• IT-Karriere:
  • Services:

Schifffahrt: Yara Birkeland wird der erste autonome E-Frachter

Sauber und konkurrenzfähig soll es sein: Das norwegische Unternehmen Kongsberg plant das Schiff der Zukunft, das einen Elektroantrieb hat und autonom fährt. Viele Systeme, mit denen das Schiff navigieren soll, sind heute schon im Einsatz.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Autonomer, elektrisch angetriebener Frachter Yara Birkeland: Energie aus erneuerbaren Quellen ist günstiger als fossile Brennstoffe.
Autonomer, elektrisch angetriebener Frachter Yara Birkeland: Energie aus erneuerbaren Quellen ist günstiger als fossile Brennstoffe. (Bild: Kongsberg)

Ruhe für die Einwohner von Porsgrunn: Noch rollen jeden Tag Laster durch die Stadt und transportieren die Produkte des Düngemittelherstellers Yara containerweise zum nächsten Hafen - mehr als 100 am Tag. Doch das soll sich ändern: In Zukunft soll ein Schiff die Frachtbehälter leise abtransportieren.

Inhalt:
  1. Schifffahrt: Yara Birkeland wird der erste autonome E-Frachter
  2. Sensoren erfassen andere Wasserfahrzeuge
  3. Schiffe werden autonom
  4. Schiffe fahren seit langem elektrisch

Die Yara Birkeland, benannt nach dem Yara-Gründer Kristian Birkeland, ist jedoch kein gewöhnliches Containerschiff: Sie wird elektrisch angetrieben, fährt also sauber. Außerdem soll sie ohne Besatzung zwischen drei Häfen pendeln. Ende kommenden Jahres soll das Schiff als erstes autonomes Frachtschiff mit Elektroantrieb den Dienst aufnehmen.

Das Schiff fährt zwei Häfen an

Die Yara Birkeland wird ein Feeder sein - Feeder sind kleinere Schiffe, die als Zulieferer oder Verteiler in Häfen eingesetzt werden. Das Schiff soll Container von der Fabrik auf der Halbinsel Herøya zu den Häfen von Brevik und Larvik liefern, von wo aus sie dann verschifft werden. Entwickelt wurde das Konzept von dem norwegischen Technologie-Unternehmen Kongsberg Maritime (KM), einer Tochter des Rüstungsunternehmens Kongsberg Gruppen (KOG).

  • Der autonome, elektrisch betriebene Frachter Yara Birkeland. Motorgondeln und Seitenstrahlruder erleichtern das Manövrieren. (Bild: Kongsberg)
  • Das Schiff soll ab 2020 autonom in norwegischen Küstengewässern unterwegs sein,. (Bild: Kongsberg)
  • Das Schiff wird zwischen drei Häfen pendeln. (Bild: Kongsberg)
  • Be- und Entladen erfolgt automatisiert. (Bild: Kongsberg)
  • Rolls Royce entwickelt an autonomen Schiffen, allerdings für die Hochsee. (Bild: Rolls Royce)
  • Seit 2015 setzt die elektrisch angetriebene Fähre Ampere Autos und Fußgänger über den Sognefjord. (Bild: Wikimalte/ CC BY-SA 4.0)
Der autonome, elektrisch betriebene Frachter Yara Birkeland. Motorgondeln und Seitenstrahlruder erleichtern das Manövrieren. (Bild: Kongsberg)

"Wir wollten ein emissionsfreies Schiff bauen, deshalb ist es elektrisch", sagte Ketil Olaf Paulsen, Technology General Manager bei KM Technology, Golem.de. "Um es wettbewerbsfähig im Vergleich zu konventionellen Schiffen zu machen, ist es unbemannt."

Das Schiff hat zwei Propellergondeln

Stellenmarkt
  1. Bundeskriminalamt, Wiesbaden
  2. Hays AG, Frankfurt am Main

Die Yara Birkeland wird 80 Meter lang und 15 Meter breit sein und kann mit 120 Standardcontainern beladen werden. Angetrieben wird das Schiff von zwei Propellergondeln mit einer Leistung von jeweils 1,2 Megawatt. Damit erreicht das Schiff eine Höchstgeschwindigkeit von 10 bis 12 Knoten, 18,5 bis 22 km pro Stunde, die Reisegeschwindigkeit soll bei 6 bis 7 Knoten, 11 bis 13 km pro Stunde, liegen.

