Schlechter Verlierer: Hearthstone-Profi beendet Turnier mit Wutanfall

Ein jüngst abgehaltenes Hearthstone-Turnier endete unsportlich. Finalist Zakarya Hail brach die Partie ab, bevor sein Gegner ihn besiegen konnte.

Artikel veröffentlicht am , Manuel Bauer
Jedes Jahr messen sich Hearthstone-Spieler in den sogenannten Grandmaster-Turnieren.
Jedes Jahr messen sich Hearthstone-Spieler in den sogenannten Grandmaster-Turnieren. (Bild: PATRIK STOLLARZ via Getty Images)

Der französische E-Sport-Profi Zakarya "xBlyzes" Hail beendete die erste Saison des Hearthstone-Turniers European Grandmasters 2021 mit einem absichtlichen Verbindungsabbruch. Der 20-Jährige war kurz davor, im Finale der online ausgetragenen Meisterschaft gegen den Spanier David "Frenetic" Neila zu verlieren, als er aus der Partie ausstieg.

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Der Turnier-Gewinner konnte seinen letzten Spielzug nicht mehr ausführen und erhielt den Meistertitel letztendlich nicht durch einen Sieg, sondern wegen eines sogenannten Timeouts seines Gegners. Auf Twitter bestätigte Hail später, dass er wütend gewesen sei und verteidigte seine Handlung. Er habe das wichtigste Match seines Lebens verloren, was aus seiner Sicht offenbar eine derartige Aktion rechtfertigt.

Der vorzeitige Abbruch eines Spiels aus Wut über die eigene Niederlage wird in der Gaming-Szene gemeinhin als Rage-Quit bezeichnet und gilt als äußerst unsportlich. In einem professionellen E-Sport-Turnier kommt derartiges Verhalten üblicherweise nicht vor. Entsprechend empört reagierten Fans auf Twitter.

Möglicherweise nicht der einzige Fehltritt des Spielers

Ob Hail für sein Verhalten Konsequenzen drohen, ist noch nicht bekannt. Mit dem zweiten Platz in der ersten Saison des European Grandmasters hat er sich automatisch für die zweite Saison im August 2021 qualifiziert. Zudem gewann er ein Preisgeld von 2.000 US-Dollar. Seine weitere Teilnahme am Turnier könnte aber auch aus anderen Gründen gefährdet sein.

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Während der achtwöchigen ersten Saison wurde Hail laut eines Berichts der Website Kotaku des Betrugs bezichtigt. Die Anschuldigung: Er habe während des Turniers sogenanntes Wintrading betrieben. Dabei handelt es sich um illegale Absprachen, bei denen ein Spieler absichtlich Partien verliert und sich dafür bezahlen lässt. Hail streitet die Vorwürfe laut Bericht ab.

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Zuvor hatte sich der Franzose eine Strafe und einen Punktabzug eingehandelt, weil er zu spät zu einem Match angetreten war. Turnier-Veranstalter und Hearthstone-Entwickler Blizzard hat sich noch nicht zu weiteren Ermittlungen gegen Hail geäußert. Der Spieler hatte 2020 die zweite Saison des European-Grandmaster-Turniers gewonnen.

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crew 10. Jun 2021

:-))) genau!

Kenntril 10. Jun 2021

"Nur ein Online-Sammelkartenspiel". Wie soll man denn Hearthstone bitte mit echten...

gelöscht 10. Jun 2021

Du beschreibst ein Patt. Das wird aber als Remis gewertet.

Sharra 10. Jun 2021

Naja, die Preisgelder bei dem Spiel dürften sich ungefähr beim Gruppenhäkeln der...



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