Abo
  • Services:
Anzeige
Autonomer, elektrisch angetriebener Frachter Yara Birkeland: Energie aus erneuerbaren Quellen ist günstiger als fossile Brennstoffe.
Autonomer, elektrisch angetriebener Frachter Yara Birkeland: Energie aus erneuerbaren Quellen ist günstiger als fossile Brennstoffe. (Bild: Kongsberg)

Schiffe fahren seit langem elektrisch

Yara suche derzeit nach einer Werft, die das Schiff baue, sagt Paulsen. Der Bau selbst soll nicht so lange dauern, so dass das Schiff im vierten Quartal kommenden Jahres bereits vom Stapel laufen kann. In Frage kommen dürfte Fjellstrand: Die norwegische Werft hat bereits eine elektrisch betriebene Fähre gebaut, die seit 2015 Autos und Fußgänger über den Sognefjord übersetzt.

Anzeige
  • Der autonome, elektrisch betriebene Frachter Yara Birkeland. Motorgondeln und Seitenstrahlruder erleichtern das Manövrieren. (Bild: Kongsberg)
  • Das Schiff soll ab 2020 autonom in norwegischen Küstengewässern unterwegs sein,. (Bild: Kongsberg)
  • Das Schiff wird zwischen drei Häfen pendeln. (Bild: Kongsberg)
  • Be- und Entladen erfolgt automatisiert. (Bild: Kongsberg)
  • Rolls Royce entwickelt an autonomen Schiffen, allerdings für die Hochsee. (Bild: Rolls Royce)
  • Seit 2015 setzt die elektrisch angetriebene Fähre Ampere Autos und Fußgänger über den Sognefjord. (Bild: Wikimalte/ CC BY-SA 4.0)
Seit 2015 setzt die elektrisch angetriebene Fähre Ampere Autos und Fußgänger über den Sognefjord. (Bild: Wikimalte/ CC BY-SA 4.0)

Elektroboote sind übrigens keine neue Technik: Das erste wurde 1839 gebaut und fuhr über die Kanäle von St. Petersburg. Seit 1909 verkehren Elektroboote auf dem Königssee. Prinzregent Luitpold ging es seinerzeit allerdings weniger um Umweltschutz: Er befürchtete, der Krach von Verbrennungsmotoren könnte sein Jagdwild verscheuchen.

Schiffe machen Dreck...

Schiffe mit konventionellem Antrieb sind aber auch nicht unerheblich an der Verschmutzung der Luft beteiligt: In den Maschinen wird meist Schweröl verbrannt, ein Rückstandsprodukt der Rohölverarbeitung. Es hat einen hohen Anteil an Schwefel und anderen Schadstoffen. Viele Schiffe haben keine Filteranlagen und emittieren deshalb Feinstaub, Ruß, Schwefeloxide und Stickoxide in großer Menge. Knapp zehn Prozent der Schwefeloxid- und etwa vier Prozent der Kohlendioxidemissionen weltweit stammen von Schiffen.

An Land ist das nur im Ausnahmefällen sichtbar: Schiffe müssen im Hafen schwefelarme Treibstoffe einsetzen. Das Schweröl darf erst auf See verfeuert werden. Wie viel Dreck Schiffe durch ihren Schornstein in die Luft pusten, zeigte sich in Hamburg im Oktober 2014: Ein Frachter der taiwanischen Reederei Yang Ming stellte schon im Hafengebiet auf Schweröl um. Die Rußpartikel lösten in einem Krankenhaus und einem Pflegeheim im Stadtteil Altona die Feuermelder aus. In einem Altonaer Restaurant fand der Wirt sein Mobiliar, seine Gäste sowie deren Speisen und Getränke von Ruß bedeckt.

... sollen aber sauberer werden

Das soll sich ändern: Ab 2020 dürfen Schiffe nur Treibstoffe mit einem Schwefelgehalt von maximal 0,5 Prozent einsetzen. Derzeit liegt die Obergrenze bei 3,5 Prozent. Das hat die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (International Maritime Organization, IMO), eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, im Herbst vergangenen Jahres beschlossen.

Doch so sauber wie Yara werden sie nicht: Der Strom in Norwegen wird praktisch ausschließlich aus Wasserkraft gewonnen. Zudem ist Strom dort sehr günstig - und das ist ein weiteres Argument für Yara, auf Elektroschiffe zu setzen: "Wir wollen null Emissionen erreichen", sagt Østbø. "Auch wenn manche sagen, der Klimawandel sei keine Realität, so ist er doch eine geschäftliche Realität, weil Energie aus erneuerbaren Quellen günstiger ist als fossile Brennstoffe."