Die Gondeln hängen unter dem Rumpf und sind drehbar - das erhöht die Manövrierfähigkeit. Außerdem braucht das Schiff dann kein Steuerruder. Um einfacher an- und ablegen zu können, sind zudem zwei Bugstrahlruder in den Rumpf eingelassen. Jedes von ihnen hat eine Leistung von 0,6 Megawatt.

Geladen wird in Herøya

Den Strom für die Motoren liefert ein Akku mit einer Kapazität von 7 bis 8 Megawattstunden. Das ermöglicht eine Reichweite von 64 Seemeilen, knapp 120 km. Das reicht für die Standardrouten: Brevik ist etwa 7 Seemeilen, knapp 13 km, entfernt, Larvik rund 30 Seemeilen, knapp 56 km. Außerdem muss die Yara Birkeland es wieder zurück zum Heimathafen auf Herøya schaffen, denn nur dort können die Akkus geladen werden.

Das Schiff könnte theoretisch auch bis nach Schweden oder Dänemark fahren, sagt Paulsen. Dafür würde es mit einem zusätzlichen Akku oder einem Generator, etwa einer Brennstoffzelle, ausgestattet, um die Reichweite zu vergrößern. Untergebracht wird der Akku oder der Range Extender in einem Container. Eine Besatzung wird das Schiff allerdings nur am Anfang haben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Sensoren erfassen andere Wasserfahrzeuge 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,49€
  2. (-28%) 17,99€
  3. (-70%) 5,99€

Dan Koes 27. Aug 2017

Die meisten Schiffe fahren mit langsam laufenden Zweitaktern, meist direkt über die...

Dan Koes 27. Aug 2017

Sie würden sich wundern was ein Radar alles "nicht sieht", der wachhabende Offizier aber...

ichbinsmalwieder 23. Aug 2017

LOL, ja für so einen komplizierten Sachverhalt wie "Anhalten" ist es schon besser, einen...

Powerhouse 21. Aug 2017

Bei den ganzen Auslegungen geht man ja bei optimaler Einstrahlung von 1000W pro m² aus...

Steggesepp 20. Aug 2017

Jo jetzt aber .. die haben sicherlich ein Diesel-Heizaggregat welches für angenehme Akku...


Folgen Sie uns
       


VW-Elektroautos aus Zwickau - Bericht

Der Volkswagen-Konzern will ab 2020 in Zwickau nur noch Elektroautos bauen - wir haben uns die Umstellung angesehen.

VW-Elektroautos aus Zwickau - Bericht Video aufrufen
Razer Blade Stealth 13 im Test: Sieg auf ganzer Linie
Razer Blade Stealth 13 im Test
Sieg auf ganzer Linie

Gute Spieleleistung, gute Akkulaufzeit, helles Display und eine exzellente Tastatur: Mit dem Razer Blade Stealth 13 machen Käufer eigentlich kaum einen Fehler - es sei denn, sie kaufen die 4K-Version.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Naga Left-Handed Edition Razer will seine Linkshändermaus wieder anbieten
  2. Junglecat Razer-Controller macht das Smartphone zur Switch
  3. Tartarus Pro Razers Tastenpad hat zwei einstellbare Schaltpunkte

Echo Dot mit Uhr und Nest Mini im Test: Amazon hängt Google ab
Echo Dot mit Uhr und Nest Mini im Test
Amazon hängt Google ab

Amazon und Google haben ihre kompakten smarten Lautsprecher überarbeitet. Wir haben den Nest Mini mit dem neuen Echo Dot mit Uhr verglichen. Google hat es sichtlich schwer, konkurrenzfähig zu Amazon zu bleiben.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Digitale Assistenten Amazon verkauft dreimal mehr smarte Lautsprecher als Google
  2. Googles Hardware-Chef Osterloh weist Besuch auf smarte Lautsprecher hin
  3. Telekom Smart Speaker im Test Der smarte Lautsprecher, der mit zwei Zungen spricht

Minikonsolen im Video-Vergleichstest: Die sieben sinnlosen Zwerge
Minikonsolen im Video-Vergleichstest
Die sieben sinnlosen Zwerge

Golem retro_ Eigentlich sollten wir die kleinen Retrokonsolen mögen. Aber bei mittelmäßiger Emulation, schlechter Steuerung und Verarbeitung wollten wir beim Testen mitunter über die sieben Berge flüchten.
Ein Test von Martin Wolf


      •  /