Schifffahrt: P&O lässt Kanalfähren mit Hybridantrieb bauen

Durch den Hybridantrieb sowie ihre Bauweise sollen die Schiffe deutlich weniger Treibstoff verbrauchen als konventionelle, wenn sie 2023 ihren regulären Betrieb aufnehmen.

Artikel veröffentlicht am ,
Kanalfähre mit Hybridantrieb: Hafenmanöver werden rein elektisch gefahren.
Kanalfähre mit Hybridantrieb: Hafenmanöver werden rein elektisch gefahren. (Bild: ABB/P&O)

Mit weniger Diesel über den Ärmelkanal: Die britische Reederei P&O lässt zwei Fähren mit Hybridantrieb bauen, die auf der Strecke zwischen Dover in England und Calais in Frankreich eingesetzt werden sollen. Sie sollen deutlich weniger Treibstoff verbrauchen als herkömmliche Fähren und damit auch weniger Schadstoffe emittieren.

Stellenmarkt
  1. Mitarbeiter:in im IT-Support
    BLS AG, Köniz (Schweiz)
  2. IT Manager Robotics Process Automation und Workflow Management (m/w/x)
    ALDI International Services GmbH & Co. oHG, Mülheim an der Ruhr
Detailsuche

Die beiden Fähren werden von Guangzhou Shipyard International, einer Werft in Guangzhou (Kanton) in der südchinesischen Provinz Guangdong, gebaut. Die erste soll im Dezember kommenden Jahres ausgeliefert werden, die zweite im April 2022. Ihren regulären Betrieb sollen die beiden 230 Meter langen Schiffe 2023 aufnehmen.

Die Akkus kommen aus Baden-Württemberg

Der dieselelektrische Antriebsstrang stammt vom Schweizer Elektrotechnikkonzern ABB. Er besteht aus vier Propellergondeln mit einem jeweils 7,5 Megawatt starken Elektromotor. Die Akkus liefert das Unternehmen Xalt Energy, ein Tochterunternehmen des Mischkonzerns Freudenberg aus Weinheim in Baden-Württemberg.

Der Energiespeicher besteht aus 1.200 Akkumodulen, die in vier Räumen untergebracht sind. Zusammen haben sie eine Kapazität von 8,816 Megawattstunden. Laut Xant Energy ist es eine "der weltweit größten Batterieinstallationen im Marinebereich".

Die Schiffe sollen im Hafen rein elektrisch fahren. Außerdem sollen die Bordsysteme während des Aufenthalts im Hafen von den Akkus mit Energie versorgt werden. Dadurch soll der Treibstoffverbrauch um 40 Prozent gegenüber einer konventionellen Fähre sinken.

Erneuerbare Energien und Klimaschutz: Hintergründe - Techniken und Planung - Ökonomie und Ökologie - Energiewende (Deutsch)

Das Schiff muss nicht wenden

Zur Treibstoffeinsparung wird auch die Bauweise beitragen: Die Schiffe entstehen in Doppelendbauweise. Sie müssen also in den Häfen nicht wenden. Das soll die Überfahrt um etwa sieben Minuten verkürzen und den Treibstoffverbrauch um eine Tonne verringern. Das ist, laut ABB, ein Sechstel des Bedarfs für eine Überfahrt.

Trotz des Tunnels, der inzwischen England mit dem Kontinent verbindet, gibt es auch heute täglich noch rund 50 Fährverbindungen allein zwischen Calais und Dover. Die Straße von Dover gehört zu den Schifffahrtswegen mit dem dichtesten Schiffsverkehr weltweit. Rund 400 Schiffe passieren sie jeden Tag.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Betriebssysteme
Warum Microsoft nie auf Linux umsteigen wird

Die Integration von Linux in Windows fördert Spekulationen um ein zukünftiges Windows nur mit Linux-Kernel. Realistisch ist dieses Szenario aber wohl nicht.
Eine Analyse von Boris Mayer

Betriebssysteme: Warum Microsoft nie auf Linux umsteigen wird
Artikel
  1. Volvo XC90: Volvo will Verkehrstote mit Lidar und Nvidia verhindern
    Volvo XC90
    Volvo will Verkehrstote mit Lidar und Nvidia verhindern

    Volvo will seine Elektroautos serienmäßig mit Lidar-Sensoren ausstatten, um Unfälle zu vermeiden. Auch für autonomes Fahren will sich Volvo rüsten.

  2. Der Nachfolger von Windows 10: Windows 11 ist da
    Der Nachfolger von Windows 10
    Windows 11 ist da

    Nun ist es offiziell: Microsoft kündigt das neue Windows 11 an. Vieles war bereits vorher bekannt, einiges Neues gibt es aber trotzdem.

  3. Darknet-Gesetz: Kein Straftatbestand für Provider illegaler Marktplätze
    Darknet-Gesetz
    Kein Straftatbestand für Provider illegaler Marktplätze

    Es gibt nun doch keine eigene Cyberbunker-Klausel im Strafgesetzbuch. Eine Verurteilung wegen Beihilfe an illegalen Marktplätzen ist aber möglich.

Folgen Sie uns
       


  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Mega-Wiedereröffnung bei MediaMarkt - bis zu 30 Prozent Rabatt • Samsung SSD 980 Pro PCIe 4.0 1TB 166,59€ • Gigabyte M27Q 27" WQHD 170Hz 338,39€ • AMD Ryzen 5 5600X 251,59€ • Dualsense Midnight Black + R&C Rift Apart 99,99€ • Logitech Lenkrad-Sets zu Bestpreisen [Werbung]
    •  /