Sensoren erfassen andere Wasserfahrzeuge

Die Yara Birkeland ist dafür ausgelegt, die Pendelfahrten autonom zu absolvieren. Auch das Einlaufen in den Hafen, das An- und Ablegen und sogar das Be- und Entladen soll automatisiert erfolgen.

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Vorteil eines Schiffs ohne Mannschaft: Es braucht keine Unterkünfte sowie die nötigen Versorgungseinrichtungen. Es bleibt also mehr Platz für die Ladung. Die automatischen Systeme sind, wenn sie verlässlich funktionieren, weniger anfällig als Menschen: Die Sensoren halten rund um die Uhr Ausguck, ohne zu ermüden oder abgelenkt zu sein und ohne den Posten zu verlassen. Der Computer trinkt nicht und wird im Sturm nicht seekrank.

Yara Birkeland erkennt andere Schiffe per AIS

Navigieren wird der Frachter mit dem Satellitennavigationssystem Global Positioning System (GPS). Zur Erkennung anderer Schiffe wird das Automatic Identification System (AIS) eingesetzt. Über diesen Dienst senden Schiffe automatisiert Daten aus. Dazu gehören Rufzeichen und Angaben über die Ausmaße des Schiffs, seine Ladung und Zielhafen, vor allem aber Position, Kurs und Geschwindigkeit. AIS ist wie GPS in der bemannten Seefahrt obligatorisch.

  • Der autonome, elektrisch betriebene Frachter Yara Birkeland. Motorgondeln und Seitenstrahlruder erleichtern das Manövrieren. (Bild: Kongsberg)
  • Das Schiff soll ab 2020 autonom in norwegischen Küstengewässern unterwegs sein,. (Bild: Kongsberg)
  • Das Schiff wird zwischen drei Häfen pendeln. (Bild: Kongsberg)
  • Be- und Entladen erfolgt automatisiert. (Bild: Kongsberg)
  • Rolls Royce entwickelt an autonomen Schiffen, allerdings für die Hochsee. (Bild: Rolls Royce)
  • Seit 2015 setzt die elektrisch angetriebene Fähre Ampere Autos und Fußgänger über den Sognefjord. (Bild: Wikimalte/ CC BY-SA 4.0)
Das Schiff soll ab 2020 autonom in norwegischen Küstengewässern unterwegs sein,. (Bild: Kongsberg)

Kleinere Fahrzeuge und vor allem Sportschiffe haben jedoch oft kein AIS an Bord, mit dem sie identifiziert werden können. Diese sowie Seezeichen und andere Hindernisse werden mit Sensoren erfasst: Ausschau halten Kameras, Radar und Lidar.

Die Kameras sehen sogar Möwen

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"Wie wir bisher festgestellt haben, können wir auch Kanus oder Windsurfer erkennen", sagt Paulsen. Die Auflösung der Kamera sei hoch genug, um Bojen zu sehen - und sogar Möwen, die auf dem Wasser schwimmen. Insofern droht Freizeitkapitänen keine Gefahr von dem unbemannten Schiff: "Wir werden alle, zumindest alle bemannten, Wasserfahrzeuge detektieren."

Im Steuersystem werden die auf See geltenden Regeln hinterlegt, die Kollisionsverhütungsregeln (KVR), die die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (International Maritime Organization, IMO) festgelegt hat. "Wir implementieren die üblichen Navigationsregeln, an die sich alle halten sollten", sagt Paulsen. Das Problem sei allerdings, dass sich die anderen - unter anderem Freizeitskipper - oft nicht an diese Regeln hielten.

Das Schiff kann schnell stoppen

In so einem Fall wird die Yara Birkeland erst warnen und dann im Zweifel selbst ausweichen. Vorteil sei, dass das Schiff nicht sehr schnell fahre, sagt Paulsen. Es brauche deshalb nur eine Schiffslänge zum Aufstoppen. Das ist wenig: Laut den Regeln der IMO hat ein Schiff 15 Schiffslängen, um zum Stehen zu kommen. Große Schiffe wie die aktuellen Containerfrachter der dänischen Reederei Maersk sind mit Geschwindigkeiten um die 20 Knoten, etwa 37 km pro Stunde, unterwegs und brauchen zum Aufstoppen mehrere Kilometer.

Viel der Technik, die KM in der Yara Birkeland verbaut, ist allerdings nicht neu.

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 Schifffahrt: Yara Birkeland wird der erste autonome E-FrachterSchiffe werden autonom 
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Dan Koes 27. Aug 2017

Die meisten Schiffe fahren mit langsam laufenden Zweitaktern, meist direkt über die...

Dan Koes 27. Aug 2017

Sie würden sich wundern was ein Radar alles "nicht sieht", der wachhabende Offizier aber...

ichbinsmalwieder 23. Aug 2017

LOL, ja für so einen komplizierten Sachverhalt wie "Anhalten" ist es schon besser, einen...

Powerhouse 21. Aug 2017

Bei den ganzen Auslegungen geht man ja bei optimaler Einstrahlung von 1000W pro m² aus...



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