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Lander Philae (kurz nach der Abtrennung von der Sonde Rosetta): alle Instrumente eingesetzt
Lander Philae (kurz nach der Abtrennung von der Sonde Rosetta): alle Instrumente eingesetzt (Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA)

Komet knackt Hammer

Temperaturdaten wurden gesammelt. Der Mupus-Hammer der Sonde hämmerte, lieferte Daten und ging schließlich kaputt, was ein weiteres Mal zeigte, wie überraschend hart der Komet ist.

Schon als die Mission vor Jahren geplant wurde, waren sich die Wissenschaftler darüber im Klaren, dass Philae vielleicht nur wenige Stunden oder Tage auf der Oberfläche des Kometen würde operieren können. Sie überlegten sich daher genau, welche Daten sie auf jeden Fall haben wollten. Und genau diese Daten wurden auch gesammelt.

Philae ist ein Erfolg

"Es war ein großer Erfolg und das ganze Team ist begeistert. Trotz der ungeplanten dreifachen Landung konnten alle Instrumente zum Einsatz gebracht werden und jetzt müssen wir nachsehen, was wir gefunden haben", sagt Philae-Chef Stephan Ulamec.

Seit dem frühen Samstagmorgen schläft Philae. Die Raumsonde hat ihr wissenschaftliches Programm beendet, alle Daten zur Erde geschickt und sich dann selbst in Hibernation versetzt. Es blieb nichts anderes übrig, denn die Batterie war leer.

Eigentlich hat Philae ja Solarpaneele, mit denen die Batterie regelmäßig geladen werden sollte. Aber da die Sonde nicht dort gelandet war, wo es gedacht war, und sie noch dazu schief lag, fiel zu wenig Licht auf die Paneele. Irgendwann wäre ihr der Saft komplett ausgegangen. Bevor das passierte, wurde sie lieber schlafen geschickt. Zuvor wurden die letzten Reserven aber benutzt, um sie noch ein klein wenig zu drehen. Jetzt könnte etwas mehr Licht auf die Paneele fallen, und die Chancen dafür steigen, je näher der Komet der Sonne kommt. Sollten die Batterien irgendwann wieder aufgeladen sein, wird Philae wieder munter werden und sich bei der Erde zurückmelden.

Rosetta ist auch noch da

Dann kann es mit der Wissenschaft auf dem Kometen weitergehen. Und bis dahin ist ja immer noch Rosetta da! Ihre Reise ist noch lange nicht vorbei, und sie ist das eigentliche wissenschaftliche Instrument der Mission und nicht nur dazu da, Philae zu transportieren. Rosetta wird den Kometen weiterhin beobachten; wird live dabei zusehen, wie dort immer mehr Gas und Staub ins All hinaus entkommen, je näher der Himmelskörper der Sonne kommt. Sie wird die sich entwickelnde Koma und den Kometenschweif analysieren; das Magnetfeld untersuchen und noch hoffentlich bis Ende nächsten Jahres Daten zur Erde schicken.

Schon jetzt reichen die gesammelten Daten aus, um unser Wissen über Kometen dramatisch zu verbessern. Die Wissenschaftler werden noch Jahre zu tun haben, alles auszuwerten, und wir können uns auf viele interessante Veröffentlichungen freuen. Der Flug zum Kometen und die Landung auf seiner Oberfläche waren eine historische Leistung und ein voller Erfolg. Und das war erst der Anfang! Wer weiß, was Rosetta noch alles entdecken wird, wenn ihre gemeinsame Reise mit dem Kometen weitergeht...

 Schlaf gut, Philae: Die aufregenden letzten Tage des Kometenlanders

eye home zur Startseite
Kilimandscharo 14. Jun 2015

http://www.astronews.com/news/artikel/2015/06/1506-021.shtml guten Morgen, Philae.

quineloe 20. Nov 2014

ITT: jede Menge experten, die in ihren letzten 20 Berufsjahren keinen einzigen Fehler...

david_rieger 19. Nov 2014

Sagen wir, sie haben ihre Stretch-Goals nicht erreicht. Ok? Die angesprochenen...

plutoniumsulfat 19. Nov 2014

und Geschwindigkeit, fiel mir gerade noc hein - denke, das dauert noch einige hundert...



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