 Schiffe werden autonom

eye home zur Startseite
Dan Koes 27. Aug 2017

Die meisten Schiffe fahren mit langsam laufenden Zweitaktern, meist direkt über die...

Themenstart

Dan Koes 27. Aug 2017

Sie würden sich wundern was ein Radar alles "nicht sieht", der wachhabende Offizier aber...

Themenstart

ichbinsmalwieder 23. Aug 2017

LOL, ja für so einen komplizierten Sachverhalt wie "Anhalten" ist es schon besser, einen...

Themenstart

Powerhouse 21. Aug 2017

Bei den ganzen Auslegungen geht man ja bei optimaler Einstrahlung von 1000W pro m² aus...

Themenstart

Steggesepp 20. Aug 2017

Jo jetzt aber .. die haben sicherlich ein Diesel-Heizaggregat welches für angenehme Akku...

Themenstart

Kommentieren



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Berlin
  2. LivingData GmbH, Landshut, Nürnberg
  3. IT Services mpsna GmbH, Herten
  4. BENTELER-Group, Düsseldorf


Anzeige
Top-Angebote
  1. 499€ - Wieder bestellbar. Ansonsten gelegentlich bezügl. Verfügbarkeit auf der Bestellseite...
  2. 289,90€ + 3,99€ Versand (Vergleichspreis ca. 333€)
  3. (u. a. Far Cry Primal Digital Apex Edition 22,99€ und Watch_Dogs 2 Deluxe Edition 29,99€)

Folgen Sie uns
       


  1. Die Woche im Video

    Schwachstellen, wohin man schaut

  2. UAV

    Matternet startet Drohnenlieferdienst in der Schweiz

  3. Joint Venture

    Microsoft und Facebook verlegen Seekabel mit 160 Terabit/s

  4. Remote Forensics

    BKA kann eigenen Staatstrojaner nicht einsetzen

  5. Datenbank

    Börsengang von MongoDB soll 100 Millionen US-Dollar bringen

  6. NH-L9a-AM4 und NH-L12S

    Noctua bringt Mini-ITX-Kühler für Ryzen

  7. Wegen Lieferproblemen

    Spekulationen über Aus für Opels Elektroauto Ampera-E

  8. Minix

    Fehler in Intel ME ermöglicht Codeausführung

  9. Oracle

    Java SE 9 und Java EE 8 gehen live

  10. Störerhaftung abgeschafft

    Bundesrat stimmt für WLAN-Gesetz mit Netzsperrenanspruch



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Apples iPhone X in der Analyse: Ein iPhone voller interessanter Herausforderungen
Apples iPhone X in der Analyse
Ein iPhone voller interessanter Herausforderungen
  1. Smartphone Apple könnte iPhone X verspätet ausliefern
  2. Face ID Apple erlaubt nur ein Gesicht pro iPhone X
  3. iPhone X Apples iPhone mit randlosem OLED-Display kostet 1.150 Euro

Metroid Samus Returns im Kurztest: Rückkehr der gelenkigen Kopfgeldjägerin
Metroid Samus Returns im Kurztest
Rückkehr der gelenkigen Kopfgeldjägerin
  1. Doom, Wolfenstein, Minecraft Nintendo kriegt große Namen
  2. Nintendo Das NES Classic Mini kommt 2018 noch einmal auf den Markt
  3. Nintendo Mario verlegt keine Rohre mehr

Galaxy Note 8 im Test: Samsungs teure Dual-Kamera-Premiere
Galaxy Note 8 im Test
Samsungs teure Dual-Kamera-Premiere
  1. Galaxy S8 und Note 8 Bixby-Button lässt sich teilweise deaktivieren
  2. Videos Youtube bringt HDR auf Smartphones
  3. Galaxy Note 8 im Hands on Auch das Galaxy Note sieht jetzt doppelt - für 1.000 Euro

  1. Re: Und bei DSL?

    Ovaron | 09:34

  2. Re: IPv6 Subnetze? was habt Ihr?

    WalterWhite | 09:29

  3. Re: Das hängt von Geschwindigkeit und Interface ab

    Ovaron | 09:26

  4. Re: 190.000 Euro sollen an den TÜV für eine...

    User_x | 09:18

  5. Re: Weniger Funktionen in Deutschland

    cyoshi | 09:15


  1. 09:03

  2. 17:43

  3. 17:25

  4. 16:55

  5. 16:39

  6. 16:12

  7. 15:30

  8. 15:06


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel