisse und mehr von Wohnungen. Diese Daten könnte Amazon als neuer Eigentümer von iRobot gut gebrauchen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MindStar (Gainward RTX 3070 559€, ASRock RX 6800 639€) • WD Black SSD 2TB m. Kühlkörper (PS5) 219,90€ • Gigabyte Deals • Alternate (DeepCool Wakü 114,90€, PC-Netzteil 79,90€) • be quiet! Deals • SSV bei Saturn (u. a. WD_BLACK SN850 1TB 119€) Gamesplant Summer Sale [Werbung]
    •  /