Schlau wohnen: Mein ideales Smart-Home-Setup

In zwölf Jahren habe ich mein Smart Home immer mehr verfeinert und für mich das Beste aus verschiedenen Systemen gefunden.

Ein Erfahrungsbericht von Sascha Körnig veröffentlicht am
Jeder Raum hat eine von der Tageszeit abhängige Zieltemperatur.
Jeder Raum hat eine von der Tageszeit abhängige Zieltemperatur. (Bild: Pixabay)

Mein Smart Home ist in den vergangenen zwölf Jahren, in denen ich schon daran herumwerkle, erst gewachsen und dann wieder geschrumpft. Verglichen mit den Anfängen beim Einzug in das Haus hat sich die Zahl der Aktoren und Sensoren bis heute mehr als verfünffacht, war zwischenzeitlich aber auch schon deutlich höher. Jetzt bin ich bei einem Setup angekommen, das mein Leben dort vereinfacht, wo es wirklich sinnvoll ist - und nur dort.

Bei mir und meiner Frau zuhause arbeiten aktuell an die 160 Sensoren und Aktoren und erleichtern uns den Alltag. Mit der Zeit wurden ein paar Kriterien beim Verfeinern des Smart Home in den Fokus gerückt. So funktionieren heute sämtliche Grundfunktionen auch bei WLAN- oder Internet-Ausfall, und das System ist unabhängig von jeder Cloud nutzbar.

Ebenfalls wichtig war uns, dass auch Menschen ohne Bezug zum Smart Home die Grundfunktionen bedienen können. So gibt es in jedem Raum einen Schalter, mit dem das Licht ein- und ausgeschaltet und die Rollläden bedient werden können.

Wirklich genutzt werden die Schalter allerdings lediglich im Wohnbereich und im Schlafzimmer. Dort ist es einfach unpraktisch, das Licht mit Bewegungsmeldern zu steuern. Man will schließlich nicht, dass, wenn man sich auf dem Sofa mal eine Zeit lang nicht bewegt, die Ambientebeleuchtung im Raum automatisch ausgeht. Genauso wenig will man im Schlafzimmer Festtagsbeleuchtung, sobald man sich im Schlaf einmal herumdreht.

Stellenmarkt
  1. Junior IT Business Consultant (w/m/d)
    Banijay Germany GmbH, Köln-Mülheim
  2. Leitung der Stabsstelle IT und Digitalisierung (m/w/d)
    Kunstakademie Münster, Münster
Detailsuche

Es ist auch möglich, sämtliche Schaltvorgänge mit dem Smartphone oder per Sprachbefehl zu steuern. Den Großteil der Schaltvorgänge erledigen allerdings die definierten Automatiken, denn hier liegt das größte Komfortpotenzial. Bewegungsmelder, Zeitprogramme und vordefinierte Ereignisfolgen steuern die Raumtemperatur, das Licht und die Stellung der Rollläden. Eine manuelle Anpassung ist nur in den seltensten Fällen erforderlich.

Soweit die Theorie. Aber wie sieht das nun in der Praxis tatsächlich aus? In den folgenden Absätzen möchte ich kurz unsere aktuelle Ausbaustufe nach Gewerk beschreiben. Die bei uns heute eingesetzten Lösungen haben sich im Laufe der Zeit immer wieder etwas verändert und weiterentwickelt und bieten unserem Haushalt nun einen echten Mehrwert an Wohnqualität und Wohnkomfort.

Das Licht

Die Lichtsteuerung wird bei uns komplett über die Zigbee-Funktechnologie umgesetzt. Leuchtmittel und Bewegungsmelder sind größtenteils aus der Philips-Hue-Reihe, werden teilweise aber auch durch günstige Geräte von Xiaomi (Aqara) oder Ikea (Tradfri) ergänzt.

Unsere früheren Lichtschalter haben keine 230-V-Leitungen mehr, sondern schicken über einen hinter dem Schalter verbauten Zigbee-Aktor lediglich ein Funksignal an den ioBroker, der den Einschaltbefehl an die Glühbirne weitergibt. Dafür wird mit einem herstellerunabhängigen Zigbee-Gateway gearbeitet, so dass weder verschiedene Gateways der einzelnen Hersteller noch irgendeine zugehörige Cloud benötigt werden. Dadurch ist man auch unabhängig von WLAN-Verbindung und Internet.

