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Schiphol: Amsterdamer Flughafen stoppt Privatjets und Nachtflüge

Mit einem Nachtflugverbot und der Verbannung von Privatflugzeugen will der Amsterdamer Flughafen sauberer werden.
/ Tobias Költzsch , dpa
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Eine KLM-Maschine am Amsterdamer Flughafen Schiphol (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Eine KLM-Maschine am Amsterdamer Flughafen Schiphol Bild: Tobias Költzsch/Golem.de

Am Amsterdamer Großflughafen Schiphol soll es bis spätestens Ende 2025 keine Nachtflüge mehr geben. Zudem sollen Starts und Landungen von Privatjets verboten werden. Das solle zu einer "stilleren, saubereren und besseren Luftfahrt" führen, teilte der Flughafen am 4. April 2023 mit(öffnet im neuen Fenster) . Auch sollen schrittweise Flugzeuge nicht mehr zugelassen werden, die wie die Boeing 747 viel Lärm verursachen.

Umweltschutzverbände und Anwohner reagierten positiv auf die Ankündigung. Kritisch äußerten sich dagegen Fluggesellschaften und Reiseveranstalter. Die Fluggesellschaft KLM, deren Basis Schiphol ist, reagierte überrascht(öffnet im neuen Fenster) . KLM hätte sich ein gemeinsames Vorgehen der Luftfahrtbranche gewünscht, um den Ausstoß von CO 2 sowie Lärmbehinderung zurückzudrängen, hieß es.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace begrüßte dagegen den Plan(öffnet im neuen Fenster) . Die Luftfahrt überschreite die Grenzen von Anwohnern, Natur und Klima, sagte Maarten de Zeeuw von Greenpeace. Auch die angekündigte Verbannung von Privatjets sei ein positiver Schritt. "Diese Art des Verkehrs ist in Zeiten der Klimakrise schamlos und geht echt nicht mehr."

Rund 10.000 Nachtflüge im Jahr betroffen

Schiphol will, dass zwischen Mitternacht und 6 Uhr früh überhaupt keine Flüge mehr starten und bis 5 Uhr auch keine Maschinen mehr landen dürfen. Nach Angaben des Flughafens soll es um rund 10.000 Nachtflüge pro Jahr gehen.

Die niederländische Regierung hatte beschlossen, dass der Flughafen wegen Lärmbelästigung und Umweltverschmutzung bis zum kommenden Jahr die Zahl der Flüge von maximal 500.000 auf 440.000 jährlich verringern muss. Ab November 2023 soll zunächst eine Obergrenze von 460.000 Flügen gelten. Dagegen haben KLM und vier andere Fluggesellschaften Klage eingereicht.


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