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Interpol gegen Cybercrime: Systeme hinter 45.000 IP-Adressen vom Netz genommen

Strafverfolger mehrerer Länder haben zusammen mit Interpol 94 mutmaßliche Cyberkriminelle verhaftet und deren Infrastrukturen lahmgelegt.
/ Marc Stöckel
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Behörden haben mit Interpol zusammen fast 100 Cybercrime-Verdächtige festgenommen. (Bild: pexels.com / Kindel Media)
Behörden haben mit Interpol zusammen fast 100 Cybercrime-Verdächtige festgenommen. Bild: pexels.com / Kindel Media

Einsatzkräften von Interpol ist zusammen mit den lokalen Behörden zahlreicher Länder erneut ein Schlag gegen Cybercrime-Aktivitäten wie Phishing, Betrug und Ransomware-Attacken gelungen. Laut der internationalen Polizeiorganisation(öffnet im neuen Fenster) wurden Systeme hinter mehr als 45.000 IP-Adressen abgeschaltet und 94 Tatverdächtige verhaftet.

Den Angaben zufolge sind die genannten Ermittlungserfolge Teil einer koordinierten Strafverfolgungsoperation namens Operation Synergia III. Diese fand vom 18. Juli 2025 bis zum 31. Januar 2026 statt. Interpol unterstützte die regionalen Behörden dabei durch operative Maßnahmen und den grenzüberschreitenden Informationsaustausch.

An Operation Synergia III waren Strafverfolger aus 72 Ländern und Regionen sowie Cybersicherheitsexperten von Group-IB(öffnet im neuen Fenster) , Trend Micro und S2W beteiligt. Deutschland wird nicht aufgezählt, aber andere europäische Länder wie Österreich, Frankreich, Griechenland, Liechtenstein, Polen, Spanien, die Schweiz und das Vereinigte Königreich.

Phishing, Betrug und mehr

Interpol nannte in seiner Mitteilung mehrere Beispiele für erfolgreiche Strafverfolgungsmaßnahmen als Teil der Operation Synergia III. In China wurden rund 33.000 Phishingseiten entdeckt, mit denen Cyberkriminelle unter anderem Webseiten von Banken, Zahlungsdienstleistern, Casinos und Behörden nachgestellt und die Daten der Besucher abgegriffen hatten.

In Togo wurden zehn verdächtige Personen verhaftet, die sich auf das Hacken von Social-Media-Konten sowie Liebesbetrug und Social-Engineering-Aktivitäten spezialisiert haben sollen. Weitere 40 Tatverdächtige, denen eine Vielzahl von Cyberstraftaten wie Identitätsdiebstahl und Kreditkartenbetrug vorgeworfen wird, wurden in Bangladesch verhaftet.

Neben den 94 Personen, die insgesamt festgenommen wurden, laufen laut Interpol Ermittlungen gegen weitere 110 Tatverdächtige. Zudem sollen die Strafverfolger 212 Server und andere elektronische Geräte beschlagnahmt haben. Deren Auswertung dürfte weitere Erkenntnisse liefern, die für die laufenden Ermittlungen nützlich sind.


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