Tolle Produkte in der Welt von Philips Hue

Egal wie das Licht geschaltet wird (per Schalter, Bewegungsmelder oder Smartphone), werden in Abhängigkeit von der aktuellen Tageszeit und der Helligkeit im Außenbereich ein vordefiniertes Dimmlevel und die Farbtemperatur gewählt. Schaltet man das Licht tagsüber ein, leuchtet es automatisch in einem hellen Kaltweiß. Je dunkler es wird, desto mehr nimmt der Anteil an Warmweiß zu, während das Dimmlevel abnimmt, um in den Abendstunden ein gemütliches Ambiente zu schaffen.

Nachts wird auf zehn Prozent gedimmt, damit man beim nächtlichen Toilettengang nicht direkt hellwach ist, sich aber auch nicht die Zehen anhaut. Öffnet man die Küchenschränke, geht automatisch die darin installierte Beleuchtung an. Schaltet man den Fernseher bei Dämmerung ein, geht die Ambientebeleuchtung mit an.

Je nach Raum schaltet sich das Licht nach einer definierten Zeit ohne Bewegung aus. In Fluren und Nebenräumen spätestens nach zwei Minuten, in Räumen wie dem Bad oder der Ankleide spätestens fünf Minuten nach der letzten Bewegung. Im Falle eines Alarms der Rauchmelder gehen sämtliche Lichter im Haus an.

Weiter geht es mit Rollläden, Heizung und Klingel.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Rollläden gehen mit der Sonne mit 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5.  


satscho 21. Apr 2022 / Themenstart

Vielen Dank für die Blumen :) Tatsächlich hatte ich den Conbee II mit Phoscon auch mal...

Danny09 15. Apr 2022 / Themenstart

Ah ja, sehr schön! Danke für die Antwort!! Ich werde mich jetzt auch mal konkret in das...

satscho 14. Apr 2022 / Themenstart

Ich setze einen "Selbstbausensor" ein. Und das seit zwei Jahren im Sommer wie Winter...

satscho 14. Apr 2022 / Themenstart

+1 ;) Tatsächlich war das am Anfang auch meine Wunschvorstellung. Allerdings habe ich...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Cariad
Aufsichtsrat greift bei VWs Softwareentwicklung durch

Die Sorge um die Volkswagen-Softwarefirma Cariad hat den Aufsichtsrat veranlasst, ein überarbeitetes Konzept für die ehrgeizigen Pläne vorzulegen.

Cariad: Aufsichtsrat greift bei VWs Softwareentwicklung durch
Artikel
  1. Delfast Top 3.0: Ukrainische Armee setzt E-Motorräder zur Panzerjagd ein
    Delfast Top 3.0
    Ukrainische Armee setzt E-Motorräder zur Panzerjagd ein

    Ukrainische Infanteristen nutzen E-Motorräder, um leise und schnell zum Einsatz zu gelangen und die Panzerabwehrlenkwaffe NLAW zu transportieren.

  2. Überwachung: Polizei setzt Handy-Erkennungskamera gegen Autofahrer ein
    Überwachung
    Polizei setzt Handy-Erkennungskamera gegen Autofahrer ein

    In Rheinland-Pfalz werden Handynutzer am Steuer eines Autos automatisch erkannt. Dazu wird das System Monocam aus den Niederlanden genutzt.

  3. Love, Death + Robots 3: Mal spannend, mal tragisch, mal gelungen, mal nicht so
    Love, Death + Robots 3
    Mal spannend, mal tragisch, mal gelungen, mal nicht so

    Die abwechslungsreichste Science-Fiction-Serie unserer Zeit ist wieder da - mit acht neuen Folgen der von David Fincher produzierten Anthologie-Reihe.
    Von Peter Osteried

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Borderlands 3 gratis • CW: Top-Rabatte auf PC-Komponenten • Inno3D RTX 3070 günstig wie nie: 614€ • Ryzen 9 5900X 398€ • Top-Laptops zu Tiefpreisen • Edifier Lautsprecher 129€ • Kingston SSD 2TB günstig wie nie: 129,90€ • Samsung Soundbar + Subwoofer günstig wie nie: 228,52€ [Werbung]
    •  /