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Schlechte Verkaufsbedingungen: Weitere Entwickler verlassen Mac App Store

Der Exodus aus Apples Mac App Store hält an. Nun hat auch das Entwicklerstudio St. Clair Software die Konsequenzen aus den schlechten Verkaufsbedingungen gezogen und Apples Onlineshop verlassen.
/ Andreas Donath
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Der Mac App Store verliert Entwickler. (Bild: Apple)
Der Mac App Store verliert Entwickler. Bild: Apple

Einschränkungen bei der Vermarktung und Probleme im Shop haben nun auch das Mac-Entwicklerstudio St. Clair Software(öffnet im neuen Fenster) dazu gebracht, seine Programme Jettison(öffnet im neuen Fenster) und Historyhound(öffnet im neuen Fenster) aus dem Mac App Store zu nehmen und wieder selbst zu vermarkten. Der Verkauf über Apples Plattform ergebe rein ökonomisch keinen Sinn, zudem seien die Sandboxing-Vorgaben zu restriktiv, meint Entwickler Jon Gotow.

Die Sandbox(öffnet im neuen Fenster) , die Apple für alle Anwendungen im App Store zur Pflicht macht, sei manchmal hinderlich, um gewünschte Funktionen in den Anwendungen einzubinden. Kritisiert wird auch die fehlende Möglichkeit, für Updates noch einmal Geld von den Anwendern verlangen zu können. Außerdem könne der Entwickler mit dem Käufer nicht in Kontakt treten und auf Kommentare eingehen. Diesen Umstand will Apple erst in der kommenden Betriebssystemversion beheben, die derzeit im Betatest ist.

Einige Anbieter haben dem Apple App Store bereits den Rücken gekehrt

St. Clair Software ist nicht der erste Anbieter, der ausgestiegen ist. Ende 2015 verließ zum Beispiel der Hersteller des Designwerkzeugs Sketch die Verkaufsplattform. Panic hatte seine sogar von Apple ausgezeichnete App Coda(öffnet im neuen Fenster) aus dem Downloadshop entfernt. Auch die Anbieter der Tools Sip zur Farbauswahl oder des Filmwerkzeugs Videoloupe haben dem Mac App Store den Rücken gekehrt. Die Begründung ist praktisch identisch mit der aller Entwickler.

Nicht nur der Mac App Store, auch der iTunes App Store für iOS wird mittlerweile stark kritisiert, weil es zu lange dauere, bis Apps freigegeben würden, es kein Geld für Updates gebe und die Verkäufer nicht einmal die Namen der Käufer erhielten. Auch kostenlose Testversionen könnten nicht angeboten werden.


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